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Wo der Osterhase zuhause ist...

Intensive Landwirtschaft, Straßenverkehr, harte Wintermonate und Bodenversiegelung machen den Feldhasen ordentlich zu schaffen. Im Naturland Niederösterreich sind die Bestände Dank vieler Initiativen aber vorerst gesichert.

Feldhase auf Wiese
© picturecoast - Fotolia.com

Der Feldhase (Lepus europaeus) lebt in Niederösterreich vorwiegend in den Niederungen des Weinviertels und der pannonischen Steppe. Er liebt offene und halboffene Landschaften und teilt sich diesen Lebensraum mit Kaninchen und Fasanen. Die Feldhasenweibchen sind größer als die Männchen und  bekommen 3- bis 4-mal im Jahr Junge. Osterhasen sollte es demnach genug geben. Könnte man meinen...

Feldhasen zählen zu den "gefährdeten Tierarten"

Die Feldhasenbestände waren in den vergangenen Jahren bereits stark dezimiert. Als Hauptgrund wird hierfür die starke Intensivierung der Landwirtschaft - insbesondere der massive Einsatz von Dünger und Pestiziden - angesehen. Und auch der Straßenverkehr geht nicht spurlos an den hiesigen Hasenbeständen vorbei. 2011 fielen dem Straßenverkehr allein in Niederösterreich über 10.000 Feldhasen zum Opfer. Mehr Hasen statt Rasen sollte die Devise sein.

Getreidemonokulturen, englische Rasen und Versiegelungen hat der Hase nicht so gerne. Pudelwohl fühlt er sich hingegen in lichten Wäldern, Steppen und Dünen oder in vielgliedrigen Agrarlandschaften mit Hecken, Büschen oder angrenzenden Wäldern. Feldhasen ruhen tagsüber und außerhalb der Paarungszeit in Mulden und sind dämmerungs- und nachtaktiv. Bei Gefahr „drücken“ sie sich bewegungslos an den Boden und ergreifen erst im letzten Moment die Flucht. Sie vertrauen dabei auf ihre Tarnung und Schnelligkeit. Wenn sie nicht gerade Haken schlagen, können sie dabei Geschwindigkeiten bis zu 70 km pro Stunde erreichen. 

Feldhasen haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 Jahren, erreichen eine Größe von 48-68 cm und sind zwischen 2,5 und 6,5 kg schwer. Die langen Ohren (Löffel), sein kurzer, wolliger Schwanz (Blume) und seine gespaltene Oberlippe (Hasenscharte) sind seine Markenzeichen. Alle Hasen, auch der Feldhase, sind Vegetarier und ernähren sich von grünen Pflanzenteilen und Kräutern, aber auch von Knollen, Früchten, Wurzeln und Getreide sowie im Winter von der Rinde junger Bäume.

In Niederösterreich sind die Bestände gesichert

Sorge um unseren Osterhasen müssen wir uns in Niederösterreich nicht machen. Dank vieler Initiativen von Naturschutz, Land Niederösterreich und des Landesjagdverbandes sind die Bestände gesichert. Dennoch gilt es den Feldhasen als „gefährdete Tierart“ im Auge zu behalten und darauf zu achten, dass seine Lebensräume nicht anthropogenen Einflüssen erliegen.

Mehr über das Naturland Niederösterreich und seinen Artenreichtum erfahren Sie auf www.naturland-noe.at.

Weiterführender Link

www.naturschutzbund.at