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e-Carsharing

Eckpunkte zum Carsharing

Zu Beginn müssen verschiedene Festlegungen getroffen werden. Wie viele NutzerInnen soll es geben, wer ist  nutzungsberechtigt, wie hoch sollen die Gebühren sein usw.

Trägerorganisation

Bei einem geschlossenen e-Carsharingmodell mit definierten NutzerInnen bietet sich eine Vereinslösung als Trägerorganisation an. Aber auch ein Betrieb oder eine Gemeinde selbst kann ein e-Carsharingmodell betreiben. Ebenso gibt es Unternehmen, die Teilleistungen oder den gesamten e-Carsharing-Betrieb übernehmen. In jedem Fall sind mögliche (gewerbe-)rechtliche Bestimmungen zu beachten.

NutzerInnen

Bei einem geschlossenen System bewährt sich ein Personenkreis von 20 - 30 NutzerInnen. Diese sollten im Optimalfall das Auto „gemischt“ nutzen. Das heißt, es gibt regelmäßige NutzerInnen (alle paar Tage) und sporadische FahrerInnen, solche, die nur vormittags oder nachmittags fahren und TeilnehmerInnen, die das Fahrzeug nur wochentags oder bevorzugt am Wochenende nutzen.

e-Carsharings ist nicht nur auf Privatpersonen beschränkt, sondern kann auch für dienstliche Fahrten der Gemeinde oder eines beteiligten Betriebes genutzt werden.

Buchungssystem

Zentraler Bestandteil einer e-Carsharing-Lösung ist deren Vermittlungsplattform, sprich das Buchungssystem. Über diese Onlineplattform werden alle Buchungen des Fahrzeuges vollautomatisiert ohne Personalaufwand abgewickelt.

Über den Computer oder das Smartphone sieht man sofort, wann bereits zukünftige Buchungen getätigt sind bzw. wann das Auto noch verfügbar ist. Nach erfolgter Buchung kann man das Auto entweder mittels einer Karte oder auch durch das Smartphone direkt aufschließen und starten. Außerdem werden die entsprechenden Gebühren automatisch vom Nutzungskonto abgebucht. Eventuell ist auch ein elektronisches Fahrtenbuch sinnvoll – z.B. zur Unterscheidung von privaten und dienstlichen Fahrten.

In NÖ gibt es mit Caruso Carsharing eine spezielle Vereinbarung. Alle e-Carsharingprojekte in NÖ kommen diesbezüglich in den Genuss eines Sonderpreises. Die Landesförderung für Carsharingequipement ist aber natürlich auch bei der Nutzung von carsharing24/7 möglich.

Nutzungsgebühren

Es gibt eine jährliche Fixgebühr in der Höhe von meist 100 bis 300 Euro. Für die Nutzung können kilometerabhängige und/oder zeitabhängige Gebühren vereinbart werden. Pro Kilometer bezahlt man im Regelfall zwischen 0,10 und 0,20 Euro, was wesentlich günstiger ist im Vergleich zu den tatsächlichen Gesamtkosten eines konventionellen Autos. Bei einer zeitabhängigen Kostenverrechnung liegen diese meist zwischen 1 und 4 Euro pro Stunde.

Um die Rückgabedisziplin des Elektroautos zu erhöhen, kann man z.B. ab 5 Stunden Buchung auch eine Stundengebühr verrechnen. Damit wird sichergestellt, dass nicht jemand das Auto für 5 Tage bucht, es nur am 1. und 5. Tag wenige Kilometer fährt, jedoch die Nutzung durch eine andere Person verhindert. Alternativ dazu kann man überhaupt nur Stunden- bzw. reduzierte Tagesgebühren festlegen.

Gewerbe

Es ist jedenfalls ratsam die jeweilige Gewerbebehörde (bei der BH) aufzusuchen und mit dem Vorhaben des e-Carsharings zu konfrontieren. Wird eine wirtschaftliche Tätigkeit kostenlos oder zu Selbstkosten erbracht und fehlt die Gewinnerzielungsabsicht, liegt im Regelfall keine gewerbliche Tätigkeit vor. Da zur Beurteilung der Gewerblichkeit nicht nur die Gewinnabsicht herangezogen wird sondern auch etwaige sonstige wirtschaftliche Vorteile, ist eben die zuständige Gewerbebehörde mit dem eigenen Projekt aufzusuchen und die mögliche Gewerblichkeit abzuklären!