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e-Mobilität Feldversuch

Wir sind bereits mitten im e-mobilen Zeitalter. Wie die elektromobile Zukunft aussieht, soll nun ein Feldversuch in einer Einfamilienhaus-Siedlung in Seitenstetten zeigen. Dort testen 18 Haushalte ein Elektro-Fahrzeug im Alltag.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und die TeilnehmerInnen des Projekts waren begeistert von ihren e-Autos
© NLK Burchhart

Von 25. September bis 3. November kommen insgesamt 23 e-Autos in der Lehensiedlung in Seitenstetten täglich zum Einsatz. 28 Personen in 18 Haushalten haben sich verpflichtet alle Wege nach Möglichkeit elektrisch zurückzulegen und ihre Erfahrungen detailliert aufzuzeichnen.

Schafft das unser Netz?

Grundsätzlich soll die Aufbringung von Strom für die Elektrofahrzeuge in Zukunft kein Problem darstellen. Eine moderne Windkraftanlage erzeugt beispielsweise genügend Strom für 3.200 Fahrzeuge und ca. 15 m² PV-Paneele stellen jene Strommenge bereit, die ein herkömmliches Elektroauto pro Jahr verbraucht und das über 25 bis 30 Jahre lang.

Allerdings benötigen e-Autos Strom aus den Verteilnetzen und verfügen teilweise über sehr hohe Ladeleistungen, die die Stromnetze belasten. Die EVN unterstützt mit ihrer 100 %-Tochter Netz NÖ das Projekt. Da in der Lehensiedlung eine sehr hohe Dichte an Photovoltaikanlagen vorliegt, wurde in diesem Versorgungsgebiet ein regelbarer Ortsnetztrafo installiert.

Ladung

Die Ladung der Fahrzeuge erfolgt über eigens für den Test adaptierte Ladestationen. Die Wallboxen bzw. Ladeeinrichtungen der Firmen Keba, Schrack und Dinitech sind mit Netzschutzeinrichtungen ausgestattet und können selbständig die Ladeleistung anpassen. Die gewählten Einstellungen können umprogrammiert werden, es soll jedenfalls sichergestellt sein, dass auch bei gleichzeitigem Laden an vielen Punkten die Versorgungssicherheit gewährt bleibt.

v.l.n.r.: Bgm. Johann Spreitzer, Christa Ruspeckhofer Prokuristin der Energie- und Umweltagentur NÖ, Martina, Stefan, Jakob und Stefan Krondorfer, Herbert Greisberger Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ
© eNu

Ziele des Feldversuchs

Vorrangiges Ziel ist es, Elektromobilität 2030 bis 2050 mit der Infrastruktur von heute zu testen. Die Entwicklung von Ladestationen soll gezielt unterstützt werden und auch eventuelle Schwachstellen im System e-Auto – Ladeeinheit – Stromnetz aufgezeigt werden.

Möglich gemacht wird der Feldversuch durch das Amt der NÖ Landesregierung – Abteilung Umwelt- und Energiewirtschaft, die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur, EVN, KEBA, Schrack und DiniTech.

Weiterführende Links

Wir-leben-nachhaltig Blog: Erfahrungsberichte eines Teilnehmers
Energieberatung NÖ: E-Auto-Faktencheck