hintergrundbild

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden (weitere Informationen).

Nachberichte

Energie- & Umwelt-Gemeinde-Tag 2014

Rund 300 GemeindevertreterInnen gingen im Rahmen des Energie- & Umwelt-Gemeinde-Tages der eNu am 5. September der Frage nach, wie sich Mobilität in Zukunft nachhaltiger gestalten lässt und welchen Beitrag Gemeinden dazu leisten können. Die wichtigsten Ergebnisse und die Vortragsunterlagen als Download finden Sie hier.

Energie- und Umwelt-Gemeinde-Tag 2014
© eNu

Bis 2020 soll der Energieverbrauch im Sektor Verkehr um zehn Prozent gesenkt werden. Als Vergleich dient der Wert von 2009. Festgeschrieben ist das im niederösterreichischen Energiefahrplan. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Niederösterreich auf Multimodalität, die optimale Verknüpfung aller Verkehrsträger, fördert die Verbreitung von Elektro-Mobilität und setzt Maßnahmen zur Erhöhung des Fuß- und Radverkehrsanteils. „Auf Mobilität entfällt ein Drittel des Energieverbrauchs in Niederösterreich, mehr als auf jeden anderen Bereich. Dieses enorme Einsparpotential müssen wir nutzen, um unsere Energie- und Klimaziele zu erreichen“, betonte Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf in seiner Begrüßungsrede.

Die ReferentInnen zeigten die Potenziale von nachhaltiger Mobilität auf und präsentierten für Gemeinden relevante Beispiele aus der Praxis:

DIin Ariane Messner vom Ökoinstitut Südtirol beschrieb wie durch konsequente Bearbeitung des Themas Mobilität insbesondere auch im Bezug auf die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung der  Anteil des Radverkehrs in Bozen von 17 auf fast 30 Prozent verdoppelt werden konnte und wies damit auch auf die Potentiale hin welche für Niederösterreich gegeben sind. In einem weiteren Hauptreferat wurde ein Aus- bzw. Einblick in das neue Mobilitätskonzept des Landes Niederösterreichs gegeben. DIin Regina Rausch vom Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten verwies auf eine lange Tradition des Landes an konsequenter Verkehrsplanung: „Bereits 1991 wurde das erste Landesverkehrskonzept beschlossen. Aktuell findet wieder ein Prozess zur Weiterentwicklung der bisherigen Grundlagen statt, der ein zukunftsfähiges, vielfältiges und abgestimmtes Mobilitätskonzept für Niederösterreich zum Ziel hat.“
Das Cradle-to-Cradle Prinzip, ein neues Geschäftsmodell mit dem Ziel, Produkte herzustellen, die der Umwelt nicht möglichst wenig schaden, sondern im Gegenteil sogar nützlich sind, wurde von Prof. Dr. Michael Braungart, dem Mitbegründer dieses Konzepts präsentiert: „Endergebnis sollen zyklische Stoffwechselkreisläufe sein in denen nur Nährstoffe existieren und das Konzept „Abfall“ abgeschafft ist. Gerade der Transportsektor kann wesentliche Beiträge leisten, mit dem Trend zum Elektroauto ergeben sich völlig neue Perspektiven.“

Viele weitere Beispiele und Möglichkeiten zur nachhaltigen Mobilität wurden nach den Referaten in Impulsgruppen diskutiert.

In der Impulsgruppe "Elektromobilität in NÖ – Strategie, Förderungen, Ladeinfrastruktur" standen die aktuellen Entwicklungen bei der Ladeinfrastruktur im Mittelpunkt. Hier gilt es insbesondere eine räumliche Trennung von Schnell- und Langsamladeparkplätzen herzustellen. Als Wesentlich wurde seitens der ImpulsgruppenteilnehmerInnen angesehen, dass es zukünftig hinsichtlich des gewerblichen Verkaufs des Stroms bei Ladestationen klare gesetzliche Regelungen geben soll. In der Gruppe „Mobilitätsalternativen – Alltagsradverkehr, Sharing-Konzepte, Fußverkehr und Öffentlicher Verkehr“ wurde der Bedarf nach mehr aktiver Unterstützung bei der Etablierung von alternativen Mobilitätsformen seitens der ImpulsgruppenteilnehmerInnen formuliert. Bei der Impulsgruppe „Beschaffungsservice NÖ – Beispiel Straßenbeleuchtung“ wurde die gegenwärtige Ausschreibung von LED-Straßenleuchten präsentiert und auf konkrete Fragen eingegangen. Zum Ausdruck kam, dass vor allem bei komplexen Gütern deren Absatzmarkt häufig noch dazu schwer überblickbar ist, ein Bedarf für eine gemeinsame Beschaffung besteht. In einer eigenen Impulsgruppe wurde auf die von der eNu erstellte Studie „Umweltgemeinderätin /-rat – Perspektiven 2015+“ eingegangen. Die ImpulsgruppenteilnehmerInnen teilten zum überwiegenden Anteil die Ergebnisse der Studie. Erstaunt zeigte man sich, dass die Einschätzung der BürgermeisterInnen und der UmweltgemeinderätInnen hinsichtlich der UGR-Funktion ziemlich ident sind. Seitens des Landes erwartet man sich eine stärkere Wertschätzung der UGR-Funktion, mehr Angebote hinsichtlich Rechtsberatung, Unterstützung bei der Berichtslegung und einen Aus- und Weiterbildungskurs für UGR.

Energie & Umwelt-Gemeinde-Tag zum Nachlesen

Programm zum Energie- und Umwelt-Gemeinde-Tag 2014

Cradle to Cradle – Zukunftsperspektiven im Fahrzeugbau
(Vortragsunterlagen auf Anfrage)
Prof. Dr. Michael Braungart - EPEA Internationale Umweltforschung Hamburg

Nachhaltige Mobilität in der Stadt Bozen (I)
DIin Ariane Messner - Ökoinstitut Südtirol

Herausforderungen im neuen Landesmobilitätskonzept NÖ
DIin Regina Rausch - Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten

Impulsgruppen

Impuls 1: Elektromobilität in NÖ – Strategie, Förderungen, Ladeinfrastruktur

Zusammenfassung der Impulsgruppe 1

DI Oliver Danninger - ecoplus, Initiative „e-mobil in niederösterreich“, „Elektromobilität in Niederösterreich - Strategie, Förderung, Ladeinfrastruktur“

Impuls 2: Mobilitätsalternativen – Alltagsradverkehr, Sharing-Konzepte, Fußverkehr und Öffentlicher Verkehr

Zusammenfassung der Impulsgruppe 2

Mag. Gerald Franz, MA – eNu, „Mobilitätsalternativen“

Mag.a Wibke Strahl-Naderer - Mobilitätszentralen NÖ, „Präsentation der Mobilitätszentralen NÖ“

AnsprechpartnerInnen der Mobiliätszentralen NÖ

Impuls 3: Beschaffungsservice NÖ – Beispiel Straßenbeleuchtung

Zusammenfassung der Impulsgruppe 3

Christa Ruspeckhofer – eNu, „Erfahrungsbericht Sammelbestellung von LED-Straßenleuchten“

Impuls 4: Umweltgemeinderätin /–rat Perspektiven 2015+

Zusammenfassung der Impulsgruppe 4

Martin Ruhrhofer – eNu, „Ergebnispräsentation der Studie Umweltgemeinderätin /–rat Perspektiven 2015+“

Mustertext für Gemeindemedien

Als Serviceleistung stellt die Energie- und Umweltagentur NÖ den am Energie- und Umwelt-Gemeindetag anwesenden GemeindevertreterInnen einen Mustertext zur Platzierung in den Gemeindemedien zur Verfügung. Der Mustertext muss lediglich an die eigenen Gegebenheiten angepasst werden und kann mitsamt einem entsprechenden Foto aus der Facebook-Galerie verwendet werden.

Weiterführende Informationen

Umwelt-Gemeinde-Service der eNu
Tel. +43 (0) 2742 22 14 44
gemeindeservice@enu.at

Mustertext für Gemeindemedien
Eindrücke des Tages im Facebook-Fotoalbum

Letzte Aktualisierung: 10.04.2017