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Kalk

Weitere Enthärtungsmethoden

Neben Ionentauscher und Dosierpumpe gibt es noch weitere Methoden, das Wasser zu enthärten oder die Folgen von hoher Wasserhärte zu verringern.

Physikalische Wasseraufbereitungsgeräte

Physikalische Kalkschutzgeräte belassen ähnlich wie bei der Dosierung die Härtebildner im Wasser, sollen aber durch Magnet- und Elektrofelder die Kalksteinanlagerungen vermeiden. Dies geschieht elektrochemisch (Elektrolyse), elektrogalvanisch oder durch heterogene Katalyse (spezielles Granulat). Allen Systemen liegt als Erklärung die Kristallkeimbildung im freien Wasserkörper zugrunde, wodurch sich der Großteil des Kalks nicht fest anlagert und mit dem Wasserstrom ausgespült wird. Das Wirkprinzip ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen und es finden sich sehr widersprüchliche Angaben in Beschreibungen. Der Prozess der Kristallkeimbildung kann derzeit nicht direkt, sondern nur indirekt über die Wirkung erfasst werden. Die Reduzierung von Kalkablagerungen im Warmwasserbereich kann aber auch ohne detaillierter Betrachtung der möglichen Wirkprinzipien und Funktionsweisen durch Testbedingungen und Vergleich mit unbehandelten Wasser dokumentiert und bewertet werden. Dies geschieht durch Prüfrichtlinien des ÖVGW und DVGW, die versuchen, möglichst standardisierte Bedingungen für den Einzelhaushalt abzubilden.

Bei physikalischen Kalkschutzgeräten kann es bedingt durch große Kalkblättchen zu Verstopfungen von Perlatoren kommen. Achten Sie nach Einbau eines Gerätes auf Korrosionserscheinungen. Testläufe mit Einstellung der Boilertemperatur auf 60°C erbrachten zum Teil gleich gute oder bessere Ergebnisse der Kalkreduktion als manche physikalischen Wasseraufbereitungsgeräte.

Energetisierende Geräte

Solchen Geräten werden neben der Verringerung der abgeschiedenen Menge an Kalkstein meist auch zahlreiche andere positive Wirkungen auf das Wasser nachgesagt. Das Wirkprinzip wird mit Informationsübertragung, Energetisierung, Links/Rechtsdrehung, Harmonisierung, Schwingung und Levitieren erklärt. Es gibt keine wissenschaftlich fundierten Nachweise oder Testbedingungen für diese Art von Geräten. Obwohl immer wieder von erfolgreichen Einsätzen dieser Geräte berichtet wird, sind alle bisherigen seriösen wissenschaftlichen Untersuchungen negativ ausgefallen. Dessen ungeachtet werden viele Geräte damit beworben, dass es angeblich wissenschaftliche Untersuchungen bezüglich der Wirksamkeit gibt. Es wurde versucht, die Seriosität der angeblich wissenschaftlichen Untersuchungen zu überprüfen. Dabei wurden stets eklatante Mängel vor allem bei den Testsettings festgestellt. Beachten Sie bitte die Hinweise Tipps für KäuferInnen und zum Konsumentenschutz

Wasserfilter im Kartuschensystem

Unter diesem Begriff werden Aufbereitungsgeräte verkauft, die ein und mehrere Kartuschen enthalten. Wirkprinzipien in den Kartuschen sind häufig Aktivkohle und Umkehrosmose. Meist werden sie als Untertischgeräte eingebaut und beliefern nur einen Wasserhahn. Von solchen Geräten zur Enthärtung ist abzuraten. Angebliche positive Ergebnisse mit einem Aufbereitungsgerät in einem Haushalt oder Betrieb lassen keine Rückschlüsse auf Wirkung bei Wässern anderer Zusammensetzung bzw. in einem anderen Haushalt zu.