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NÖ Energiewetter im Juli 2015

Im Juli wurden 85 Prozent unseres Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energieträgern produziert!

NÖ Karte
© U. Pachinger

Nach den Überschussmonaten April, Mai und Juni konnten im Juli nur 85 Prozent unseres Stromes aus Erneuerbarer Energie (EE) bereitgestellt werden. Nur im Monat Februar hatten wir noch weniger Deckung aus Erneuerbarer Energie, in den übrigen Monaten (Jänner und März bis Juni) war die Deckung höher. Die NÖ Ökostrom-Kraftwerke haben im Juli um ca. 130 Gigawattstunden weniger Ökostrom produziert als insgesamt in Niederösterreich verbraucht wurde.

Sonnenstrom liefert höchsten Beitrag bisher

Die lange Schönwetterphase bewirkte, dass viel Sonnenstrom produziert werden konnte, die Sonne trug 3,1 Prozent für die Stromdeckung bei – die NÖ Sonnenkraftwerke haben alleine im Juli über 26 Gigawattstunden Strom eingespeist! Der Juli wird vermutlich der beste Sonnenstrommonat 2015 werden.

Potential für Photovoltaik in NÖ

Sonnenstrom fällt immer am Tag an. Untertags haben wir, verglichen mit der Nacht, einen deutlich höheren Stromverbrauch (siehe EE-Live-Ticker auf www.energiebewegung.at). Diese Tatsache ist also mit ein Grund, warum der Ausbau der Stromproduktion aus Photovoltaik-Anlagen so begrüßenswert ist! Derzeit gibt es in Niederösterreich 25.000 PV-Anlagen bei gleichzeitig 697.000 Haushalten (Stand 2014). Es besteht also noch erhebliches Potenzial, um die Stromproduktion im Sommer zu erhöhen! Grob gesprochen haben erst rund 3,6 Prozent der niederösterreichischen Haushalte eine PV-Anlage.

Viel Wasser zu Beginn des Monats

In den beiden vorangegangenen Monaten konnte die Wasserkraft unseren Stromverbrauch zu 73,6 Prozent bzw. zu 78,6 Prozent decken. Anfang Juli war die Versorgung aus Wasserkraft noch sehr gut, die ausbleibenden Regenfälle beziehungsweise der Rekordsommer haben jedoch den Wassernachschub ausbleiben lassen. Die Deckung aus Wasserkraft erreichte letztlich „nur“ 62,3 Prozent.

Am 1. Juli war für unsere Wasserkraftwerkte der stärkste Julitag, am 20. Juli kamen sie nur auf 66,3 Prozent vom Maximalwert. Langanhaltende Trockenheit und hohe Temperatur (z. B. heißester Tag der Messgeschichte, also seit 1877 in Innsbruck; in Wien wärmste Nacht der Messgeschichte, also seit 1872; höchste Frühtemperatur in Niederösterreich – Datenquelle ZAMG) haben eben auch auf die Stromproduktion ihre Auswirkung. Der Regenfall am Monatsende hat wieder zu etwas höheren Durchflussmengen und daher auch zu etwas höherer Stromproduktion aus Wasserkraft geführt.

Die sinkenden Erträge aus Wasserkraft konnten von den anderen Energieträgern nicht wettgemacht werden. Windkraft ist auf dem geringen Niveau des Vormonats – Photovoltaik hat erneut leicht zugelegt.

Was können Sie dazu beitragen?

Energieeffizienz zahlt sich aus, denn der Strom, der nicht verbraucht wird, muss auch nicht erzeugt werden. Jeder Beitrag zählt: Vom Austauschen ineffizienter Glühlampen oder Hausgeräte bis zum Vermeiden des Standby-Verbrauchs. Wer möchte, kann auch selber Strom produzieren: Photovoltaik-Anlagen wandeln die Sonnenergie direkt in elektrischen Strom um. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, lassen Sie sich von den Projekten der EnergiebotschafterInnen inspirieren oder werden Sie Strom-Spar-Familie.

NÖ Energiemix Juli 2015
© J. Gansch/eNu

Mit dem Energie-Ticker auf www.energiebewegung.at können Sie zu jeder Tageszeit live mitverfolgen, wie viel Strom gerade verbraucht wird und wie viel davon aus Erneuerbaren Energieträgern stammt.

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Weiterführende Informationen

Niederösterreich setzt auf sauberen Strom
www.energiebewegung.at
www.strom-spar-familie.at
www.zamg.ac.at
 

Letzte Aktualisierung: 11.03.2016