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e-Mobilität – europäische Vorbilder und Perspektiven in NÖ

Norwegen und die Niederlande sind bei der Elektromobilität die absoluten Vorreiter in Europa. Auch Niederösterreich hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: Bis 2020 sollen 50.000 e-Fahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs sein.

e-Auto beim Laden
© Michael Flippo - Fotolia.com

Norwegen macht es seit vielen Jahren vor: Das Land fördert bereits seit 1990 die Elektromobilität und ist heute Vorreiter bei den e-Autos. Im hohen Norden sind bereits mehr als 60.000 Elektrofahrzeuge auf der Straße und über 7.000 Lademöglichkeiten stehen den e-mobilen FahrerInnen zur Verfügung.

Unglaubliche 22 % der Neuzulassungen entfielen bereits letztes Jahr auf e-Fahrzeuge – das Ergebnis jahrelanger Bemühungen die e-Mobilität voranzutreiben. Von Kaufanreizen und Förderungen über Steuererleichterungen bis hin zu nicht-monetären Anreizen: e-Auto-FahrerInnen müssen teilweise keine Parkgebühren bezahlen und können Busspuren benutzen.

Keine neuen Diesel- und Benzinautos ab 2025

Die e-Mobilität ist angekommen: Teilweise stehen den InteressentInnen sogar zu wenige Anbieter von e-Fahrzeugen gegenüber. In Norwegen führt der Nissan Leaf vor dem Tesla S und dem e-Golf im Ranking der beliebtesten e-Autos. Nun geht das Land noch einen Schritt weiter. Eine Gesetzesvorlage sorgt für Furore: Ab 2025, also in weniger als 10 Jahren, sollen keine Diesel- und Benzin-PKWs mehr neu zugelassen werden dürfen.

Die Niederlande stehen im Windschatten von Norwegen – auch hier sind bereits mehr als 10 % der Neuzulassungen e-Fahrzeuge – begünstigt durch Kaufprämien, Steuererleichterungen und Begünstigungen. Auch in den Niederlanden hat man sich das ambitionierte Ziel gesetzt, ab 2025 keine Verbrenner-PKW mehr zuzulassen.

Ziele sollen mit Förderungen und Ausbau der Ladestationen erreicht werden

Wenn diese Ziele Realität werden sollen, müssten die Autohersteller ihre Produktion vervielfachen. Nicht zuletzt, weil sich auch Deutschland, die größte Volkswirtschaft Europas, nun in Sachen e-Mobilität in Bewegung setzt: 1,2 Milliarden Euro sollen ab Mai in die e-Mobilität gepumpt werden. Das Paket umfasst Förderungen für Privatpersonen bis zu 4.000 Euro pro Fahrzeug und 3.000 Euro für Hybride sowie den Ausbau von 15.000 Ladestationen, davon 5.000 Schnelllader. So will man sich dem Ziel von einer Million e-Fahrzeugen bis 2020 nun endlich annähern.

Schaut man über den europäischen Tellerrand hinaus, so sprechen die Zahlen teilweise eine noch klarere Sprache: 330.000 e-Fahrzeuge sind bereits in China unterwegs und die Zulassungen sind 2016 um knapp 160 % gestiegen. Indien will die Zulassung von Verbrennern bis 2030 komplett verbieten. Grund dafür sind hauptsächlich Umweltzonen in den großen Städten. Noch reagieren die Automobilhersteller langsam – einzig Tesla scheint mit dem Modell 3 und bereits knapp einer halben Million Reservierungen am Puls der Zeit zu sein.

Grafik: Erwartete Entwicklung des e-Auto-Anteils in den nächsten Jahren in NÖ
© eNu

Auch Niederösterreich setzt auf Elektromobilität

In Niederösterreich hat man sich die ambitionierten Ziele der europäischen Vorreiter zum Vorbild genommen. Bis 2020 sollen 50.000 e-Fahrzeuge unterwegs sein, das entspricht 5 % des Gesamtfahrzeugbestandes. Dazu werden Betriebe, Gemeinden und Privatpersonen gefördert, die Ladeinfrastruktur ausgebaut, e-Carsharing Modelle unterstützt und durch Testaktionen und Beratungen intensive Öffentlichkeitsarbeit betrieben.

Weiterführende Informationen:

Wissenswertes über die e-Mobilität

Letzte Aktualisierung: 14.07.2016