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Raus aus dem Öl

Ölheizungen und Klimawandel

Die Erderwärmung wird vor allem durch CO2 Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger befeuert. Öl hat hinter Kohle und vor Erdgas den zweithöchsten Emissionswert unter den Brennstoffen. Ein Ausstieg aus den fossilen Energien ist dringend notwendig.

Emissionsfaktoren von Energieträgern im Raumwärmebereich
© eigene Darstellung auf Basisi GEMIS4.94 und OIB Richtlinie 6, 2015

In der Erdatmosphäre hat sich der Anteil an Kohlendioxid seit dem Jahr 1880 von 290 ppm (parts per million) auf über 400 ppm erhöht. Dies bedeutet einen Anstieg um über 70 Prozent. Die Durchschnittstemperatur in Österreich hat sich seitdem um ungefähr zwei Grad erhöht, während sich die globale Durchschnittstemperatur nur um ungefähr ein Grad Celsius erhöht hat. Österreich ist damit aufgrund seiner kontinentalen Lage überdurchschnittlich stark vom Klimawandel betroffen. Schon heute werden Anpassungsmaßnahmen geplant und umgesetzt, damit wir mit der zukünftigen Temperatursteigerung umgehen können.

Der Weltklimarat schätzt, dass zur Erreichung des 2-Grad-Zieles die Kohlendioxidkonzentration in der Erdatmosphäre nicht über 450 ppm steigen darf. 2-Grad-Celsius stellen ein oberes Limit für die Erderwärmung dar. Wird es  überschritten, werden große systemische Veränderungen im Klimasystem wahrscheinlich unumkehrbar. Deshalb wurde dieses Ziel auf der Klimakonferenz in Paris beschlossen.

Öl hat zweithöchsten Emissionsfaktor

Der Energieträger Öl hat vom CO2-Gehalt pro Kilowattstunde her betrachtet den zweithöchsten Emissionsfaktor aller Energieträger. Erdgas schneidet besser ab, muss langfristig aber ebenfalls durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden. Bereits jetzt gibt es zahlreiche nachhaltige Alternativen zur Ölheizung.

570.000 Tonnen CO2 könnten eingespart werden

In ganz Niederösterreich werden im Jahr 2015 fast 2.000 Gigawattstunden Endenergie für die Raumwärme und die Warmwasserbereitstellung1 durch die über 100.000 privaten Ölheizungen verbraucht. Das führte zu einem Ausstoß von über 611.300 Tonnen Kohlendioxidäquivalenten2.

Bei Ersatz dieser Ölheizungen durch Holzheizungen könnten wir über 570.000 Tonnen CO2 pro Jahr sparen, das entspricht...

  • ...dem CO2-Ausstoß von 306.000 Autos oder 30 Prozent der PKWs in Niederösterreich3
  • ...der CO2-Menge, die 320.000 mittelgroße Bäume pro Jahr aufnehmen können4
  • ...der Aufnahmekapazität eines Waldes mit einer Fläche von fast 440 Fußballfeldern

Klimaziele in Niederösterreich

Um langfristig die Klimaziele, wie bei der Klimakonferenz in Paris vereinbart, zu erreichen, müssen noch viele Anstrengungen unternommen werden. Hauptsorgenkind ist der Bereich Mobilität, der für rund ein Viertel der Treibhausgasemissionen in Niederösterreich verantwortlich ist. Bis zum Jahr 2050 müssten das Energiesystem weitgehend emissionsfrei sein. Niederösterreich hat sich deshalb ein Klima- und Energieprogramm und einen Energiefahrplan auferlegt.

Weiterführende Informationen

Woher kommt unser Öl?
Wofür verwenden wir Erdöl?
Heizungstauschmöglichkeiten für Private und Gemeinden
Häufig gestelle Fragen - FAQs

[1] Nutzenergieanalyse, Statistik Austria, 2015
[2] GEMIS 4.94; OIB Richtlinie 6 (2015)
[3] Statistik Austria 2015; VCÖ 2014
[4] Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, 2011;ProHolz Austria 2017