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Holz – ein Baustein der Energiewende

Ökosysteme wie der Wald können gewaltige Mengen an Kohlenstoff speichern und wertvolle Energie liefern. 40 % der niederösterreichischen Landesfläche sind mit Wäldern bedeckt. Der daraus gewonnene Brennstoff liefert einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung und damit zur Energiewende.

Holzstoß
© C. Greinöcker

Der hohe Anteil an Erneuerbaren Energien in Niederösterreich ist ohne die Nutzung von Biomasse nicht vorstellbar. Scheitholz und Holzprodukte wie Hackschnitzel oder Pellets werden vor allem im Wärmebereich, teilweise über Fernwärme eingesetzt. Heizkraftwerke nutzen ebenfalls Holz zur Stromerzeugung.

Die Verbrennung von Holz ist klimaneutral: Das Kohlendioxid, das bei der Verbrennung frei wird, hat der Baum vorher beim Wachstum aufgenommen. In Zeiten des Klimaschutzes ist es daher nur logisch Biomasse statt fossiler Energieträger einzusetzen. Die NiederösterreicherInnen machen gerne Gebrauch davon und haben die Holzheizungen für sich entdeckt.

Jeder Vierte heizt mit Holz

Etwa ein Viertel der NÖ Haushalte heizen mit Holz, Hackschnitzel oder Pellets. Der Anteil der Holzheizungen ist damit höher als im Rest Österreichs, wo er bei etwa 19 Prozent liegt. Die 170.000 Holzheizungen in privaten Haushalten decken gemeinsam mit der Wärme aus den mit Holzprodukten betriebenen niederösterreichischen Nahwärmekraftwerken ungefähr ein Drittel des Wärmebedarfs der NÖ Haushalte ab.

Holz liefert auch Strom

Viele der NÖ Kraftwerke liefern auf Basis von Holzabfall auch Strom: Insgesamt sind es 650 Millionen Kilowattstunden. Das sind sechs Prozent des elektrischen Endenergieverbrauchs in Niederösterreich. Zum Vergleich: Die niederösterreichischen Windkraftwerke liefern übers Jahr betrachtet knapp ein Viertel des Strombedarfs, die Photovoltaik-Anlagen in etwa zwei Prozent, mit steigender Tendenz. Der Energie-Live-Ticker der Energiebewegung NÖ zeigt, wie viel Strom gerade aus erneuerbaren Energien erzeugt wird – die dort grün dargestellte Biomasse geht aber über den Energieträger Holz hinaus und enthält z.B. auch mit Stroh und Biogas betriebene Kraftwerke.

Energiewende im Raumwärmebereich

Holzheizungen könnten alte Öl- und Gasheizungen ersetzen. Das würde die Kohlendioxid-Emissionen der fossilen Energieträger vermeiden. Brennstoff für die neuen Holzheizungen gäbe es genug: Noch immer wächst in Niederösterreich mehr Holz nach, als benötigt wird. Die beste Energie ist aber immer noch die Energie, die nicht verbraucht wird. Deshalb lohnt sich vor dem Heizungstausch die thermische Sanierung des Gebäudes. Die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien im Raumwärmebereich würde so noch schneller gelingen.

Weitere Informationen:

Land NÖ: Niederösterreichs Wald in Zahlen
Pressedienst des Landes NÖ: Holzanteil bei Bauprojekten soll weiter gesteigert werden

Letzte Aktualisierung: 23.03.2017