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NÖ Naturdenkmäler im Mostviertel

Naturjuwele erstmals elektronisch erfasst
Medieninformation der Energie- und Umweltagentur NÖ, 26. Februar 2015

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© Robert Herbst

Seit Kurzem sind die 1.400 Naturdenkmäler Niederösterreichs elektronisch erfasst. Die Erhaltung von Naturdenkmälern ist vor allem aufgrund ihrer wissenschaftlichen, historischen oder kulturellen Bedeutung wichtig. Außerdem prägen sie die Schönheit des niederösterreichischen Landschaftsbildes.

In Niederösterreich sind neben den über 1.100 Einzelbäumen, Baumgruppen, Alleen und Parks auch Quellen, Wasserfälle, Höhlen, markante Felsbildungen oder Schluchten gemäß NÖ Naturschutzgesetz als so genannte Naturdenkmäler ausgewiesen. „Unser Naturland Niederösterreich ist reich an schützenswerten Flächen, von den großen Nationalparks und unserem einzigartigen Wildnisgebiet bis hin zu Kleinoden wie den 1.400 Naturdenkmälern. An diesen Denkmälern dürfen keinerlei Veränderungen oder Eingriffe vorgenommen werden, hier hat die Natur Vorrang“, erklärt Landesrat Dr. Stephan Pernkopf die Besonderheit von Naturdenkmälern. 

Mostviertel reich an Naturdenkmälern
Die Reichenwaldhöhle bei Opponitz ist beispielsweise bereits seit dem Jahr 1963 als Naturdenkmal ausgewiesen. Die insgesamt 510 Meter lange Höhle entstand vermutlich durch Verschiebungen an der Grenze unterschiedlicher Gesteinsschichten. Ihre Unterteilung in drei völlig unterschiedlich gestaltete Äste gibt ihr einen besonderen wissenschaftlichen Stellenwert. Charakteristisch für die Reichwaldhöhle sind zahlreiche Sinterterrassen, Wasserbecken und Tropfsteingebilde. Eine Besonderheit ist das sogenannte Refugium - eine große, hallenartige Erweiterung, die etwa 100 Meter vom Höhleneingang entfernt ist.

Für Wanderbegeisterte ein besonderes Erlebnis: die Ysperklamm
In unzähligen kleinen und größeren Wasserfällen stürzt sich die Große Ysper über fast 300 Höhenmeter durch die wildromantische Klamm. Die Klamm hat eine Länge von 1.200 Metern und ist damit die größte Klamm Niederösterreichs. Besonders nach Regenfällen bietet sich in den engen Felsspalten ein imposantes Naturschauspiel. In der Klamm erinnern noch heute Uferschutzbauten an die Zeiten der Holztrift. Die Stämme wurden damals im Ödteich gesammelt und zu bestimmten Zeiten auf der Ysper bis nach Ysperdorf geschwemmt. Zahlreiche Schalensteine und imposante Steinformationen am Druidenweg lassen einstige, frühzeitige keltische Kultstätten vermuten. Nach den Forschungen des Yspertaler Pfarrers Hans Wick sollen in grauer Vorzeit am inneren Steinkreis Treffen von Druiden stattgefunden haben.

Der Trefflingfall – einer der längsten Wasserfälle Niederösterreichs
Am Fuße des knapp 1.300 Meter hohen Turmkogels entspringt der Trefflingbach. Im Gebiet der Gemeinde Puchenstuben bildet er in einer Klamm den bekannten Trefflingfall. Er ist eine der vielen Naturschönheiten im Naturpark Ötscher-Tormäuer. Die eigentliche Klamm mit dem über mehrere Stufen herabstürzenden Wasserfall ist etwa 280 Meter lang, der Höhenunterschied beträgt rund 100 Meter, wobei die einzelnen Kaskaden eine Fallhöhe von maximal 20 Metern aufweisen. Der Bach wirft sich hier in sprühenden Kaskaden tosend in die Tiefe, bildet tiefe Kolke und flache Schotterinseln und mündet schließlich in die Erlauf. Durch die Klamm führt ein 1897 eröffneter, gut ausgebauter und populärer Wanderweg. Metallstege und Brücken führen sicher durch diese Wunderwelt aus Stein und Wasser. Der Eingang der Klamm ist nur zu Fuß zu erreichen.

Naturschutz im Netz
Mit dem neuen elektronischen Naturschutzbuch haben alle Interessierten die Möglichkeit, rasch und unbürokratisch Informationen zu Naturdenkmälern in Niederösterreich zu erhalten. Was bisher in den Naturschutzbüchern der Bezirkshauptmannschaften und des Landes NÖ ruhte, gibt es nun einfach verfügbar im Internet. „In Niederösterreich sind rund 1.400 Naturdenkmäler ausgewiesen, die nun per Mausklick aufgerufen werden können. Nach Bezirken geordnet, gibt es unter dem Link www.noe.gv.at/Umwelt/Naturschutz/Schutzgebiete-und-Naturdenkmaeler/Schutzgebiete_Naturdenkmaeler  zu jedem Naturdenkmal Pläne, Karten, Bescheide und auch Fotos. Am besten gleich informieren, welche Naturdenkmäler in der Nähe zu finden sind und sie als Ziel für den nächsten Ausflug nutzen“, ruft Mag. Franz Maier, Leiter des Bereichs „Natur & Ressourcen“ der Energie- und Umweltagentur NÖ auf. Für Smartphone- und Tablet-UserInnen gibt es außerdem eine hilfreiche App: Die Naturland App ist eine praktische Anwendung, die das Finden von Naturdenkmälern in der Nähe mit nur einem Klick ermöglicht. In Sekundenschnelle zeigt die App Denkmäler verschiedenster Kategorien und liefert Informationen über die niederösterreichischen Schutzgebiete.

Auf der Homepage www.naturland-noe.at finden Interessierte sämtliche Informationen über die heimische Natur, die Tier- und Pflanzenwelt Niederösterreichs und zahlreiche Möglichkeiten selbst einen Beitrag zu Erhalt und Schutz zu leisten! Außerdem gibt es auf www.naturland-noe.at regelmäßig attraktive Gewinnspiele!

Für JournalistInnenrückfragen:
Energie- und Umweltagentur NÖ
Mag.a (FH) Christine Sitter-Penz
Pressereferentin
Tel. 02742 219 19-137
christine.sitter-penz@enu.at, www.enu.at
Foto 1: Landesrat Pernkopf.jpg
Bildnachweis: Weinfranz
Foto 2: Mostviertel_Yspertal_Naturparke Niederösterreich Robert Herbst.jpg
Bildnachweis: Robert Herbst
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