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Ausgezeichnet: Die ältesten Solarwärmeanlagen in NÖ

Solarwärmepioniere und Solarwärmepionierinnen sind Menschen, die schon früh auf die Kraft der Sonne gesetzt haben und damit wesentlich zur Verbreitung erneuerbarer Energien beitragen. Am Tag der Sonne am 3. Mai 2016 wurden die ältesten noch funktionsfähigen Anlagen Niederösterreichs in St. Pölten ausgezeichnet.

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© NLK Filzwieser

Gemeinsam mit der AEE hat die Energie- und Umweltagentur NÖ Solarwärmeanlagen in Niederösterreich gesucht, die älter als 20 Jahre und noch voll funktionsfähig sind. Thermische Solaranlagen produzieren Warmwasser mit der Kraft der Sonne. Bis zu 80 Prozent des Warmwassers eines Haushalts kann sie so liefern. Die großen Vorteile: Die Sonne schickt keine Energierechnung und die Anlagen haben eine sehr hohe Lebensdauer.

Wie unverwüstlich die Anlagen in der Praxis sind, haben die NÖ SolarwärmepionierInnen bewiesen:  Über 100 Einreichungen mit zum Teil mehr als 35 Jahre alten und funktionierenden Anlagen wurden von einer Jury bewertet.

Siegeranlage läuft seit 35 Jahren
NÖ-Sieger ist die Solarwärmeanlage von Familie Nemeth aus Biedermannsdorf, die bereits 1980 errichtet wurde und noch immer in Betrieb ist. Mit 49 Quadratmetern Fläche war die Anlage damals eine der größten Österreichs und produziert Warmwasser zum Waschen, Heizen und sogar für das Schwimmbad.

Herr Dirnböck vor seiner Solarwärme-Anlage
© Andreas Reiter

Regionssieger NÖ-Süd kommt aus Reichenau/Rax

Herr Dirnböck hat bereits 1989 in einer Selbstbaugruppe seinen 18 Quadratmeter großen Sonnenkollektor selber gebaut. Neben der Warmwasserbereitung wird die Anlage auch für die Raumheizung, den Geschirrspüler und die Waschmaschine verwendet. Das Besondere am Kollektor ist, dass die Neigung auf den unterschiedlichen Sonnenstand in Sommer und Winter eingestellt werden kann um die Ausnutzung zu erhöhen.

Familie Stadlmann vor ihrer Solarwärmeanlage
© Doris Hammermüller

Regionssieger NÖ-Mitte kommt aus Purkersdorf

Bereits 1979 hat Familie Stadlmann 16,88 Quadratmeter Kollektorfläche auf ihr Haus in Purkersdorf gebaut. Überzeugend für die Jury war die besonders frühe Installation, womit sie zu den ersten privaten Anlagen in Österreich zählt. Besonders hervorzuheben ist der hohe Einsatz der Familie, die im Selbststudium ihre Anlage selber funktionsfähig gemacht hatte. Da seit Installation der ersten Anlage einige Industriekollektoren undicht wurden, wurden auch die Kollektoren inzwischen ausgetauscht.

Regionssieger Mostviertel kommt aus Öhling

Bereits im Jahr 1983 hat Herr Kern eine 18 Quadratmeter große Selbstbauanlage errichtet und von den Kollektoren bis zur Installation alles in Eigenregie erledigt. Die Anlage versorgt neben der Warmwasserproduktion auch die Heizung. Da es damals in Niederösterreich noch keine Selbstbaugruppen gab, hat Herr Kern die Anlage anhand eines Prospekts nachgebaut. Diese besondere Eigeninitiative von Herrn Kern war der ausschlaggebende Grund für die Juryentscheidung.

Herr Graf vor seiner Solarwärmeanlage
© Andreas Reiter

Regionssieger Waldviertel kommt aus Zwettl

Johann Graf hat 1992 eigenhändig in einer Selbstbaugruppe der landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof Kollektoren gebaut und erzeugt bis heute damit Warmwasser. Überzeugend für die Jury war die gute Dokumentation des Entstehungsprozesses der Anlage und die ungewöhnliche Lösung der Integration in ein externes Glashaus mit einer Zuleitung ins Haupthaus. Die Anlage ist bis heute in Betrieb.

Regionssieger Weinviertel kommt aus Stockerau

Herr Rötzer hat bereits 1981 fünf Quadratmeter Kollektoren zur Warmwasserbereitung selber installiert. Die Jury überzeugte, dass 1981 das Know-how für Solarwärmeanlagen ein sehr rares Gut war und Herr Rötzer damit eindeutig zu den Pionieren seiner Zeit zählte. Die Anlage läuft bis heute.

Auf dem Weg zur eigenen Anlage helfen Ihnen die BeraterInnen an der Energieberatungshotline der Energie- und Umweltagentur NÖ unter der Telefonnummer 02742 221 44. Weitere Informationen rund um solare Wärme gibt es auf www.enu.at/solarwaerme-solarthermie-in-niederoesterreich.

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