hintergrundbild

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden (weitere Informationen).

Newsletter-Archiv

Kühles Heim, Glück allein!

Der richtige Mix aus Sonnenschutz, Lüftung und massiven Bauteilen bringt angenehme Raumtemperaturen - auch an Hundstagen. Wer folgende Punkte berücksichtigt, kann den Sommer zu Hause genießen.

Gut beschattetes Haus
© M. Komarek

Nachts lüften

Halten Sie an Hitzetagen tagsüber die Fenster geschlossen, nur so bleibt die warme Luft draußen. Gelüftet wird erst in der Nacht, dafür aber richtig, am besten werden alle Fenster aufgerissen um die kalte Nachtluft hereinzuholen.

Hitzefalle Fenster

Damit sich Ihre Fenster im Sommer nicht zu Hitzefallen entwickeln, müssen Sie verschattet werden. Vor allem Glasflächen nach Süd-Ost und Süd-West sowie Dachflächenfenster sind stark gefährdet. Rollos, Gardinen und Jalousien auf der Innenseite des Fensters schützen zwar vor neugierigen Blicken, aber kaum vor Sonneneinstrahlung. Sie halten nur ein Viertel der Sonnenenergie ab. Vorteil: Diese Systeme sind witterungsunabhängig und leicht auch nachträglich zu installieren.

Etwas besser ist die Bilanz, wenn man den Sonnenschutz zwischen den Fensterscheiben integriert. Damit kann schon fast die Hälfte der Sonnenenergie abgehalten werden.

Außenbeschattung der Fenster besonders wirkungsvoll

Am Fenster angebrachte außen liegende Beschattungssysteme wie Jalousien, Rollläden oder textile Systeme sind sehr effektiv: Sie halten bis zu drei Viertel der Sonnenenergie ab. Bei einem Fenstertausch oder der Erneuerung der Fassade können diese Systeme auch nachgerüstet werden. Ein wärmebrückenfreier Einbau ist für die Wintermonate besonders wichtig, die Wärmedämmung darf nicht durch Rollladenkästen oder andere Bauteile unterbrochen werden.

Als weitere Alternative gibt es auch Möglichkeiten einen unbeweglichen Sonnenschutz zu planen: Gut durchdachte Dach- oder Balkonvorsprünge halten bei genau nach Süden ausgerichteten Fenstern mehr als zwei Drittel der Einstrahlung ab. Im Winter erwärmt die tief stehende Sonne den Innenraum, bei hoch stehender Sommersonne werden die Fenster durch den Vorsprung automatisch verschattet. Die Überstandstiefe sollte unter 1,25 Metern liegen, damit an bedeckten Tagen nicht zu viel Tageslicht ausgeblendet wird.

Laubbäume sind ebenfalls gute Schattenspender im Sommer. In der kalten Jahreszeit verlieren sie ihr schützendes Blätterwerk und lassen die Sonnenstrahlen durch.

Speichermasse hilft

Massive Bauteile, wie zum Beispiel Beton, Estriche und gemauerte Wände puffern Temperaturspitzen ab und stabilisieren die Raumtemperatur. Je schwerer die innen liegenden Baustoffe sind, desto langsamer steigt die Innentemperatur bei längeren Hitzeperioden. Gut geplant wird die notwendige Speichermasse sowohl im Massivbau, als auch im Leichtbau erreicht. Prinzipiell gilt: Materialien mit guten Wärmedämmeigenschaften haben wenig Speichermasse und umgekehrt.

Schutzschild Wärmedämmung

Gute Wärmedämmung hält die Sommerhitze draußen - die Speichermasse im Inneren bleibt kühl. Speziell bei hitzegefährdeten Konstruktionen wie Dachschrägen und Flachdächern ist die Wärmedämmung ein Schutzschild gegen die Hitze.

Energieeffiziente Geräte

Wärme kommt nicht nur von außen: Elektrische Geräte und ungedämmte Warmwasserleitungen heizen die Räume ebenfalls auf. Deshalb sollte man stromsparende Geräte und Energiesparlampen verwenden. Die Dämmung für Warmwasserrohre ist kostengünstig und kann leicht selber montiert werden.

Sommertauglichkeit berechnen

Der Grundstein für angenehme Raumtemperaturen wird bereits bei der Planung gelegt. Sommerliche Überwärmung kann mittels ÖNORM B 8110 T.3 berechnet werden. Wer neu baut, sollte diese Berechnung daher unbedingt vom Planer bzw. der Planerin einfordern.

Klimaanlage

Wenn Sie trotz baulicher Maßnahmen nicht auf eine Klimaanlage verzichten möchten, sollten Sie unbedingt auf die Qualität und die Energieeffizienz der eingesetzten Geräte achten. Nähere Informationen dazu erhalten Sie auf der Website der Energieberatung NÖ.

Weiterführender Link:

www.energieberatung-noe.at

Letzte Aktualisierung: 14.10.2016