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Wasserkraft: Energiequelle mit Tradition

Niederösterreich hat eine lange Tradition in der Nutzung der Wasserkraft: Schon 1898 ging am Kamp in Zwettl ein Wasserkraftwerk in Betrieb. Heute produzieren die niederösterreichischen Wasserkraftwerke rund zwei Drittel unseres Strombedarfs. Damit legen sie den Grundstein für die Energiewende.

Wasserkraftwerk Greifenstein
© A_Lein - Fotolia.com

Von den elf österreichischen Donaukraftwerken liegen vier in Niederösterreich. Darunter ist auch das Kraftwerk Altenwörth - das leistungsstärkste Donaukraftwerk Österreichs. Die Donaukraftwerke liefern gut prognostizierbaren Strom und decken damit die Grundlast der Stromversorgung in Niederösterreich. Die Großwasserkraft ist in Niederösterreich bereits vollständig ausgebaut mit Ausnahme der als Weltkulturerbe geschützten Wachau und der Donau-Auen in Hainburg, die als Nationalpark Donau-Auen geschützt sind.

Neben der Stromproduktion sind die Donaukraftwerke auch für die Schifffahrt wichtig, da sie unter anderem den Wasserstand regeln. Auch der Hochwasserschutz wird durch sie verbessert. Weitere große Kraftwerke liegen an Erlauf und Kamp, die teilweise auch als Speicherkraftwerke betrieben werden.

Kleinwasserkraft mit Potenzial

Viele niederösterreichische Fließgewässer bieten gute Voraussetzungen für Kleinwasserkraft: Rund 570 Kleinwasserkraftwerke liefern Strom für etwa 145.000 Haushalte. Die Revitalisierung bestehender Kraftwerke spielt eine große Rolle und bietet Chancen für eine Erhöhung der Stromproduktion und eine bessere Ausnutzung vorhandener Potenziale. Dabei müssen auch die ökologischen Anforderungen erfüllt werden.

Schneeschmelze bringt Produktionsmaximum im Frühling

Über das ganze Jahr betrachtet wird die meiste Energie in der ersten Jahreshälfte produziert. Mit der Schneeschmelze im Gebirge von Frühling bis Frühsommer steigt der Wasserstand der Flüsse und damit auch die Stromproduktion unserer Wasserkraftwerke. Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor sind starke Niederschläge, die über das ganze Jahr verteilt stattfinden. Wie viel Energie unsere Wasserkraftwerke im Moment produzieren zeigt der Energie-Live-Ticker auf www.energiebewegung.at

Auch die Hochquellwasserleitung produziert Strom

Abseits der klassischen Fließkraftwerke gibt es noch weitere Möglichkeiten Strom aus Wasser zu erzeugen - zum Beispiel in Gaming: Hier erzeugt das Wasser der Hochquellenwasserleitung Strom.

In Niederösterreich wird aber auch an weiteren Möglichkeiten für die Zukunft geforscht: Von der Strom-Boje bis zum Gravitationswasserwirbel oder einer Wasserkraftschnecke, die gleichzeitig auch als Fischaufstiegshilfe dient, wird im Moment viel ausprobiert und getestet. Wir dürfen gespannt sein, welche Technologien sich in Zukunft durchsetzen werden.

Die Energiewende basiert auf sauberem Strom

Erneuerbarer Strom kann fossile Energieträger ersetzen. Das macht uns unabhängig von Energieimporten und hält die Wertschöpfung in der Region. Damit die fossilen Energieträger durch erneuerbare Energien verdrängt werden, ist auch in Zukunft ein weiterer Ausbau der NÖ Ökokraftwerke notwendig. Vor allem bei Windkraft und Photovoltaik besteht noch großes Ausbaupotenzial.

Weiterführende Links

NÖ Energie-Live-Ticker: www.energiebewegung.at
Geschafft: 100 Prozent erneuerbarer Strom für NÖ
Zukunftshoffnung Strom

Quellen:
https://www.evn.at/EVN-Group/Medien/Importiere-Meldungen/Neubau-des-EVN-Kleinwasserkraftwerks-Zwettl-abgesc.aspx
http://www.kleinwasserkraft.at/wasserkraft-niederoesterreich

Letzte Aktualisierung: 02.10.2017