Brot geschmackvoll retten

Presseaussendung, 5. März 2022

„So schmeckt Niederösterreich“-Partnerbetriebe sagen Lebensmittelverschwendung den Kampf an

Österreich liegt in Bezug auf Lebensmittelabfälle mit 800.000 Tonnen pro Jahr über dem EU-Durchschnitt. Pro Sekunde füllt sich hierzulande eine Mülltonne mit vermeidbaren Lebensmittelabfällen. Das entspricht etwa 400 Euro pro Jahr und Haus-halt an Ausgaben für weggeworfene Lebensmittel. Gerade genussfähiges Brot und Gebäck landen am häufigsten unter den Lebensmitteln im Müll. So schmeckt Niederösterreich-Partnerbetriebe haben dieses Problem erkannt und setzen mit einer genussvollen Wiederverwendung der wertvollen Lebensmittel, ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung. „Das Brot ist eine kostbare Ressource mit dem viel anstrengendes Handwerk verbunden wird. Von unseren Bäuerinnen und Bauern bis zu den Bäckern wird in die Erzeugung dieser Lebensmittel viel Kraft und Energie hineingesteckt. Die innovativen Konzepte und Ideen der Wiederverwendung von Brot und anderen Lebensmitteln, schätzen nicht nur die Arbeit der Landwirtschaft und der Produzenten, sondern setzen auch ein klares Zeichen für eine bessere Umwelt“, ist LH-Stv. Stephan Pernkopf von den Ideen überzeugt. 

Aus alt wird neu: Brotschnaps aus Upcycling

Die Destillerie Farthofer maischt das Brot ein und brennt daraus anschließend Schnaps: „Brotschnaps“ aus würzigem Schwarzbrot. Eine Bäckerei liefert der Destillerie das Brot, das weder schlecht noch alt ist, jedoch im Handel aber leider keinen Abnehmer mehr findet. Mit der innovativen Idee hat die Destillerie Farthofer geschafft der Verschwendung von Brot entgegenzuwirken. 

Brot restlos gut: Brotbier

Einen weiteren kreativen Ansatz verfolgen die „So schmeckt Niederösterreich“-Partnerbetriebe Marchfelder Storchenbräu und die Weinviertler Bäckerei Geier. Hier wird aus unverkauftem Brot ein Brotbier produziert. Doch damit geht es der innovativen Bäckerei Geier noch nicht weit genug: Roggenbrot wird zu Brotschnaps und Brotwhisky weiterverarbeitet. Nicht nur Hochprozentiges entsteht in der vorbildlichen Bäckerei aus den Resten: Nussbrotchips sind mittlerweile ein Verkaufsklassiker im umfangreichen Sortiment. 

Too good to go 

Die App Too good to go ist der weltweit größte B2C-Marktplatz für überschüssige Lebensmittel. Sie ermöglicht es Betrieben wie Bäckereien, Restaurants, Cafés, Hotels und Supermärkten, ihr überschüssiges Essen zu einem vergünstigten Preis an Selbstabholerinnen und Selbstabholer zu verkaufen. Too Good To Go bietet so eine nachhaltige Lösung, von der Kooperationspartner, Konsumentinnen und Konsumenten und die Umwelt profitieren: ausgezeichnetes Essen für die Kundschaft, weniger Verschwendung für die Betriebe und Ressourcenschonung für die Umwelt.

Folgende „So schmeckt Niederösterreich“-Partnerbetriebe machen mit bei Too good to go: 

  • Biohof Adamah 
  • Genusskoarl e.U.
  • Wurzers Erdbeeren und Kürbishof 
  • Kartoffelladen Hellmer

Brot zuhause retten

Den größten Anteil an vermeidbaren Lebensmittelabfällen erzeugen die privaten Haushalte. „Lebensmittelabfälle wirken sich negativ auf unsere Umwelt aus. Jeder und jede Einzelne von uns kann einen positiven Beitrag leisten und der Lebensmittelverschwendung den Kampf ansagen“, so Barbara Sterkl die Leiterin der Kulinarik-Initiative „So schmeckt Niederösterreich. Um Brot zukünftig im Abfalleimer zu vermeiden, empfiehlt es sich dieses einzufrieren: Man kann zum Beispiel die Hälfte des frisch gekauften Brotes einfrieren, ganz oder in Scheiben geschnitten. So hat man immer „frisches“ Brot, das auf keinen Fall „altbacken“ schmeckt oder trocken ist. Das Brot kann man entweder langsam antauen lassen oder im Ofen kurz backen und anschließend genießen.

Weiterführende Informationen zu den Konzepten bzw. zu den Partnerbetrieben unter www.soschmecktnoe.at/gegen-lebensmittelverschwendung 

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