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Kennen Sie die Bekassine?

Endlich ist der Frühling da - die schönste Zeit, um die heimische Natur zu beobachten. Ob Eibe, Schlingnatter, Leberblümchen oder Bekassine, sie alle zählen zu den Tier- und Pflanzenarten des Jahres 2013.

Bekassine
© rofus - Fotolia.com

Um Bewusstsein für gefährdete Arten sowie Lebensräume zu schaffen, werden regelmäßig Pflanzen und Tiere zur „Natur des Jahres“ ernannt. Bei der Wahl arbeiten diverse Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen – teilweise werden Arten für den gesamten deutschsprachigen Raum gewählt, teilweise unterscheiden sie sich, je nach thematischem Hintergrund.

Baum des Jahres: die Eibe
Es handelt sich bei der Eibe um einen immergrünen, fünf bis 15 m hohen Nadelbaum, der auf kalkreichen, schattigen und luftfeuchten Steilhangwäldern vorkommt. Aufgrund ihrer extensiven Nutzung im Mittelalter, dem starken Wildverbiss sowie ihrem langsamen Wachstum wird die Eibe als schützenswert eingestuft.

Fisch des Jahres: die Seeforelle
In den Fünfzigerjahren war die Seeforelle fischereiwirtschaftlich interessant, doch die Bestände sind stark zurückgegangen. Sie gehört zur Familie der Lachse und ist in tiefen Seen heimisch. Zum Laichen wandert sie im Herbst in die Zu- und Abflüsse ihrer Wohngewässer. Aktuell wird an gezielten Maßnahmen gearbeitet, die der Seeforelle ihren Lebensraum zurückgeben sollen.

Reptil des Jahres: die Schlingnatter 
Sie ist eine relativ kleine (60 – 75 cm), ungiftige Natter, die aufgrund ihrer Rückenzeichnung oft mit der Kreuzotter verwechselt wird. Sie lebt in Gebieten mit deckungsreicher Vegetation, vielen Sonnenplätzen und Verstecken, ihr Lebensraum wird mehr und mehr zerstört. Bevor die Schlingnatter ihre Beute verschlingt, packt sie sie blitzschnell und hindert sie durch mehrfaches Umschlingen am Atmen.

Vogel des Jahres: die Bekassine
Sie wird aufgrund der Laute, welche die Männchen im Balzflug durch das in die Tiefe stürzen mit abgespreizten Federn erzeugen, auch Himmelsziege genannt. Sie ist eine vom Aussterben bedrohte Schnepfenart, deren Lebensräume Feuchtwiesen und Moore sind. Mit ihrem langen Schnabel sucht die Bekassine gekonnt in der obersten Schicht feuchter Böden nach Nahrung. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und die Entwässerung von Grünland verringert sich der Lebensraum der Bekassine.

Blume des Jahres: das Leberblümchen
Das Leberblümchen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und die blauvioletten Blüten kündigen den Frühling an. Es wächst vor allem in der schattigen Krautschicht alter Buchen- und Eichenwälder. Die Blume stellt hohe Ansprüche an den Boden und verbreitet sich nur langsam, da der Samen von Ameisen weitergetragen wird.

Insekt des Jahres: die gebänderte Flussköcherfliege
Sie ähnelt aufgrund ihrer Größe und der braunen Färbung und Gestalt einer Motte, ist aber mit den Schmetterlingen verwandt. Sie hat keine schuppig-staubigen Flügel und auch der markante Saugrüssel zur Nahrungsaufnahme fehlt.

Moos des Jahres: das Brunnenlebermoos
Es zeichnet sich durch seine bandförmigen, nicht in Stamm und Blättchen gegliederten Lager aus und ist sehr auffällig. Das Brunnenle-bermoos wächst meist an feuchten Standorten sowie am Grund von Mauern oder Bachrändern.

Weichtier des Jahres: die Flussmuschel
Sie gilt als vom Aussterben bedroht, er-reicht eine Länge von 7-12 cm und ist dunkelbraun-schwarz gefärbt. Sie reagiert sehr sensibel auf Gewässerverunreinigungen und zeichnet sich durch eine enge Bindung an Wirtsfische aus.

Weiterführende Infos

Auf der Homepage www.naturland-noe.at finden Sie sämtliche Informationen über die heimische Natur und auch über Möglichkeiten sich für den Umwelt- und Artenschutz zu engagieren!