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Kopfläuse natürlich bekämpfen

Wenn der Kopf juckt, können Kopfläuse die Ursache dafür sein. Besonders Kinder sind häufig davon betroffen. Um die lästigen Tiere wieder loszuwerden, gibt es alternative Methoden und bewährte Hausmittel.

Jugendlicher mit Kopfläusen
© Klaus Eppele - Fotolia.com

Kinder stecken gerne die Köpfe zusammen, im Kindergarten, in der Schule und auf dem Spielplatz. Ein „gefundenes Fressen“ für die Kopflaus, die nicht springen, sondern nur kriechen kann. Die kleinen Blutsauger stechen alle zwei bis drei Stunden und geben dabei Substanzen in die Haut ab, die allergische Reaktionen hervorrufen. Wer kratzt, riskiert eine Entzündung.

Kopfläuse sind ca. 3 Millimeter lange, durchsichtige Tiere, die sich nach der ersten Nahrungsaufnahme graubraun bis rötlich verfärben. Sie nisten bevorzugt an den Schläfen, hinter den Ohren und im Nackenbereich. Dort legt jedes Weibchen bis zu 250 rundliche, weiß-graue Eier ab, die an den Haaren festkleben.

Zwei bis drei Tiere reichen aus, um eine Epidemie auszulösen. Deshalb ist es wichtig, den Befall im Umkreis zu melden und auch im Kindergarten oder in der Schule Bescheid zu geben. Familienmitglieder und enge Kontaktpersonen sollten sich selbst untersuchen und in den nächsten zwei Wochen nachkontrollieren. Viel gefährlicher als die Kopfläuse selbst sind die Mittel dagegen. Deshalb lieber auf alternative Methoden und Hausmittel zurückgreifen.

Natürliche Mittel gegen die Laus

Vorbeugend kann ein Shampoo aus Weidenrinde verwendet werden. Ist die Laus bereits auf dem Vormarsch, hilft am besten ein elektrischer Lauskamm, um sie wieder loszuwerden. Zwischen seinen Zinken baut sich elektrische Spannung auf, die die Laus tötet. Für Menschen ist die Spannung ungefährlich. An den Geräuschen des Geräts lässt sich feststellen, ob eine Laus erwischt wurde. Regelmäßig damit kämmen bis keine Läuse, Eier und Nissen mehr zu entdecken sind. Für alle während der Behandlung verwendeten Kämme und Bürsten gilt: sofort reinigen. Auskochen am Schluss ist nicht notwendig.

Ein gutes Hausmittel ist die Essigspülung. Dazu einen 5%igen Haushaltsessig mit lauwarmem Wasser im Verhältnis 1:1 mischen, einmassieren und den Kopf mit einem in Essigwasser getränkten Handtuch umwickeln. Nach einer Stunde die toten Läuse und Nissen auskämmen. In den nächsten acht Tagen ein Mal täglich wiederholen. Auch Mayonnaise mit 80 Prozent Fettgehalt circa 2 Stunden in das Haar einwirken lassen hilft. Unter den Shampoos sind Produkte mit Neem-Extrakt oder Soja- und Kokosöl zu empfehlen. Richtig ungemütlich wird es für Kopfläuse unter einer Trockenhaube. Dazu eine Duschhaube aufsetzen und damit 45 Minuten lang unter die Haube.


Lausbefall, ein Hygieneproblem?

Kopfläuse kommen sehr häufig vor und haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Bei einem Befall ist es daher sinnvoll, nur die Bettwäsche, das Handtuch und die Kleidung, die während der Behandlung getragen wurde, bei 60 Grad zu waschen. Hitzeempfindliche Mützen und Wollschals 24 Stunden lang in die Tiefkühltruhe, oder im Winter zwei Wochen lang ins Freie legen.