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Atomkraft & Mensch/Gesundheit

Radioaktive Strahlung

Radioaktive Strahlung in hohen Dosen zerstört Zellbausteine und bringt Körperzellen zum Absterben.

In Form von Gammastrahlung als terrestrische Strahlung ist die radioaktive Strahlung auf der Erde allgegenwärtig, allerdings nur in sehr geringen Dosen und für den Menschen in der Regel völlig ungefährlich.

Bei einem nuklearen Störfall können Radionuklide wie zum Beispiel Cäsium (Cs), Strontium (Sr) und Iod (J), aber auch Plutonium (Pu) in großen Mengen in die Umgebung freigesetzt werden und zu dramatischen Gesundheitsschäden bei Menschen führen.

Die Radioaktivität nimmt nur sehr langsam ab. Die Halbwertszeit beschreibt in diesem Zusammenhang jene Zeit, in der die Menge eines radioaktiven Stoffs auf die Hälfe gesunken ist.

  • Jod 131 (als radioaktives Spaltprodukt von Jod, Halbwertszeit: 8 Tage) wird über die Luft verteilt und über kontaminierte Nahrungsmittel aufgenommen. Es lagert sich vor allem in der Schilddrüse ab und kann Schilddrüsenkrebs verursachen.
     
  • Strontium (SR 90, Halbwertszeit: 28 Jahre) wird vor allem im Knochengewebe aufgenommen und kann Knochentumore und Leukämie auslösen.
     
  • Caesium 137 (Halbwertszeit: 30 Jahre) wird vor allem in Körperzellen aufgenommen, beeinträchtigt Muskel- und Nervenzellen und kann das Erbgut (DNA) schädigen.
     
  • Plutonium Pu-239 (Halbwertszeit: 24.110 Jahre) gelangt hauptsächlich über die Atemwege in die Lungen, wird aber auch in Leber und Nieren eingelagert und zeichnet vor allem für ein stark erhöhtes Lungenkrebsrisiko verantwortlich.

Hohe Dosen ionisierender Strahlen zerstören Zellbausteine. Die sogenannte Strahlenkrankheit ist die Folge eines solchen massiven Zellsterbens und äußert sich beim Patienten durch juckende Hautrötungen mit Blasenbildung, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen, Haarausfall, stark erhöhtes Infektionsrisiko und verstärkte Blutungen.

Aber auch niedrige Dosen können – je nach Dauer und Art des Kontaktes – die DNA schädigen und so langfristig das Risiko für Krebs drastisch erhöhen.

Unter folgendem Link können beispielsweise die Strahlungsmessungen aus Japan inklusive Fukushima eingesehen werden: http://jciv.iidj.net/map/