Baden und Wieselburg sind an der Spitze der Energieeffizienz

Presseaussendung, 8. September 2019

Im Rahmen des Energie- und Umwelt-Gemeinde-Tages in der Burg Perchtoldsdorf fand die Prämierung der e5-Gemeinden statt. Dabei wurden Baden und Wieselburg von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ, mit fünf „e“ ausgezeichnet. Elf weitere e5-Gemeinden wurden ausgezeichnet und elf neue e5-Gemeinden konnten offiziell begrüßt werden.

Das aktive Engagement von Gemeinden, welche wiederum direkt mit der Bevölkerung Maßnahmen umsetzen können, bringt NÖ den Zielen des neuen Klima- und Energiefahrplanes näher. Die Fortschritte der Städte Baden und Wieselburg zeigen ein beispielhaftes Bild für die zukünftige landesweite Entwicklung. Sie sind mit Großschönau die ersten drei Gemeinden Niederösterreichs mit fünf „e“. „Die Vorbildwirkung ist klar zu erkennen. Ein Ziel in Niederösterreich war es, 50 e5-Gemeinden bis 2020 laufend zu betreuen. Bereits jetzt ist dieses Ziel übertroffen. Die 52 e5-Gemeinden sorgen für regionale Wertschöpfung und für den effizienten Einsatz von Ressourcen in Niederösterreich. Das feiern wir“, lobt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Auch die Leistungen weiterer e5-Gemeinden punkten bei der Auszeichnung: Mit vier „e“ stechen Klosterneuburg, Mödling, Sierndorf und Wiener Neudorf heraus. Drei „e“ erhielten Grafenwörth, Kapelln, Kirchberg an der Pielach, Leopoldsdorf (bei Wien) und Vösendorf, zwei „e“ gingen an Hofstetten-Grünau und ein „e“ an Wilhelmsburg.

Umfassendes Maßnahmenpaket für Gemeinden 

Das e5-Landesprogramm für Gemeinden befasst sich mit weit mehr als Energieeffizienz. Ziel des Programms ist es, systematisch wirkungsvolle Maßnahmen umzusetzen, welche auf langjährige Erfahrungen basieren und trotzdem individuell mit jeder e5-Gemeinde gestaltet werden. In regelmäßigen Abständen werden die e5-Gemeinden evaluiert und für ihr Engagement ausgezeichnet. Je nach Grad der erreichten Umsetzung erhält eine Gemeinde bis zu fünf „e“. Der Erhalt eines „e“ ist mit einer Haube in der Gastronomie vergleichbar. Die e5-Gemeinden müssen sich dafür in regelmäßigen Abständen einer externen Auditierung stellen. „Niederösterreich hat große erneuerbare Energiepotentiale, motivierte Gemeinden und eine engagierte Bevölkerung. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und die Umsetzung gezielter Maßnahmen im Rahmen des e5-Landesprogramms trägt zur Lebensqualität Niederösterreichs bei“, freut sich LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Höchste Auszeichnung für Baden 

Die Stadtgemeinde Baden nimmt  schon viele Jahre eine Vorbildwirkung im Energie-und Klimaschutzbereich ein. Im Jahr  2011 wurde mit der Einrichtung des Klima-und Energiereferats die verwaltungstechnische Struktur geschaffen um die Umsetzungen im Bereich Energie und Klimaschutz in der Stadtgemeinde zu bündeln. Der Beitritt zum e5-Programm erfolgte ebenso im Jahr 2011 wie die Gründung der Klima-und Energiemodellregion (KEM) „Badener Energiekur“. Im Klima- und Energiereferat laufen seither alle Aktivitäten im Bereich Klimaschutz und Energie zusammen. Zu den aktuellsten Vorzeigeprojekten zählen die Errichtung eines Kleinwasserkraftwerks im urbanen Raum, vier Bürgerbeteiligungen bei der Errichtung von PV-Anlagen, die Etablierung des e-carsharing „bea“ und vielem mehr. Bei der dritten e5-Zertifizierung erreicht die Stadtgemeinde Baden mit einem Umsetzungsgrad von 77,9% die höchste Auszeichnung mit fünf „e“.

Höchste Auszeichnung für Wieselburg

2012 trat die Stadtgemeinde Wieselburg dem europäischen Energieprogramm „e5” bei. Wieselburg hat sich hohe energie- und klimarelevante Ziele gesetzt und in Energieleitbild und Konzepten zu Klimawandelanpassung, Energie und Mobilität verankert. Im Energiekonzept sind Ziele und Aktivitäten im Energiebereich niedergeschrieben und werden Zug um Zug angegangen. Die Vision, die über den Dingen steht: Wieselburg soll energieautark werden.  Bei der dritten e5-Zertifizierung erreicht die Stadtgemeinde Wieselburg mit einem Umsetzungsgrad von 78,6% die höchste Auszeichnung mit fünf „e“.

Internationale Bühne

Die umgesetzten Maßnahmen der niederösterreichischen Gemeinden können sich international sehen lassen. Auf europäischer Ebene entspricht das e5-Programm dem European Energy Award® (eea). Mit der Erreichung des dritten „e“ bekommen die Gemeinden die europäische Zertifizierung European Energy Award® verliehen. Erarbeiten sich die Gemeinden sogar fünf „e“, werden sie für die Zertifizierung European Energy Award Gold® nominiert. Baden und Wieselburg werden bei der internationalen Auszeichnungs-Gala in Locarno die Gold-Auszeichnung nach Niederösterreich holen.

Vorreiter für die Erreichung der Klimaziele

„Die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich steht den Gemeinden mit ihren Expertinnen und Experten mit Rat und Tat zur Seite. Damit wird es für Gemeinden leichter, konkrete Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Unsere e5-Gemeinden zeigen mit ihren zahlreichen Initiativen vor, wie wir unsere 2030 Ziele aus dem NÖ Klima- und Energiefahrplan erreichen können“, so Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ.

Auskunft und Beratung zum e5-Programm und zu weiteren Möglichkeiten einer zukunftsfähigen Gemeinde-Entwicklung erhalten Interessierte beim Gemeinde-Service-Telefon der eNu unter 02742 22 14 44 oder auf www.e5-niederoesterreich.at bzw. www.enu.at
Dieses Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at

Foto e5 (v.l.): Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Josef Leitner (Wieselburg), Bürgermeister Stefan Szirucsek (Baden), LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und eNu-Geschäftsführer Herbert Greisberger freuen sich über die e5-Auszeichnung.
Bildnachweis: NLK Filzwieser
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Für JournalistInnen-Rückfragen:
Pressesprecher Philipp Hebenstreit 
*Die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ
Tel. +43 676 836 88 569
philipp.hebenstreit@enu.at, www.enu.at 

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