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Der gesundheitsschonende Frühlingsputz

Im Frühling wird allerorts geputzt und geschrubbt. Die eNu gibt Ihnen Tipps, wie Ihre eigenen vier Wände ohne giftige Chemie sauber werden.

Fenster putzen mit Gummiabzieher
© lassedesignen - Fotolia.com

Sanfte Reinigung funktioniert

Verwenden Sie für die Reinigung sanfte, aber effektive Produkte! Bei der Verwendung von Mikrofasertüchern kann oftmals sogar gänzlich auf Putzmittel verzichtet werden. Mit Wasser befeuchtet sind Mikrofasertücher ideal. Rasch und mit wenig Kraftaufwand werden Fenster, Armaturen, Fliesen und Spiegel strahlend sauber. Bei hartnäckigen Verschmutzungen und starken Kalkablagerungen reicht die zusätzliche Verwendung von milden Allzweckreinigern auf Zitronensäure- oder Essigbasis

Klinisch rein muss nicht sein

Bakterien und Keime zu vernichten ist vor allem in privaten Haushalten nicht notwendig und auch schädlich für die Umwelt. Reiniger mit Desinfektionswirkstoffen schwächen unser Immunsystem, fördern allergische Reaktionen und beseitigen nützliche Bakterien sowie Mikroorganismen. Auch Duftstoffen sind häufig Auslöser von Allergien bei Mensch und Tier. Verzichten Sie auf WC-Beckensteine, Weichspüler, duftende Textilerfrischer, Raumsprays und Luftverbesserer, vor allem wenn empfindliche Personen und Kinder im Haushalt leben.

Die Menge machts

Bei der Verwendung von Wasch- und Reinigungsmittel ist es wichtig auf die richtige Dosierung zu achten, denn Überdosierung belastet Gesundheit und Umwelt unnötig und kostet Geld. Viele Menschen neigen dazu etwas mehr vom Putzmittel zu verwenden, um sicher zu gehen, dass Wäsche, Geschirr, Boden, etc. auch wirklich sauber werden. Häufig hat eine Überdosierung allerdings den gegenteiligen Effekt: bei der Reinigung von Böden bildet sich ein Tensidfilm, der Staub anzieht und Schlieren sichtbar macht. Wichtig sind hier die Verwendung von Dosierhilfen sowie die Beachtung der Herstellerangaben.

Kennzeichnung

Beim Kauf von ökologischen Reinigungsmitteln helfen diverse Kennzeichnungen wie das österreichische Umweltzeichen, das europäische Ecolabel oder der Nordische Schwan. Die kostenlose Datenbank www.umweltberatung.at/oekorein, mit 400 bewerteten umwelt- und gesundheitsschonenden Mitteln zum Waschen und Reinigen, bietet Ihnen eine praktische Hilfestellung bei der Produktauswahl. 

Putz- und Reinigungstipps:
 

  • Starke Hilfen: Mikrofasertücher sparen Wasser und Chemie uns sind in vielen Webarten erhältlich – für die Bodenreinigung gibt es grobe und für Glasflächen ganz feine Tücher. Mikrofasertücher eignen sich perfekt für die Entfernung von Wasserflecken und leichten Kalkablagerungen.
  • Der Backofen sollte immer sofort gereinigt werden. Ausgelaufenes oder Übergekochtes idealerweise sofort mit Wasser und eventuell mildem Allzweckreiniger entfernen. Hochwirksame Spezialmittel sind nicht nur schädlich für Gesundheit und Umwelt, sondern auch teuer.
  • Fußböden: Teppichböden regelmäßig staubsaugen ist meist ausreichend. Eine chemische Reinigung sollte möglichst selten durchgeführt werden, da der Teppichboden danach durch den Tensidfilm schneller verschmutzt. Laminat-, Fliesen- und versiegelte Parkettböden können rasch mit einem befeuchteten Mikrofasertuch (ohne bzw. mit wenig Putzmittel) gereinigt werden. Geölte Holzfußböden werden regelmäßig nebelfeucht gewischt und in Ausnahmefällen mit einem speziellen Balsam behandelt.
  • Auch die Reinigung von furnierten Möbeln ist mittels feuchten Mikrofasertüchern mit wenig Allzweckreiniger möglich.
  • In Bad und WC sollte auf Duftstoffe verzichtet werden, ausreichendes Lüften oder die Verwendung von ätherischen Ölen stellen die umweltbewusstere Alternative darf. Auch die Verwendung von desinfizierenden Mitteln sollte vermieden werden, da diese das Abwasser stark belasten und gesundheitsschädliche Auswirkungen hat. Reizungen von Haut, Augen und Atemwegen sind oft die Folge.
  • Für die Reinigung von Spiegeln und Fenstern eignen sich Gummiabzieher und Mikrofasertücher am besten.
     

Weiterführende Links

Mehr zum Thema Haushalt
www.umweltberatung.at/oekorein