Klimagipfel der blau-gelben Gemeinden in Perchtoldsdorf

Presseaussendung, 7. September 2019

Mehr als 600 Gemeindevertreter waren beim Energie- und Umwelt-Gemeindetag in der Burg Perchtoldsdorf. Der Freitag stand ganz im Zeichen des Klimaschutzes, der Artenvielfalt und der Innovation.

„Gemeinde 2030. Klimaschutz: Ziel und Motor zugleich“, unter diesem Motto stand der von der Energie- und Umweltagentur NÖ abgehaltene „Energie- und Umweltgemeindetag“ 2019 in Perchtoldsdorf. Bei Niederösterreichs größtem Kommunalgipfel gab es neben Impulsen von Expertinnen und Experten Beispiele aus dem Gemeindealltag, der Landesverwaltung und der Wirtschaft. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf unterstrichen die Bemühungen durch die Gemeinden im Hinblick auf Klimaschutz. Mikl-Leitner dazu: „Das Land Niederösterreich war sich bereits früh seiner Verantwortung bewusst. Wir haben unter anderem bereits seit 2004 ein eigenes Klimaschutzprogramm. Wir werden unsere Anstrengungen nicht nur konsequent weiterführen, sondern noch verstärken. Deshalb wurde im Juni der neue NÖ Klima- und Energiefahrplan 2020 – 2030 beschlossen. Auf Basis dieses Fahrplanes werden wir die CO2-Emmissionen bis 2030 um 36 Prozent reduzieren, die Erneuerbare Energie ausbauen und bis 2030 soll jeder fünfte PKW auf Niederösterreichs Straßen elektrisch unterwegs sein.“ LH-Stellvertreter Pernkopf ergänzt: „Die CO2-Emissionen sinken bereits seit 2005 deutlich, und seit 2015 deckt Niederösterreich 100 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien. Das war ein Meilenstein, nun gehen wir die nächsten Schritte. Denn das hilft nicht nur dem Klima, sondern schafft auch Green Jobs, insgesamt wollen wir in den nächsten Jahr 10.000 neue Umwelt-Jobs schaffen. Die Gemeinden sind unsere wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel, mit dem Energie- und Umweltgemeindetag unterstützen wir sie dabei.“
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt für Pernkopf im Bereich Naturschutz. Mit der Initiative „Wir für Bienen“ soll vor allem die Artenvielfalt in den Fokus gerückt werden. Pernkopf dazu: „Die Initiative soll aufzeigen, wie viel wir in Niederösterreich für die Artenvielfalt bereits machen. Von den Bäuerinnen und Bauern, über die Gemeinden bis hin zu den Bürgerinnen und Bürgern.“

Gemeinden unterstreichen ihre Vorbildfunktion

Stellvertretend für die NÖ-Kommunen ragten beim Energie- und Umweltgemeindetag die Gemeinden Baden und Wieselburg hervor. Sie erhielten bei der e5-Auszeichnungsfeier jeweils fünf „e“ für ihre Leistungen beim Energieeffizienzprogramm e5. Zudem konnte mit Tulln die 50. Niederösterreichische e5-Gemeinde begrüßt werden. Die Stadtgemeinde Hollabrunn errichtet noch im Herbst ein Photovoltaik-Bürgerbeteiligungsprojekt. Die Gemeinde Allhartsberg ist eine der ersten NÖ-Gemeinden, die „Raus aus dem Öl“ will. 

Innovative Keynotes zu Veränderung und Nachhaltigkeit

Als Keynote-Speaker referierten beim Energie- und Umweltgemeindetag Anja Förster und Monika Langthaler. Förster gab dabei einen Einblick auf die Veränderungen, die mit der Erreichung der Klimaschutzziele einhergehen. Die Bestsellerautorin ist überzeugt, dass Führungskräfte Rebellen unter ihren Mitarbeitern brauchen und Ja-Sager sowie Kofferträger links liegen lassen sollten, um erfolgreich zu sein. Ihr Ansinnen „Seien Sie alles, außer gewöhnlich“. Langthaler führt das Beratungsunternehmen brainbows und startete im Jahr 2016 gemeinsam mit Arnold Schwarzenegger die internationale Initiative „R20 Austrian World Summit“. Sie sprach über die Vision für eine Gemeinde 2030 mit all ihren Chancen und Möglichkeiten im Bereich des Klima- und Umweltschutzes.

Reger Austausch bei fünf Impulsgruppen

Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ, lud die 450 GemeindevertreterInnen beim Energie und Umweltgemeindetag 2019 zum Mittun ein. Die Besucher brachten ihr Knowhow bei den Impuls- und Workshop-Gruppen zu den Themen Sauberhafte Feste, Smart Street, e-Fahrtendienste, Photovoltaik sowie Artenvielfalt ein. Greisberger hob dabei die Partnerschaft mit den Gemeinden hervor: „Die Gemeinden sind der wesentliche Motor für unsere Themen und Schwerpunkte. Darum profitieren Gemeinden vom gegenseitigen Austausch über Ideen und Erfahrungen.“

Weitere Informationen zu Gemeindeangeboten

erhalten Sie am Gemeinde-Telefon der Energie-  und Umweltagentur NÖ: 02742 22 14 44, auf www.umweltgemeinde.at und beim Servicetelefon der Energie- und Umweltagentur: 02742 219 19 bzw. auf www.enu.at 

Foto EUGTag2019_Filzwieser (v. l.): LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Keynote-Speakerin Monika Langthaler und Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl

Foto EUGTag2019_2_Filzwieser (v. l.): Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ, Christian Milota, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Keynote-Speakerin Anja Förster, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Keynote-Speakerin Monika Langthaler Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl und Präsident der Abfallwirtschaftsverbände, Anton Kasser

Bildnachweis: NLK Filzwieser

Für JournalistInnen-Rückfragen:
Pressesprecher Philipp Hebenstreit 
*Die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ
Tel. +43 676 836 88 569
philipp.hebenstreit@enu.at, www.enu.at 

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