Neuer NÖ Klima- und Energiefahrplan

Niederösterreich ist am Weg zu einer sauberen, erneuerbaren und nachhaltigen Energiezukunft.

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In Zusammenarbeit mit der Energie- und Umweltagentur NÖ haben die Fachabteilungen des Landes NÖ den neuen Klima- und Energiefahrplan 2020 - 2030 erarbeitet. Er ist eine Richtschnur für die Orientierung des Landes hin zu einer sauberen, erneuerbaren und nachhaltigen Energiezukunft in den nächsten Jahren. 

Die Ziele bis 2030 im Überblick

  • Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um 36 Prozent
  • Erzeugung von 2.000 Gigawatt-Stunden Photovoltaik
  • Erzeugung von 7.000 Gigawatt-Stunden Windkraft
  • Versorgung von 30.000 zusätzlichen Haushalten mit Wärme aus Biomasse und erneuerbarem Gas
  • 10.000 neue Jobs sollen durch „grüne Technologien“ geschaffen werden
  • Jeder fünfte PKW soll 2030 elektrisch unterwegs sein

Maßnahmenmix geplant

Die Klimaziele des Landes, nämlich den Energieverbrauch zu reduzieren, die erneuerbaren Energien auszubauen und langfristig den Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu forcieren, sollen mit einem umfangreichen Maßnahmen-Mix erreicht werden. Das Land wird hier mit gutem Beispiel vorangehen:

  • Bis 2025 werden alle Landesgebäude auf saubere Heizsysteme umgestellt
  • Die Landesgebäude sollen Schritt für Schritt auch mit PV-Anlagen ausgestattet werden
  • Der Landesdienst setzt verstärkt auf e-Autos und Busse mit alternativem Antrieb

Schon viel erreicht

Beim Klimaschutz kann Niederösterreich auf eine lange Erfolgsgeschichte zurückblicken:

  • 2004 wurde das erste Niederösterreichische Klimaprogramm vorgelegt 
  • 2007 hat Niederösterreich als erstes Bundesland den Klimaschutz in der Landesverfassung verankert
  • Seit 2015 kann der niederösterreichische Strombedarf zu 100 % aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden
  • Ab 2020 ist Niederösterreich frei von Kohlestrom und Atomstrom
  • Rund 300.000 Menschen setzen sich über verschiedene Initiativen und Maßnahmen für saubere und erneuerbare Energie ein
  • Rund 40.000 Menschen arbeiteten in sogenannten „Green Jobs"

Vorbild für andere Bundesländer

Das in Niederösterreich seit Jahresbeginn geltende Ölheizungsverbot für neu errichtete Gebäude wurde bei der letzten Klimareferenten-Konferenz im April auch von anderen Bundesländern aufgegriffen und hat auch internationale viel Aufmerksamkeit erregt. 

Laut Klima- und Energiefahrplan soll bis 2030 der Strom aus PV-Anlagen verzehnfacht und der Strom aus der Windkraft verdoppelt werden. Gelingen soll der Ausbau der Windkraft laut LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf vor allem durch bessere Technologie und sogenanntes Repowering bestehender Windkraft-Standorte: So versorgt ein altes Windrad rund 1.000 Haushalte mit sauberem Strom, ein neues schafft dagegen bereits 4.000 Haushalte.

2030 sollen mehr als 50 Prozent der Neuzulassungen e-Autos sein und ab 2030 nur mehr Busse mit alternativem Antrieb bestellt werden. So ist der Klimaschutz auch ein wichtiger Wirtschaftsmotor: Jedes zusätzliche Prozent Ökostrom trägt dazu bei, dass 15 Millionen Euro im Land bleiben. Die Steigerung von 84 Prozent erneuerbarer Energie auf 100 Prozent bringt damit jährlich 240 Millionen Euro an Wertschöpfung in Niederösterreich.

Jugend am Wort

Bei der kürzlich im NÖ Landhaus abgehalten NÖ Jugendklimakonferenz konnten Schülerinnen und Schüler ihre Ideen und Vorschläge sowie Anregungen zu den Themen Klimaschutz, Energiewende und Nachhaltigkeit einbringen. Laut Landeschülervertreter Lukas Klaczynski war die Konferenz auch Ausdruck dafür dass die Jugend ernst genommen werde.

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