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Obst & Gemüse Haltbarmachen

Die reiche Ernte aus dem Garten als Vorrat für den Winter anzulegen ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Möglichkeiten zum Konservieren gibt es viele, doch welche ist die Richtige?

Einkochen

Wichtig ist, den richtigen Erntezeitpunkt abzuwarten, denn saisonales Obst und Gemüse kann ausreifen und weist so mehr Vitamine und bioaktive Substanzen auf. Neben Frische und Qualität der Zutaten sollte man auch auf absolute Sauberkeit bei der Zubereitung achten.

Je nach Art der Konservierung treten zwar Verluste an Nährstoffen auf, das kann aber mit der Wahl der richtigen Methode gering gehalten werden.

Welche Vorteile hat die Konservierung?

  • Persönliche Geschmacksvorlieben können berücksichtigt werden.
  • Das saisonal große Angebot aus dem eigenen Garten wird sinnvoll verarbeitet und es fallen keine klimabelastenden Transporte an.
  • Beim selber Herstellen weiß man, welche Zutaten verwendet wurden und das Endprodukt keine künstlichen Aromen oder Konservierungsmittel enthält.
  • Beim Haushaltsbudget wird gespart.

 

Praktische Tipps zum Haltbarmachen

Einmachen und Einkochen: Durch die Hitzebehandlung bei 75°C bis 100°C werden Keime abgetötet, die Mineralstoffe und Ballaststoffe im Obst und Gemüse bleiben erhalten, allerdings gehen Vitamine verloren. Probieren Sie neben Marmeladen, Fruchtaufstrichen und Kompotten auch Chutneys und Relishes. Das sind kalte Würzsoßen mit Obst oder Gemüse, Essig, Zucker und Gewürzen.

Einlegen: Als Konservierungsmittel wird Essig, Öl, Salz oder Alkohol verwendet. Für Essiggemüse eignen sich feste Gemüsearten wie Karfiol, Paprika, Pfefferoni, Gurken, Sellerie, Rote Rüben oder Karotten. Beeren und Früchte können in Alkohol eingelegt werden z.B. im Rumtopf. Pestos sind Mischungen aus Öl, gehackten Kräutern und Nüssen.

Trocknen: Die Geschmacks- und Aromastoffe, Mineral- und Ballaststoffe im Obst und Gemüse bleiben erhalten. Gut geeignet sind Karotten, Zwiebeln, Zucchini, Paradeiser, Äpfel, Birnen und Zwetschken. Ein optimales Trocknungsgerät ohne hohen Energieaufwand ist ein Dörrapparat.

Tiefkühlen: Geschmack, Struktur, Farbe und Aroma der Lebensmittel bleiben gut erhalten, es gibt jedoch Verluste an Vitaminen und Mineralstoffen. Fisolen, Karfiol, Erbsen, Zucchini, Beeren, Marillen, Kirschen u.v.m. kann auf Vorrat eingefroren werden. Bei der Neuanschaffung von Gefriergeräten unbedingt auf die Energieeffizienzklasse A++ oder A+++ achten um den Energieverbrauch zu senken.
 

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01.07.2014: Ausg'steckt Is