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Umweltlandesräte hielten „Klimagipfel“ ab

Die Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz standen im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens der österreichischen Umweltlandesräte. Dabei unterzeichneten die Bundesländer auch die „Österreichische Erklärung für eine zukunftsfähige Energie- und Klimapolitik". Deren Kern ist ein europaweiter Ausstieg aus der Atomenergie.

Umweltlandesräte trafen sich zum Klimagipfel
© NLK Burchart

Vom Reden zum Tun

Das Resümee nach dem diesjährigen Treffen der österreichischen Umweltlandesräte war eindeutig: Es muss gehandelt werden! Das Tun beim „Klimagipfel“ umfasste die Einigung auf drei Punkte, etwa auf Etappenziele zum Klimaschutzabkommen.

Investitionen in die Energiewende

In Sachen erneuerbarer Energie ist  Niederösterreich Vorreiter. Niederösterreich erzeugt über 100 Prozent seines Strombedarfs aus Erneuerbarer Energie. Seit der Klimakonferenz in Paris vor einem halben Jahr sind in Niederösterreich weitere 1.000 Photovoltaik-Anlagen installiert worden, über 30 Windkraftanlagen gingen in Betrieb und 10.000 Straßenlaternen wurden auf LED-Technik umgestellt. Diese neuen Anlagen versorgen  zusätzlich 60.000 Haushalte mit Erneuerbarer Energie.

Im Bild von links nach rechts: Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Bundesminister DI Andrä Rupprechter und Landesrat Rudolf Anschober (© NÖ Landespressedienst/Burchhart)

Seit 2002 sind österreichweit sogar 5,2 Milliarden Euro in die Energiewende investiert worden. Von der Aufstellung jedes Windrades würde nicht nur die Umwelt, sondern auch Baufirmen, Maschinenschlosser, Elektriker, Monteure, Wartungspersonal etc. profitieren, was positive Effekte für den Wirtschafts- und Arbeitsmarkt hat. Die Förderungen umweltfreundlicher Energieformen, mehr Forschung im Bereich Erneuerbare Energie und Energieeffizienz und ein klares Bekenntnis zum Atomausstieg in der Europäischen Union ist das gemeinsame Bekenntnis.

E-Mobilitätsstrategie der Zukunft

Zudem gibt es eine gemeinsame Forderung nach Erleichterungen für Elektro-Autos wie Befreiung von Parkgebühren oder Maut-Erleichterungen und den Appell nach einer raschen Novelle des Ökostromgesetzes, um den Ausbau der Erneuerbaren Energie nicht zu behindern.

Atomenergie ist Hochrisikotechnologie

Mit der Atomkraft als Punkt drei wandte man sich direkt an die EU. "Es darf nicht unter dem Deckmantel des Klimaschutzes zu einer Renaissance der Nuklearenergie in Europa kommen", so Bundesminister Rupprechter. Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf erläuterte hier, dass es stattdessen die Aufforderung an Energie- und Wirtschaftsministerium für bessere Ökostrom-Rahmenbedingungen seitens der Umweltlandesräte gibt, wie auch eine gemeinsame Erklärung, die Förderung umweltfreundlicher Energieformen europaweit zu verankern.

Österreichische Erklärung für eine zukunftsfähige Energie- & Umweltpolitik