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Pressemeldungen

Ausgezeichnet: Die ältesten Solarwärmeanlagen in NÖ

Die NÖ SolarwärmepionierInnen haben schon vor 35 Jahren die Kraft der Sonne genutzt
Medieninformation der Energie- und Umweltagentur NÖ, 29. April 2016

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© NLK Filzwieser

Die Nutzung der Kraft der Sonne ist essentiell für eine erfolgreiche Energiewende. Anlässlich des Tages der Sonne am 3. Mai zeichnete das Land NÖ nun jene Solarwärmepionierinnen und Solarwärmepioniere aus, die schon früh auf Sonnenenergie gesetzt und damit wesentlich zur Verbreitung erneuerbarer Energien beigetragen haben. Gewinner war die Familie Nemeth aus Biedermannsdorf, deren Solaranlage auch nach 36 Jahren voll funktionstüchtig ist.

Wie unverwüstlich die Solaranlagen in der Praxis sind, haben die niederösterreichischen SolarwärmepionierInnen bewiesen:  Über 100 Einreichungen mit zum Teil mehr als 35 Jahre alten und funktionierenden Anlagen wurden von einer Jury bewertet. „Die Energiewende braucht Pioniere. Die Teilnehmer waren Vorreiter beim Einsatz von Solarenergie und haben die Energiewende eingeläutet“, so Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf: „Der größte Vorteil der Solarenergie ist, dass die Sonne keine Rechnung schickt.“

Die Sonne – ein großer Energielieferant
Das Sonnenenergiepotenzial in Niederösterreich ist groß, wie Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ weiß: „Pro Jahr strahlt die Sonne 200 mal so viel Energie auf die Landesfläche, wie Niederösterreich im Jahr benötigt. Im Moment produzieren die niederösterreichischen Solarwärmeanlagen 418 Gigawattstunden Energie. Das entspricht knapp der Hälfte des Outputs des Wasserkraftwerks Freudenau.“

Solaranlagen können bis zu 80 Prozent des Warmwasserbedarfs decken. Zum Vergleich: Mit der von den in Niederösterreich installierten Solaranlagen produzierten Warmwassermenge könnte jede Niederösterreicherin und jeder Niederösterreicher 50 Vollbäder nehmen oder 225 Mal duschen. Bis 2030 soll sich die Leistung der installierten Anlagen sogar verdreifachen.

Auszeichnung für Pionierarbeit
Gemeinsam mit der AEE (Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie NOW) hat die Energie- und Umweltagentur NÖ Solarwärmeanlagen in Niederösterreich gesucht, die älter als 20 Jahre und noch voll funktionsfähig sind. Der Sieg ging an die Familie Nemeth aus Biedermannsdorf, deren Anlage bereits 1980 errichtet wurde und noch immer in Betrieb ist. Mit 49 Quadratmetern Fläche war die Anlage damals eine der größten Österreichs und produziert Warmwasser zum Waschen, Heizen und sogar für das Schwimmbad.

Die Auszeichnungen für die Regionssieger gingen an

Familie Dirnböck aus Reichenau/Rax – Regionssieger NÖ-Süd

Familie Stadlmann aus Purkersdorf – Regionssieger NÖ-Mitte

Familie Kern aus Öhling – Regionssieger Mostviertel

Familie Graf aus Zwettl – Regionssieger Waldviertel

Familie Rötzer aus Stockerau – Regionssieger Weinviertel

Regionssieger NÖ-Süd kommt aus Reichenau/Rax
Herr Dirnböck hat bereits 1989 in einer Selbstbaugruppe seinen 18 Quadratmeter großen Sonnenkollektor selber gebaut. Neben der Warmwasserbereitung wird die Anlage auch für die Raumheizung, den Geschirrspüler und die Waschmaschine verwendet. Das Besondere am Kollektor ist, dass die Neigung auf den unterschiedlichen Sonnenstand in Sommer und Winter eingestellt werden kann um die Ausnutzung zu erhöhen.

Regionssieger NÖ-Mitte kommt aus Purkersdorf
Bereits 1979 hat Familie Stadlmann 16,88 Quadratmeter Kollektorfläche auf ihr Haus in Purkersdorf gebaut. Überzeugend für die Jury war die besonders frühe Installation, womit sie zu den ersten privaten Anlagen in Österreich zählt. Besonders hervorzuheben ist der hohe Einsatz der Familie, die im Selbststudium ihre Anlage selber funktionsfähig gemacht hatte. Da seit Installation der ersten Anlage einige Industriekollektoren undicht wurden, wurden auch die Kollektoren inzwischen ausgetauscht.

Regionssieger Mostviertel kommt aus Öhling
Bereits im Jahr 1983 hat Herr Kern eine 18 Quadratmeter große Selbstbauanlage errichtet und von den Kollektoren bis zur Installation alles in Eigenregie erledigt. Die Anlage versorgt neben der Warmwasserproduktion auch die Heizung. Da es damals in Niederösterreich noch keine Selbstbaugruppen gab, hat Herr Kern die Anlage anhand eines Prospekts nachgebaut. Diese besondere Eigeninitiative von Herrn Kern war der ausschlaggebende Grund für die Juryentscheidung.

Regionssieger Waldviertel kommt aus Zwettl
Johann Graf hat 1992 eigenhändig in einer Selbstbaugruppe der landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof Kollektoren gebaut und erzeugt bis heute damit Warmwasser. Überzeugend für die Jury war die gute Dokumentation des Entstehungsprozesses der Anlage und die ungewöhnliche Lösung der Integration in ein externes Glashaus mit einer Zuleitung ins Haupthaus. Die Anlage ist bis heute in Betrieb.

Regionssieger Weinviertel kommt aus Stockerau
Herr Rötzer hat bereits 1981 fünf Quadratmeter Kollektoren zur Warmwasserbereitung selber installiert. Die Jury überzeugte, dass 1981 das Know-how für Solarwärmeanlagen ein sehr rares Gut war und Herr Rötzer damit eindeutig zu den Pionieren seiner Zeit zählte. Die Anlage läuft bis heute.

Den Weg zur eigenen Anlage finden Sie auf www.enu.at/solarwaerme-solarthermie-in-niederoesterreich.

Veranstaltungen zum Tag der Sonne in Ihrer Umgebung finden Sie unter

www.tag-der-sonne.at/Veranstaltungen/Niederoesterreich/.

Nähere Informationen erhalten Interessierte auf www.enu.at oder unter der Telefonnummer 02742 219 19

Für JournalistInnenrückfragen:
Energie- und Umweltagentur NÖ
DI Hans-Peter Pressler
Pressereferent
Tel.: 02742 219 19-160
hans-peter.pressler@enu.at, www.enu.at

Gruppenfoto: Auszeichnung Solarwärmepioniere.jpg

Foto (v.l.): Heinz Nemeth, Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ

Hier finden Sie die Bilder zum kostenlosen Download: Pressefotos

Bildnachweis: NLK Filzwieser

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