e-Mobilität Feldversuch

e-Mobilität der Zukunft wird in NÖ Einfamilienhaus-Siedlung getestet.

e-Mobilität Feldversuch

Wir sind bereits mitten im e-mobilen Zeitalter. Wie die elektromobile Zukunft aussieht, soll nun ein Feldversuch in einer Einfamilienhaus-Siedlung in Seitenstetten zeigen. Dort kommen vom 25. September bis 3. November 23 e-Autos täglich zum Einsatz. 28 Personen in der Lehensiedlung haben sich verpflichtet, alle Wege nach Möglichkeit elektrisch zurückzulegen und ihre Erfahrungen detailliert aufzuzeichnen.

Schafft das unser Netz?

Grundsätzlich soll die Aufbringung von Strom für die Elektrofahrzeuge in Zukunft kein Problem darstellen. Eine moderne Windkraftanlage erzeugt beispielsweise genügend Strom für 3.200 Fahrzeuge und ca. 15 m² PV-Paneele stellen jene Strommenge bereit, die ein herkömmliches Elektroauto pro Jahr verbraucht und das über 25 bis 30 Jahre lang.

Allerdings benötigen e-Autos Strom aus den Verteilnetzen und verfügen teilweise über sehr hohe Ladeleistungen, die die Stromnetze belasten. Die EVN unterstützt mit ihrer 100 %-Tochter Netz NÖ das Projekt. Da in der Lehensiedlung ein sehr hohen Dichte an Photovoltaikanlagen vorliegt, wurde in diesem Versorgungsgebiet einen regelbaren Ortsnetztrafo installiert.

Ladung

Die Ladung der Fahrzeuge erfolgt über eigens für den Test adaptierte Ladestationen. Die Wallboxen bzw. Ladeeinrichtungen der Firmen Keba, Schrack und Dinitech sind mit Netzschutzeinrichtungen ausgestattet und können selbständig die Ladeleistung anpassen. Die gewählten Einstellungen können umprogrammiert werden, es soll jedenfalls sichergestellt sein, dass auch bei gleichzeitigem Laden an vielen Punkten die Versorgungssicherheit gewährt bleibt.

Ziele des Feldversuchs

Vorrangiges Ziel ist es Elektromobilität 2030 bis 2050 mit der Infrastruktur von heute zu testen. Die Entwicklung von Ladestationen soll gezielt unterstützt werden und auch eventuelle Schwachstellen im System e-Auto – Ladeeinheit – Stromnetz aufgezeigt werden.

Möglich gemacht wird der Feldversuch durch das Amt der NÖ Landesregierung - Abteilung Umwelt- und Energiewirtschaft, die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur, EVN, KEBA, Schrack und DiniTech.

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