Eine Kampagne der

Basiswissen e-Auto

Antworten auf 10 häufig gestellte Fragen zum Thema Elektroauto.

  1. Sind Elektroautos teurer als Benzin- oder Dieselautos?
  2. Welche Förderungen gibt es für Elektroautos?
  3. Warum wird die Elektromobilität gefördert? Sollte nicht stärker auf den öffentlichen Verkehr gesetzt werden?
  4. Sind Elektroautos umweltfreundlicher als andere Autos?
  5. Wo kommt der zusätzlich benötigte Strom für die Elektroautos her?
  6. Wo können Elektroautos aufgeladen werden? Gibt es genug Ladestationen?
  7. Welche Vorteile hat ein Elektroauto gegenüber einem Wasserstoff-Auto?
  8. Wie schnell fährt ein Elektroauto?
  9. Wie weit kann ich im Winter mit einem Elektroauto fahren?
  10. Ein Elektroauto fährt so leise. Ist das gefährlich?

Entscheidungshilfe für die Anschaffung eines Elektroautos

Diese Broschüre hilft Ihnen bei der Entscheidung, ob ein e-Auto „in Ihr Leben“ passt. Klicke Sie sich durch...

e-Auto Infobroschüre (PDF, 10 MB)
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1. Sind Elektroautos teurer als Benzin- oder Dieselautos?

Elektroautos sind aufgrund der noch geringeren Produktionsmenge und der meist sehr guten Ausstattung in der Anschaffung teurer als Dieselautos oder Benzinautos. Darüber hinaus gibt es noch keinen Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos. Allerdings sind Betriebskosten wie Treibstoff, Service, Steuern um bis zu 50 Prozent günstiger. Außerdem bieten Bund und Land attraktive Förderungen für die Anschaffung eines e-Autos und Ladeinfrastruktur. 

Das Ergebnis der Gesamtbetrachtung hängt von der Nutzung ab. Dank der niedrigen laufenden Kosten sind Elektroautos im Regelfall sogar günstiger als "Verbrenner" mit vergleichbarer Ausstattung.

2. Welche Förderungen gibt es für Elektroautos?

Der Bund (BMNT und bmvit) unterstützt die Anschaffung von e-Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur gemeinsam mit Autoimporteuren, Zweiradimporteuren und dem Sportfachhandel. Das Land Niederösterreich ergänzt diese Förderaktion mit 1.000 Euro für Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb. Damit sind in Niederösterreich bis zu 4.200 Euro Direktzuschuss für den Kauf eines e-Autos mit Ladeinfrastruktur möglich!

3. Warum wird die Elektromobilität so stark gefördert? Sollte nicht stärker auf den öffentlichen Verkehr gesetzt werden?

Das Elektroauto ersetzt nicht den Öffentlichen Verkehr, sondern das Auto mit Verbrennungsmotor. Das Ziel sollte sein, so umweltfreundlich wie möglich unterwegs zu sein, d.h. den größten Teil der Strecke mit Bahn/ Bus oder Fahrgemeinschaft, die letzten Kilometer (von der Haltestelle nach Hause) zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Elektroauto.

4. Sind Elektroautos umweltfreundlicher als andere Autos? 

Ein Elektroauto emittiert laut Umweltbundesamt über den gesamten Lebenszyklus – inkl. Energieaufwand bei der Herstellung und Entsorgung – lediglich 20 bis 25 Prozent klimaschädliches CO2 eines Autos mit Verbrennungsmotor. In den Batterien bzw. im Elektromotor befinden sich zwar wertvolle Rohstoffe, deren Abbau ökologisch und sozial bedenklich sein kann. ABER diese können recycelt werden. Erdöl – ein begrenzt vorhandener Rohstoff – kann hingegen NICHT wiederverwendet werden.

Die in Elektroautos verbauten Lithium-Ionen-Akkus sind außerdem auf eine langjährige Lebensdauer ausgelegt, mit Garantiezeiten zwischen 5 und 8 Jahren. Anschließend können sie in etwa als Haushaltsbatterien weiter genutzt werden ("second-life") und werden erst dann dem Recycling zugeführt.

5. Wo kommt der zusätzlich benötigte Strom für die Elektroautos her?

Elektroautos sind effizienter und brauchen viel weniger Energie als Autos mit Verbrennungsmotoren. Würde man alle PKWs auf Elektroautos umstellen, käme es zu einem Anstieg von 15 bis 20 Prozent beim Stromverbrauch. Dieser kann mit ausschließlich erneuerbarem Strom gedeckt werden. In Niederösterreich gibt es bereits jetzt 100 Prozent Ökostrom. Ein Windrad erzeugt Strom für 3.000 Elektroautos und spart damit 2 Millionen Liter Öl! Außerdem kann man mit einer Photovoltaik-Anlage selbst kostengünstig den benötigten Jahresstrombedarf für ein e-Auto erzeugen, dafür reichen schon ca. 15-20 m2 Fläche. 

6. Wo können Elektroautos aufgeladen werden? Gibt es genug Ladestationen?

Die Erfahrung zeigt, dass der überwiegende Anteil (90 Prozent und mehr) der Ladevorgänge zu Hause oder am Arbeitsplatz stattfinden. Daher ist die Wohnsituation ausschlaggebend: In einem Eigenheim ist es kein Problem, ein Schukostecker ist in jeder Garage vorhanden, eine Ladestation lässt sich in der Regel ohne Probleme einbauen. Im Mehrfamilienhaus ist die Situation herausfordernder, da ein eigener Parkplatz mit Lademöglichkeit nötig ist. Oft ist die Nachrüstung mit einer Ladebox schwierig. Im Neubau sieht die Bauordnung bereits eine zumindest 50 prozentige Quote von e-Parkplätzen vor. 

Bei längeren Fahrten ist eine gute Planung wichtig. Es gibt Apps und Internetseiten, die die nächstgelegenen Ladepunkte anzeigen. Elektroautos verfügen über ein entsprechendes Navigationssystem. In Österreich gibt es bereits zahlreiche Schnell-Ladepunkte und ein weiterer Ausbau findet laufend statt. Eine Alternative bei Urlaubsreisen kann die Anreise mit der Bahn sein oder einfach ein Leihwagen mit Verbrennungsmotor für diese Zeit. Durch steigende Reichweiten der aktuellen Automodelle wird zukünftig die Notwendigkeit einer öffentlichen Zwischenladung geringer.

7. Welche Vorteile hat ein Elektroauto gegenüber einem Wasserstoff-Auto?

In Zukunft wird es einen Mix aus verschiedensten Antrieben geben, auch Wasserstoff-Autos. Langfristig wird das Elektroauto zum Standard werden. Wasserstoff-Autos werden Elektroautos nicht ersetzen, sondern ergänzen. Heutige Vorteile des Wasserstoff-Antriebes sind die Reichweite und die Tank-Dauer, Nachteile sind die hohen Kosten und das fehlende Tankstellennetz.

Elektroautos sind wesentlich effizienter als Wasserstoffautos. Um Wasserstoff zu erzeugen, muss zuerst Strom in Wasserstoff umgewandelt werden. Dieser wird mittels Brennstoffzelle im Auto wieder in Strom umgewandelt, denn auch das Wasserstoffauto ist letztlich ein Elektroauto. Der Energiebedarf für Wasserstoffautos liegt wegen der Umwandlungsverluste etwa doppelt so hoch wie bei Elektroautos. Gegenüber konventionellen Autos liegt der Energieeinsatz des Wasserstoffautos jedoch immer noch etwa bei der Hälfte.

8. Wie schnell fährt ein Elektroauto?

Wie auch bei Benzin- oder Dieselautos, hängt es vom jeweiligen Modell ab, wie schnell ein Elektroauto fahren kann. Die in Österreich geltenden Höchstgeschwindigkeiten können im Regelfall (locker) erreicht werden. Elektroautos besitzen noch dazu vom Start weg das maximale und hohe Drehmoment, wodurch sie um einiges schneller beschleunigen, als die meisten Autos mit Verbrennungsmotoren. 

9. Wie weit kann ich im Winter mit einem Elektroauto fahren?

Ein Elektroauto hat bei kalten Temperaturen eine verringerte Reichweite. Die Reichweite im Winter kann man jedoch durch gezielte Maßnahmen wie Auswahl eines Modells mit effizienter Wärmepumpenheizung, das Abstellen in einer Garage oder das Nutzen von Lade- und Heizungstimern erhöhen.

10. Elektroautos fahren sehr leise. Ist das nicht gefährlich?

Elektroautos fahren auf Überlandstraßen nahezu gleich laut, bei geringen Geschwindigkeiten im Stadtverkehr aber deutlich leiser als Autos mit Verbrennungsmotoren. Dies erhöht die Lebensqualität im Ortsgebiet, wo niedrigere Geschwindigkeiten und hohe Aufmerksamkeit geboten und auch FußgängerInnen und RadfahrerInnen leise unterwegs sind. Um die Sicherheit zu erhöhen, müssen neu zugelassene e-Autos bei niedrigen Geschwindigkeiten einen bestimmten Ton abgeben. Dadurch werden sie im Straßenverkehr besser wahrgenommen.

Weiterführende Informationen

Energiebewegung Niederösterreich ist eine Initiative der Energie- und Umweltagentur NÖ.

Energie- und Umweltagentur Niederösterreich

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