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Nachberichte

Energie- und Umwelt-Gemeinde-Tag 2015 - Nachbericht

Am 18. September 2015 kamen über 300 Gemeindevertreter zu Niederösterreichs größtem kommunalen Fachtag, dem „Energie- und Umwelt-Gemeinde-Tag“.

Energie- & Umwelt-Gemeinde-Tag 2015
© NLK J. Burchhart

Das Motto der Tagung lautete: „100 % ERNEUERBARER STROM - Energiezukunft in der Modellregion Niederösterreich“ Impulse für eine nachhaltige Energiezukunft. Niederösterreich ist kurz davor sein erstes Etappenziel auf dem Weg zur Energiewende zu erreichen: Den gesamten Strombedarf mit Strom aus Erneuerbaren Energien abzudecken. Schon jetzt sind es 98,7 Prozent. Gelungen sei das nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung von Land, Gemeinden und der Bevölkerung, wie Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf in seiner Eröffnungsrede betonte. „Unsere Vision ist klar: Niederösterreich soll zum Vorzeigeland werden. Wir wollen anderen Ländern beweisen, dass es auch ohne teure Energieimporte und gefährliche Atomkraft geht. Ich bin überzeugt, dass wir das Dank der Unterstützung der Gemeinden auch erreichen werden.“

Auch Dr. Ing. Stefan Bofinger, Abteilungsleiter Energiewirtschaft und Systemdesign am Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik verwies in seinem Referat auf die Wichtigkeit sich konkrete Energieziele zu setzen. "Wir werden in Zukunft eine starke Kopplung der Sektoren Strom-Wärme-Verkehr sehen. Diese stellen die Flexibilität für das europäische Energiesystem der Zukunft dar. Allerdings steigt so der Strombedarf bis 2050 auch je nach Region um 50 oder gar 100 Prozent. Umso wichtiger ist der Ausbau Erneuerbarer Energien im Stromsektor“, skizzierte Dr. Ing. Stefan Bofinger die europäische Energiezukunft.

Gemeinden nehmen eine wichtige Vorbildfunktion ein. Der Bereich Photovoltaik verdeutlicht dies sehr gut, wo viele Gemeinden auf den Dächern von Schulen oder Kindergarten eine Photovoltaikanlage errichtet haben, die über ein BürgerInnenbeteiligungsmodell finanziert wurden. „In Niederösterreich haben wir mittlerweile eine regelrechte Energiebewegung“, berichtete Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ. Über 300.000 engagierte Bürgerinnen und Bürger sprechen für sich.

Energie & Umwelt-Gemeinde-Tag zum Nachlesen

Programm zum Energie- und Umwelt-Gemeinde-Tag 2015

  • Sehnsüchte, Nachhaltigkeit und Regionalität
    Josef Wallenberger - Wallenberger & Linhard Regionalberatung GmbH

Europas Energie-Zukunft - erneuerbar, flexibel, sicher?
Dr. Ing. Stefan Bofinger - Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik

Impulsgruppen

Viele weitere Beispiele und Möglichkeiten wie GemeindevertreterInnen konkret in ihrem Wirkungsbereich für eine energieeffiziente und nachhaltige Zukunft  arbeiten können wurde nach den Referaten in 5 Impulsgruppen aufgezeigt:

Impuls 1: 100 % erneuerbarer Strom

Zusammenfassung der Impulsgruppe 1

Dr. Herbert Greisberger - eNu, Der Weg zum NÖ Energieziel

Herbert Stava - Energiepark Bruck / Leitha, Praxisbeispiel „100% erneuerbare Energieregion"

Impuls 2: Ressource Boden - Potenziale und Handlungsmöglichkeiten der Gemeinde

Zusammenfassung der Impulsgruppe 2

DI Thomas Mitterstöger und Robert Kraner - eNu, Handlungsfelder im Wirkungsbereich der Gemeinden

DI Andreas Zbiral - Natur im Garten, Ökologische Grünraumpflege: Die Gemeinde hat es in ihrer Hand

Dipl.-Wirt. Ing. Leopold Bösmüller, BA und Ing. Erwin Hoffmann - Stadtgemeinde Mistelbach, Praxisbeispiel "Mistelbach"

Impuls 3: Beschaffungsservice NÖ – ein Beispiel macht Schule

Zusammenfassung der Impulsgruppe 3

DI Thomas Steiner - Amt der NÖ Landsreg., Abt. Umwelt- und Energiewirtschaft, Bedeutung der Beschaffung auf Marktentwicklung, Kosteneffizienz und Regionalität

Dipl.-Päd.in Christa Ruspeckhofer - eNu, Beschaffungsservice NÖ - Ein Beispiel macht Schule

  • EB Reinhard Büchl - Gemeinde Schwarzenbach an der Pielach, LED-Sammelbestellung: Einbindung der Gemeinden ist Schlüssel zum Erfolg

Impuls 4: UMWELT.GEMEINDE.RAT. - BürgerInnen mitnehmen leicht gemacht

Zusammenfassung der Impulsgruppe 4

DI Astrid Huber und Martin Ruhrhofer, BA - eNu, Professionelle Öffentlichkeitsarbeit in der Gemeinde ist plan- und machbar

AL UGR Gottfried Auer - Markttgemeinde Rabenstein an der Pielach, Praxisbeispiele

Impuls 5: Flächenschonende Örtliche Raumplanung

Zusammenfassung der Impulsgruppe 5

LAbg Bgm. Anton Kasser - Marktgemeinde Allhartsberg, Praxisbeispiel

DI Susanne Supper - eNu, SReg: Stadtgebietsentwicklung nach Smart City-Kriterien

DI Gilbert Pomaroli - Amt der NÖ Landesreg., Abt. Raumordnung und Regionalpolitik, Möglichkeiten der Raumordnung zur flächen-/bodenschonenden Entwicklung

Gemeinde-Zeitungs-Vorlagen als Service für die Bewusstseinsbildung

Ein besonderes Highlight des Rahmenprogrammes war die mobile Gemeindezeitungsredaktion der Energie- und Umweltagentur NÖ. Die TagungsteilnehmerInnen wurden eingeladen professionelle Fotos zu den Themen „NÖ Heckentag 2015“ und der  „Gebäudeplakette Ausgezeichnet gebaut in NÖ“.
 

Fotogalerie - Eindrücke vom Tag

Weiterführende Informationen

Umwelt-Gemeinde-Service der eNu
Tel. +43 (0) 2742 22 14 44
gemeindeservice@enu.at

Letzte Aktualisierung: 23.12.2015