hintergrundbild

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden (weitere Informationen).

Herbstzeit – Erntedank - Nachhaltigkeit

Beim Prinzip der Nachhaltigkeit geht es darum, die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten und die Güter der Erde gerecht zu teilen.

Weinstöcke
© Malgorzata Kistryn - Fotolia.com

Vom 1. September (Tag der Schöpfung in der orthodoxen Kirche) bis 4. Oktober (Gedenktag des Hl. Franz von Assisi) dauert im Kirchenjahr die Schöpfungs-Zeit. Das Anliegen um die Bewahrung der Schöpfung wird aufgegriffen. In diese Zeit wird auch Erntedank gefeiert. Für die Industriegesellschaft ist der Lebensbezug dieses Festes weitgehend abhanden gekommen. Alles scheint – technisch – machbar, alles kann gesteuert, kontrolliert werden.

Nachhaltigkeit

Die kursächsische Forstordnung formulierte 1560 erstmals das „Prinzip der Nachhaltigkeit“, nicht mehr Holz zu benutzen, als in den Wäldern auf Dauern nachwachsen kann. Der Forstwirt Hans Carl von Carlowitz prägte den Begriff und beschrieb das Dreieck von ökologischem Gleichgewicht, ökonomischer Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit.
Carlowitz erkannte schon damals, dass Effizienz, Lebenskultur und Innovation zusammen gehören.

Einfach-Gut-Leben

Der Verbrauch natürlicher Ressourcen kann langfristig und in ausreichendem Maße nur gesenkt werden, wenn technologische Effizienz und Innovation mit Lebensstiländerungen zusammenwirken.
Ein einfacheres Leben kann befreiend, erleichternd, ja beglückend sein und anderen Menschen als Ermutigung und Vorbild dienen. Jede/r Einzelne kann mit dem anfangen, das ihm oder ihr am leichtesten fällt oder wo er/sie den größten Handlungsbedarf sieht:

  • Mobilitätsverhalten ändern: kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad; keine Kurzzeit-Reisen mit dem Flugzeug)
  • Ernährungsgewohnheiten ändern (Produkte aus der Region und Saison; ökologisch erzeugte Lebensmittel; Fairtrade-Produkte einkaufen; fleischlosen Gerichten den Vorzug geben)
  • Umgang mit Energie bewusst machen und bewusst gestalten (energieverbrauchsoptimierte Geräte; richtiges Lüften und Heizen; Ökostrom; Standby-Geräte komplett abschalten, Wärmedämmung; Solarenergie)
     

Weiterführende links

Theologische Umweltgespräche 2012