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Wasserversorgungsanlagen

Sanierung eines Schachtbrunnens

Eine Sanierung kann aus verschiedenen Gründen notwendig werden und zu einer spürbaren Verbesserung der Wasserqualität führen.

Oft sind in einem Brunnenschacht feuchte Abrinnspuren (Tintenstriche) oder erdige, eingetrocknete Ablagerungen zu erkennen. Hier dringen durch die Spalten zwischen den Brunnenringen bei starken Niederschlägen verschmutztes Oberflächenwasser und Erdreich ein, was eine Verkeimung bewirken kann. Eingewachsene Wurzeln fördern das Eindringen von Oberflächenwasser und sind ein Nährboden für Bakterien. Dichten Sie die Fugen immer von innen gut ab und entfernen Sie eingewachsene Wurzeln. Rund um den Brunnen sollten in einem Radius von 5 bis 10 Metern keine Bäume und Sträucher stehen. Alte Holzteile im Brunnen wie Leitern oder Holzbottiche sind ebenfalls ein Nährboden für Bakterien. Holz hat im Brunnen als Baumaterial nichts verloren. Verwenden Sie ausschließlich rostfreie Materialien.

Steinbrunnen-Sanierung durch BrunnenmeisterIn

Oft findet man noch ältere Schachtbrunnen, die aus Feldsteinen oder Ziegeln gelegt worden sind. Durch die zahlreichen Fugen wird Wasser aus allen Bodenschichten gleichermaßen angezogen. Es kann hier ungehindert verschmutztes Oberflächenwasser in den Brunnen und somit in das Grundwasser eindringen. Generell soll die Sanierung eines Steinbrunnens nur durch einen Brunnenmeister oder eine Brunnenmeisterin erfolgen, da akute Einsturzgefahr besteht. Es gibt verschiedene Sanierungsverfahren, auch hier sollten Sie den Rat und einen Kostenvoranschlag eines/einer  einholen. Erweist sich der Brunnen als standfest, so werden die Steine im oberen Brunnenbereich abgetragen und ein Betonkranz angebracht. Darauf werden dann Betonringe und eine Schachtabdeckung mit Einstieg dicht aufgesetzt und durch einen Lehmschlag von außen abgedichtet. Ist die Standfestigkeit nicht gegeben, kann eine „Schacht- in- Schachtsanierung“ erfolgen. Dabei wird in die grundwasserführende Schicht ein Filterrohr eingesetzt und mit Schotter hinterfüllt. Auf das Filterrohr wird ein Vollrohr gesetzt und der Hohlraum zwischen Schachtwand und Vollrohr mit Beton aufgefüllt. Das Vollrohr wird im Vorschacht, der wie ein Schachtbrunnen ausgeführt sein muss, mit einem Brunnenkopf verschlossen.

Zweigeteilte Brunnendeckel entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik und müssen unbedingt ausgetauscht werden. Risse und Löcher im Brunnendeckel fördern nicht nur den Eintrag von Schmutzwasser, hier können auch Kleintiere in den Schacht gelangen. Ein Austausch ist in diesem Fall unumgänglich.