hintergrundbild

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden (weitere Informationen).

Pressemeldungen

Müssen die Lizenzverlängerung in Dukovany verhindern!

Presseaussendung, 6.7.2017

Atomenergie Nein Danke!
© eNu

Mit 28. Juni 2017 erlangte das AKW Dukovany eine neue Betriebslizenz für den Reaktorblock 2. Damit tritt der 1986 in Betrieb genommene Reaktorblock – nach Rechtskraft der Entscheidung – in den Langzeitbetrieb über.

Wie bekannt geworden ist, erteilte die tschechische Atom-Aufsichtsbehörde SÚJB eine neue Betriebslizenz für den Reaktorblock 2 des tschechischen AKW Dukovany. Rechtskräftig wird diese Verlängerung für Block 2 in wenigen Tagen. Laut Informationen hat in dieser Frist der Dukovany-Betreiber ČEZ Zeit, zu berufen. Erst bei Eintritt der Rechtskraft werden die Details der Laufzeitverlängerung auf der Webseite der tschechischen Atom-Aufsichtsbehörde veröffentlicht. Laut tschechischen Vorab-Meldungen sind viele Sicherheits-Auflagen erst im Lauf der nächsten Jahre nachzureichen. Im Vorjahr wurde schon die Laufzeit des Blocks 1 verlängert, und das trotz schon bisher eklatanter Sicherheitsprobleme und dem Verdacht manipulierter Schweißnaht-Überprüfungen.

LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf: „Als benachbartes Bundesland ist es erschütternd, dass wir in diese Entscheidung nicht direkt eingebunden sind. Ich fordere zumindest eine europäische UVP-Pflicht auch bei Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken! Viel besser wäre der generelle Komplettausstieg aus der gefährlichen Atomkraft. Dass das möglich ist, zeigt Niederösterreich schon, wir decken 100 Prozent unseres Strombedarfs mit Erneuerbarer Energie.“

Jetzt gegen Atommüll-Endlager an der niederösterreichischen Grenze unterschreiben
Der im Jahr 1986 in Betrieb genommene Reaktorblock 2 hat nach 30 Jahren sein ursprünglich geplantes Laufzeitende bereits erreicht. Dennoch wird Block 2 in Dukovany durch diese neue, auf unbestimmte Zeit erteilte Betriebsgenehmigung in den sogenannten Langzeitbetrieb übertreten. Auch die Fragen der Endlagerung sind ungeklärt, die tschechischen Nachbarn befinden sich gerade in der Suche nach möglichen Standorten, auch in direkter Nähe zu unserem Bundesland. Dagegen hat Niederösterreich vor wenigen Wochen eine Unterschriftenaktion unter www.energiebewegung.at   gestartet. Gegen den Ausbau des AKW Dukovany hat Pernkopf bereits gemeinsam mit 64.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern eine sehr kritische UVP-Stellungnahme eingebracht, die das Verfahren jedenfalls auch verzögern wird. Und solange die Verfahren nicht abgeschlossen sind kann jedenfalls auch nicht ausgebaut werden.

Auf www.energiebewegung.at/atommuell kann man einfach online unterschreiben. Unterschriftenlisten wurden bereits an alle Gemeinden versandt. Jede Unterschrift zählt!

Weitere Informationen: www.energiebewegung.at

Für Rückfragen:
Michael Strasser
Energie- und Umweltagentur NÖ
Mobil: 0664/8238474
michael.strasser@enu.at, www.enu.at

Foto 1_ Atomenergie - Nein Danke!

Bildnachweis: eNu

Hier finden Sie die Bilder zum kostenlosen Download: Pressefotos

Bitte verwenden Sie das Bild nur in Zusammenhang mit dem Artikel.