Premiere: Energiegemeinschaften-Austauschtreffen

In Wiener Neustadt trafen sich 43 erneuerbare Energiegemeinschaften (EEG) aus vier Bundesländern zum ersten Energiegemeinschaften-Austauschtreffen. Der noch jungen Community von Pionieren wurde so Raum für Austausch und Diskussion gegeben.

TeilnehmerInnen Energiegemeinschaften-Austauschtreffen

Die TeilnehmerInnen des EEG-Austauschtreffens teilen ihre Erfahrungen.

Bei guter Stimmung haben sich die VertreterInnen von 43 Energiegemeinschaften aus den Bundesländern Burgenland, Steiermark, Wien und Niederösterreich getroffen, um ihre Erfahrungen auszutauschen und Energiegemeinschaften gemeinsam weiterzuentwickeln. Es wurde auch diskutiert, wie der Gesetzgeber, die Netzbetreiber und die Österreichplattform für Energiegemeinschaften die EEG bestmöglich unterstützen können.

Vernetzung aller AkteurInnen

Aktiv am Event beteiligten sich auch die Netzbetreiber der vier Bundesländer, allen voran die Niederösterreich Netze, die als besonderes Vorprogramm eine Führung in einem nahegelegenen Umspannwerk organisierte. Da die Netzbetreiber eine entscheidende Rolle in der Umsetzung von EEG in Österreich spielen, war es ein großes Anliegen, diese aktiv mit der Community zusammenzubringen.

Organisiert wurde das Event von der eNu im Rahmen ihrer Mitgliedschaft in der Österreichplattform für Energiegemeinschaften. Die etablierten Energieagenturen und -institute in den Bundesländern bilden diese Plattform zusammen mit der Österreichischen Koordinationsstelle für Energiegemeinschaften. Durch ein gemeinsames Arbeitsprogramm von Bund und Bundesländern soll die unabhängige, öffentliche und abgestimmte Beratung für Energiegemeinschaften gestärkt werden.

Vielfältiges Programm

Zum Auftakt der Veranstaltung präsentierte Eva Dvorak, Leiterin der Österreichischen Koordinationsstelle für Energiegemeinschaften, den Stand der EEG in Österreich und stellte das neue Förderprogramm des KlimaFonds für innovative Energiegemeinschaften vor.

Anschließend gab Thomas Stangl (Regulierungsmanagement Netz NÖ) einen Überblick zu den Entwicklungen der Energiegemeinschaften in NÖ und betonte die Kooperationsbereitschaft der NÖ Netze mit Energiegemeinschaften.

Nach einem kurzen Stimmungsbild aus den Bundesländern durch deren VertreterInnen ging es in vier Diskussionsgruppen. In zwei Durchläufen konnten die TeilnehmerInnen zwei Stunden zu den Themen Steuern, Tarifierung, Netzbetreiber und Vertragswerk diskutieren. Als Ergebnis der Gruppendiskussionen zeichnete sich klar die Forderung an die EntscheidungsträgerInnen ab, die Umsetzung und den Betrieb von EEG zu erleichtern. Das Fazit des Treffens bildet, gemeinsam mit den Ergebnissen des Austauschtreffens in Salzburg am 24.10., bei dem sich die EEG der westlichen Bundesländer trafen, die Basis für ein Forderungspapier der Österreichplattform.

Wiederholung fixiert

Das Interesse am Austauschtreffen war mit insgesamt 111 Teilnehmenden groß: Neben 43 VertreterInnen der Energiegemeinschaften waren 29 DienstleiterInnen und 39 weitere Teilnehmende (Netzbetreiber, Behörden, Forschung etc.) beim Treffen anwesend. Aufgrund des großen Erfolgs ist eine Wiederholung im kommenden Jahr jedenfalls fixer Bestandteil des Arbeitsprogramms der Österreichplattform für Energiegemeinschaften.