Heizsaison 2016: Brennstoffkosten sinken, Öl bleibt am teuersten

Medieninformation der Energie- und Umweltagentur NÖ, 12. Oktober 2016

Die Energiefachleute der Energie- und Umweltagentur NÖ haben die zu erwartenden Energiekosten für die kommende Heizsaison unter die Lupe genommen: Heizen mit einer Erdwärmepumpe ist am günstigsten und braucht um 700 Euro weniger Energiekosten als eine vergleichbare Ölheizung.

Für den Energiepreisvergleich wurden die Energiekosten eines 25 Jahre alten durchschnittlichen Einfamilienhauses berechnet1. Trotz der in den letzten zwei Jahren stark gesunkenen Öl- und Gaspreise sind die Energiekosten der betrachteten erneuerbaren Heizsysteme wie Erdwärmepumpe, Pelletheizungen und Scheitholzheizungen wesentlich geringer als die der fossilen Heizsysteme. Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf: „Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energieträgern. Nicht nur die niedrigen Energiekosten sprechen für erneuerbare - sie halten außerdem die Wertschöpfung in der Region und reduzieren die Abhängigkeit von importierter fossiler Energie. Wenn wir die Energiewende hin zu erneuerbaren schaffen, können wir uns auch einen erheblichen Teil der 8 Milliarden Euro an Netto-Importkosten für Energie sparen, die wir alleine im Jahr 2015 in Österreich ausgegeben haben2. Das ist gut für die eigene Geldbörse, die Wirtschaft und die Umwelt.“

Energieeffizienz lohnt sich
Wie sich die Energiepreise in Zukunft entwickeln, lässt sich nicht vorhersagen. Vor hohen Preisen kann man sich jedenfalls durch eine gut gedämmte Gebäudehülle schützen. Gerade in unsanierten Altbauten besteht sehr hohes Einsparpotenzial, eine Einsparung von 50 Prozent der Heizkosten ist keine Seltenheit. Auch der Wohnkomfort steigt durch die Dämmmaßnahmen stark an.

HeizungsCheck analysiert Heizkessel
Ein neuer und effizienter Heizkessel kann sich auszahlen, in den letzten Jahren hat sich bei der Heizkesseltechnik viel getan, wie Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ bestätigt: „Bei einem Heizkessel der schon 15 Jahre oder älter ist, sollte ein Tausch überlegt werden, eine Einsparung von bis zu 20 Prozent ist so möglich. Ob ihr Kessel ein Tauschkandidat ist, verrät unser HeizungsCheck. Um lediglich 30 Euro erhalten Haushalte eine Energieberatung und genaue Analyse der Heizanlage durch Profis.“

Termine für den HeizungsCheck werden über die Energieberatungshotline der Energie- und Umweltagentur NÖ, unter der Telefonnummer 02742 221 44, vergeben. Der HeizungsCheck ist ein Gemeinschaftsprojekt der Energie-und Umweltagentur NÖ, der Initiative klimaaktiv erneuerbare Wärme und des Landes NÖ.

Förderaktion für Holzheizungen läuft noch
Der Klima- und Energiefonds des Bundes unterstützt den Einsatz von klimaschonenden und umweltfreundlichen Heizungsanlagen und fördert die Errichtung von Pellet- und Hackgutzentralheizungsgeräten sowie Pelletkaminöfen in privaten Haushalten. Für eine Förderung eingereicht werden kann noch bis 30. November 2016 nach einer einmaligen Registrierung auf www.holzheizungen.klimafonds.gv.at.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Energie- und Umweltagentur NÖ bzw. bei der Energieberatung NÖ unter der Telefonnummer 02742 22 144 und auf www.energieberatung-noe.at.

Für JournalistInnenrückfragen:
Energie- und Umweltagentur NÖ
Mag.a Christina Mutenthaler
Tel. 02742 219 19-0
christina.mutenthaler@enu.at www.enu.at

Bildnachweis: eNu

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[1] 23.400 kWh pro Jahr Heizwärmebedarf, ca. 5 Jahre alter Heizkessel (Wärmepumpe) in Kombination mit vorlaufoptimierter Radiatorheizung, optimale Heizungsregelung und gut gedämmte kurze Heizungsrohre (15cm Pufferwärmedämmung), Jahresnutzungsgrade bei Holzvergaserkessel mit Puffer: 80%; Pelletkessel: 83%; Ölbrennwertkessel: 90%; Erdgasbrennwerttherme 95%; Jahresarbeitszahl Erdwärmepumpe: 3,5; Brennstoffpreise Stand September 2016 (Quellen: ProPellets, Österreichischer Biomasseverband, IWO, EVN, e-Control).

[2] Statistik Austria – Eckdaten Außenhandel - Wirtschaftsatlas Österreich

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