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Dem Winter davonradeln

Radfahren liegt in Niederösterreich voll im Trend. In Summe treten rund eine Million NiederösterreicherInnen zumindest ab und zu in die Pedale. Mit den Tipps der eNu und des VCÖ wird Radfahren auch in der kalten Jahreszeit zum Vergnügen.

Mit dem nextbike durch den Winter
© Gerald Thallauer

Etwa jede/r neunte niederösterreichische RadfahrerIn ist auch zwischen November und Februar mit dem Fahrrad unterwegs. Besonders in der kalten Jahreszeit ist richtiges Verhalten wichtig. Wer sich an ein paar Grundregeln hält, kommt gut durch den Winter.

Auf die richtige Kleidung achten

Gegen Kälte und Nässe empfiehlt die eNu winddichte bzw. wasserdichte und atmungsaktive Kleidung. Getragen wird sie am besten nach dem sogenannten „Zwiebelprinzip“: Die erste Schicht transportiert die Feuchtigkeit weg vom Körper, die zweite Schicht ist für die Isolation verantwortlich und bietet Schutz gegen Kälte, die dritte Schicht schützt vor Wind und Wasser. Wichtig ist, dass keine dieser Schichten zu dick ausfällt, sonst droht Überhitzung. Helle Farben und zusätzliche Reflektoren machen RadfahrerInnen besser sichtbar.

Fahrräder winterfit machen

Im Winter ist aufgrund der Sichtverhältnisse eine gute Beleuchtung unverzichtbar. Als Rücklicht empfiehlt der VCÖ ein Standlicht, das auch leuchtet, wenn man etwa bei einer Kreuzung steht. Sinnvoll ist auch zusätzliche Batterielichter dabei zu haben, da der Dynamo bei Glätte manchmal durchläuft. Weitere Tipps: Den Sattel niedriger stellen, damit die Füße bequem den Boden erreichen. Den Reifendruck etwas verringern, die Kette immer wieder ölen, um sie vor Salz zu schützen und das Funktionieren der Bremsen regelmäßig kontrollieren.

Eiskalte Räder sollten nach dem Fahren nicht gleich in warmen oder feuchten Räumen abgestellt werden, da sich Kondenswasser im Rahmen und in den Naben bilden kann und sich Rost bildet. Gegen den Rost hilft auch, das Rad ab und an abzuspülen und von Streusalz zu befreien.

E-Bikes vor niedrigen Temperaturen schützen

E-Bikes sind ebenso wintertauglich, wie herkömmliche Fahrräder, aber aufgrund der Akkus empfindlicher. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kann es je nach Batterietypus zu einem Leistungsabfall kommen, insbesondere bei Lithium-Ionen und Lithium-Polymer Akkus. Die eNu rät, den Akku so kurz wie möglich kalten Außentemperaturen auszusetzen und das E-Bike in beheizten Räumen abzustellen. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, empfiehlt sich ein „Batteriewächter“.

Vorausschauend fahren

Auch beim Radfahren gilt: Das Tempo den Fahrbahnverhältnissen anpassen. Denn durch Nässe, Schnee oder nassem Laub verlängert sich der Bremsweg. Nur die Hinterbremse einzusetzen verhindert, dass das Vorderrad beim Bremsen wegrutscht. Wer den Sattel etwas tiefer stellt, kann bei spontanen Bremsmanövern außerdem schneller Absteigen bzw. die Füße auf den Boden stellen. Mittlerweile gibt es sogar eigene Winterreifen mit Spikes, die Radfahren auf geschlossenen Schneedecken ermöglichen. E-Biker sollten an Wintertagen mit viel Vorsicht unterwegs sein, ihre Geschwindigkeit drosseln und auf Grund des höheren Gewichtes des E-Bikes mit einem deutlich längeren Bremsweg rechnen.

Im Winter mit dem nextbike unterwegs

Auf das Radfahren im Winter wollen auch immer mehr Menschen nicht verzichten, die kein eigenes Fahrrad haben. „Das Leihradsystem nextbike hat deshalb wieder seinen Winterbetrieb aufgenommen. In St. Pölten stehen 85 Leihräder zur Verfügung.

Weiterführende Links

www.radland.at
www.vcoe.at
www.nextbike.at