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Raus aus dem Öl

Wofür verwenden wir Erdöl?

Erdöl ist weit mehr als nur ein Brennstoff – es steckt in zahlreichen Produkten ohne die unser  Leben nur schwer vorstellbar wäre. Deshalb kommt man täglich damit in Berührung. Zum Verheizen ist es aber schon seit langem zu schade und auch im Mobilitätsbereich kündigt sich eine Wende an.

Tortendiagramm Verwendungszweck Anteile Erdölnutzung
© eNu - eigene Darstellung auf Basis World Energy Outlook 2014

Erdöl ist derzeit der wichtigste Rohstoff der Welt und deckt etwa ein Drittel des weltweiten Energiebedarfs ab1. Laut dem World Energy Outlook von 2014 wird etwa die Hälfte des verwendeten Erdöls als Treibstoff für Transport- und Verkehrsmittel gebraucht2. Auch in der Energiegewinnung und in der chemischen Industrie ist Erdöl unverzichtbar. Fast 90 Prozent der Chemieprodukte werden aus Erdöl gewonnen3. Es wird zur Herstellung von Kunststoffen, Waschmitteln, Pharmazeutika, Düngemitteln, Farbstoffen und so weiter eingesetzt. Schmierstoffe und Maschinenöle sind weitere wichtige Erdölprodukte. Fast 10 Prozent des verbrauchten Öls werden im Gebäudebereich fürs Kochen und Heizen verwendet.

Tortendiagramm Energetischer Erdölverbrauch
© eNu - eigene Darstellung auf Basis Energiebilanz der Statistik Austria 2015

Erdölverbrauch in Niederösterreich

Der Anteil der aus Erdöl gewonnen und in Niederösterreich verbrauchten Produkte lässt sich nicht genau berechnen. Beim energetischen Verbrauch – also dort wo Erdöl direkt verbrannt wird – zeigt sich folgendes Bild: In Niederösterreich werden fast 90 Prozent  des energetischen Erdölverbrauchs als Treibstoff im Verkehr  verwendet. An zweiter Stelle steht der Bedarf für Raumheizungen.  Der Rest wird für Wärmeanwendungen in der Industrie benötigt. Der hohe Anteil des Verkehrsbereichs zeigt, welchen großen Umbruch eine umfassende Energiewende mit sich bringt. Die Reduktion des Erdölverbrauchs macht in jedem energetischen Anwendungsbereich Sinn, da die Verbrennung von Erdöl und das daraus freigesetzte CO2 eine der Hauptursachen für den globalen Klimawandel ist.

Energiewende im Raumwärmebereich

Die Energiewende im Raumwärmebereich hätte schon lange stattfinden können. Seit vielen Jahren gibt es klimafreundliche, komfortable und günstige Alternativen zu Ölheizungen, wie etwa Wärmepumpen und Holzheizungssysteme. Eine Ursache für den langsamen Wandel ist die lange Nutzungsdauer eines Heizsystems mit 15 bis 20 Jahren und darüber hinaus. Der Ersatz einer alten Ölheizung durch ein modernes klimafreundliches Heizsystem ist meistens einfach möglich und wird in Österreich sogar gefördert.

Langfristig werden auch die Gasheizungen durch umweltfreundliche Heizsysteme ersetzt werden müssen um unsere Klimaschutzziele zu erfüllen.

Besonders wichtig ist der effiziente Umgang mit Energie: Nur ein gut gedämmtes Haus bietet langfristig niedrige Heizkosten und einen hohen Wohnkomfort.

Energiewende im Mobilitätsbereich

Auch bei der individuellen Mobilität kann man heute schon auf Erdöl verzichten. Aktuell kommen immer mehr Elektroautomodelle auf den Markt, die in punkto Fahrkomfort und Design den Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb gleichgesetzt werden können. Die Reichweite entwickelt sich ständig weiter und deckt 90 Prozent der Fahrten bereits jetzt ab. Für die nächsten Jahre werden stetig steigende Zulassungszahlen erwartet und auch das Netz an Elektrotankstellen wird ständig erweitert. Genau wie im Raumwärmebereich spielt auch hier Effizienz eine große Rolle: Öffentliche Verkehrsmittel freuen sich über steigende Fahrgastzahlen, das Fahrrad bietet auf kurzen Wegen eine ökologische Alternative.  Auch das Teilen von Fahrzeugen oder kurz „Carsharing“ ist ein Wachstumsmarkt und wird bereits von vielen Gemeinden in Niederösterreich umgesetzt.

Weiterführende Informationen

Woher kommt unser Öl?
Ölheizungen und Klimawandel
Heizungstauschmöglichkeiten für Private und Gemeinden
Häufig gestelle Fragen - FAQs

[1] IEA, 2017
[2] World Energy Outlook 2014
[3] BP Europa SE, 2013