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Raus aus dem Öl

Woher kommt unser Öl?

Österreich ist im Erdölbereich zu 94 Prozent von Importen abhängig. Niederösterreich zu 86 Prozent. Die Importe fossiler Energien kosten eine Menge Geld, das im Inland zu mehr Wertschöpfung führen könnte und außerdem Ländern zugutekommt, die nur mangelhafte demokratische Standards vorweisen können.

Ausgaben für Importe fossiler Energien
© U. Pachinger - eNu

Nur ein Bruchteil der benötigten Ölmenge kann im eigenen Land gefördert werden. Der Großteil der inländischen Förderung findet dabei in Niederösterreich statt. Die heimischen Vorräte würden aber nicht annähernd genügen um die in Österreich alleine im Jahr 2015 benötigte Erdölmenge zu decken. Die Abhängigkeit vom Ausland ist bei der Energieversorgung daher besonders hoch.

Milliarden für Importe

Diese Abhängigkeit kostet uns auch eine Menge Geld: Österreichweit haben wir im Jahr 2015 über 9,4 Milliarden Euro für fossile Energieträger ausgegeben. Ein Teil der damit erzeugten Produkte im Wert von etwa 1,7 Milliarden Euro wurden zwar wieder exportiert, dennoch geben wir österreichweit etwa 7,7 Milliarden Euro netto für fossile Energieträger aus. Auch wenn man Niederösterreich alleine betrachtet ist die Rechnung eine negative: Von der Statistik Austria werden für NÖ 4,3 Milliarden Importkosten und lediglich 1,4 Milliarden Euro Erlöse für Exporte angegeben.

Je mehr wir unsere Energieversorgung auf heimische erneuerbare Energieträger umstellen, desto mehr dieser Milliardenkosten können wir als Wertschöpfung im Inland halten.

Öl aus Krisenregionen

Unsere Erdölimporte stammen größtenteils aus Kasachstan, Libyen, Aserbaidschan, Algerien, Russland, Irak, Saudi-Arabien und Nigeria. Die Energieversorgung Österreichs ist daher – ebenso wie die der gesamten EU – in hohem Maße von den Energieimporten aus Ländern abhängig, die sich weder durch hohe demokratische Standards, noch durch politische Stabilität auszeichnen. Politische Krisen der Förderländer wirken sich direkt auf die Versorgung mit Öl und auf den Preis aus.

Wertschöpfung durch die Energiewende
© U. Pachinger - eNu

Wertschöpfung durch die Energiewende

In Niederösterreich wurden 2016 im Bereich der Umwelttechnologie 2.250 Bauprojekte auf den Weg gebracht, mehr als eine Milliarde Euro investiert und damit nahezu 13.000 Arbeitsplätze gesichert bzw. geschaffen. Auf den Umweltsektor, der stärker als die Gesamtwirtschaft wächst, entfallen mittlerweile elf Prozent des niederösterreichischen Bruttoregionalprodukts, aktuell gibt es im Land 37.000 Green Jobs.

Weiterführende Informationen

Wofür verwenden wir Erdöl?
Ölheizungen und Klimawandel
Heizungstauschmöglichkeiten für Private und Gemeinden
Häufig gestelle Fragen - FAQs