Allianz gegen Atomkraft

Mehr als 100.000 Unterschriften: Wir danken allen UnterstützerInnen!

Seit 2016 befinde sich Tschechien im Entscheidungsprozess für ein grenznahes Atommüll-Endlager, wobei sieben Standorte im Gespräch sind. Einer davon ist Čihadlo, nur rund 21 Kilometer von der niederösterreichischen Gemeinde Gmünd entfernt.

Tschechien fertigt nun eine Shortlist an und verkürzt damit die Liste von sieben auf vier Standorte. Das Land Niederösterreich hat deshalb gemeinsam mit der Energie- und Umweltagentur NÖ eine Unterschriften-Aktion gestartet, damit die grenznahen Orte von der Liste gestrichen werden.

Weiters soll in Gesprächen mit dem Umweltminister, mit den Kreishauptleuten und auch auf europäischer Ebene die Haltung Niederösterreichs zur Atomenergie kundgetan werden.

Danke allen UnterstützerInnen

Innerhalb von vier Monaten konnten Dank dem Engagegement zahlreicher Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Umweltgemeinderätinnen und Umweltgemeinderäte, Zivilschutzbeauftragte, aber auch vieler Einzelpersonen bereits 50.000 Unterschriften gesammelt werden. Unterstützung gibt es auch aus den Nachbarbundesländern: 15 Prozent der Unterschriften kommen aus Oberösterreich, Wien und dem Burgenland. Mit der Aktion des Vorjahres gegen den Ausbau des Atomkraftwerks Dukovany haben sich insgesamt bereits 110.000 Menschen gegen Atomenergie ausgesprochen.

Niederösterreich setzt auf erneuerbare Energie

Seitens des Landes Niederösterreich gibt es ein Angebot an die tschechischen Nachbarn, im Bereich der Energiewende zu unterstützen und beim Umstieg auf erneuerbare Energie unter die Arme zu greifen. Denn Tschechien setzt nach wie vor auf den Ausbau der Kernenergie: Laut Regierungsplänen soll der Atomkraftanteil von 33 auf 50 Prozent erhöht werden. 

Niederösterreich erzeugt dagegen mehr als 100 Prozent Strom aus erneuerbarer Energie. Internationale Anerkennung dafür gibt es z.B. durch Arnold Schwarzenegger. Know-how aus dem Weinviertel wird derzeit auch nach Schweden exportiert. Dort sollen durch den Ausbau von erneuerbarer Energie 200.000 Haushalte mit Strom versorgt werden, wodurch punktuell Atomkraft verdrängt wird.

Subventionen für Atomkraft stoppen

Das britische AKW Hinkley Point, das ausgebaut werden soll, gilt als „das teuerste Projekt in der Nukleargeschichte“. Ohne staatliche Beihilfen könnte es nicht umgesetzt werden. Obwohl diese nach geltendem Recht verboten sind, hat die EU-Kommission die Subvention zugelassen. Derzeit laufen entsprechende Klagen. Hinkley Point hat einen garantierten Einspeisetarif von 11,5 Cent/kWh auf 35 Jahre, das bedeute Subventionen von 170 Milliarden Euro, im Vergleich dazu ist der Tarif für Windstrom 9,04 Cent/kWh von der ÖeMAG.

Es gilt daher, die Subventionen von Hinkley Point zu stoppen und somit auch den Ausbau von Dukovany und andere Ausbauprojekte in ganz Europa zu verhindern. Denn ohne Subvention ist jedes AKW unrentabel.

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