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Wasserversorgungsanlagen

Errichtung eines Schachtbrunnens

Bei der Errichtung von Wasserversorgungsanlagen sind einige Grundlagen zu berücksichtigen, um eine Verunreinigung des Wassers zu vermeiden.

Schachtausführung

Die Brunnenringe müssen so gesetzt werden, dass die hochgezogene Feder am oberen Rand des Ringes innen liegt. Dadurch wird das Einsickern von Oberflächenwasser erschwert. Eine zusätzliche Abdichtung erfolgt durch das Versetzen der Betonringe in Zementmörtel. Das Verputzen der Fugen von innen erlaubt eine bessere Reinigung der Schachtinnenwand. Sämtliche Schachtdurchführungen von Rohr- und Stromleitungen sind mit Zementmörtel abzudichten.

Damit bei starken Niederschlägen und bei der Schneeschmelze ein Fluten des Brunnens verhindert wird, muss der Brunnen mindestens 30 Zentimeter über das Geländeniveau hinausragen. Um eine gute Wasserqualität zu gewährleisten, ist ein Versickern von Oberflächenwasser in der Nähe des Brunnens zu verhindern. Vermeiden Sie eine Geländemulde um den Brunnenschacht herum und Sickerschächte für Regenwasser in unmittelbarer Brunnennähe. Ein sogenannter Lehmschlag leitet Niederschlags- und Schmelzwasser vom Brunnen weg. Er soll trichterförmig um den Brunnenschacht bis in eine Tiefe von 1,5 bis 2,0 Meter lagenweise und verdichtet angebracht werden. An der tiefsten Stelle soll der Lehmschlag noch 0,5 Meter breit sein. Damit der Niederschlag vom Brunnen wegfließen kann, muss der Lehmschlag im Geländeniveau von der Brunnenwand weg schräg abfallen. Der Lehmschlag sollte mit einer dünnen Humusschicht bedeckt und mit einer Grasmischung begrünt werden und ist regelmäßig zu mähen.

Brunnenabdeckung

Die Brunnenabdeckung soll aus einem ungeteilten Betondeckel mit einer vorgefertigten Einstiegsöffnung für Wartungsarbeiten (Mindestgröße 70 x 70 Zentimeter) bestehen. Grundsätzlich soll der Deckel einen größeren Durchmesser als die Betonringe haben und dicht in Zementmörtel oder Brunnenschaum gelegt werden, denn der Brunnen soll gegen Oberflächenwasser dicht sein. Auf der Deckeloberseite sammeln sich im Laufe der Zeit Schmutz und Vogelkot an, welche bei jedem Regenschauer abgewaschen werden. Würde der Deckel nicht überstehen, sondern bündig mit dem Brunnenring abschließen, so kann das so verunreinigte Wasser durch etwaige Alterungsrisse und Spalten leichter in den Brunnen eindringen.

Die Einstiegsöffnung ist meist aus verzinktem Blech, aber auch in Nirosta oder Aluminium erhältlich. Sie soll versperrbar sein und einen Belüftungspilz aufweisen. Dieser muss durch ein insektendichtes Netz (Maschenweite ca. ein Millimeter) gesichert sein. Die Wartungsöffnung muss auch abgedichtet werden, am besten durch eine auf den Rahmen aufsteckbare Gummilippe.