Ölheizungsverbot: Niederösterreich ist Vorreiter

Seit dem 1.1.2019 gilt laut NÖ Bauordnung ein Verbot von Ölheizungen in Neubauten.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Umweltministerin Elisabeth Köstinger
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Umweltministerin Elisabeth Köstinger freuen sich über das Ölheizungsverbot in NÖ und weisen auf den "Raus aus dem Öl"-Bonus hin.

Niederösterreich ist das erste Bundesland, in dem das Ölheizungsverbot umgesetzt wurde.

Doch schon vor dem In-Kraft-Treten der Gesetzesnovelle gingen Ölheizungen stark zurück: In Niederösterreich ist ihre Anzahl innerhalb von 10 Jahren um knapp ein Drittel, von 132.000 auf 92.000 Ölheizungen, gesunken. Nur noch knapp 14 Prozent der etwas mehr als 700.000 Haushalte heizen mit Öl. Damit hat Niederösterreich das fossile Heizsystem schon jetzt an den Rand gedrängt.

Mission 2030 – Raus aus dem Öl

Auf nationaler Ebene ist im Rahmen der Klimastrategie „mission 2030“ der Bundesregierung ab 2020 ein österreichweites Verbot für Ölheizungen im Neubau geplant. Die Erfahrungen aus Niederösterreich können hier als wertvoller Input dienen. Ab 2025 sollen auch bestehende Ölheizungen aus Österreichs Haushalten verbannt werden.

Langfristiges Ziel der Klimastrategie aufgrund des Pariser Klimaabkommens ist, bis 2030 die Zahl der Ölheizungen zu halbieren. Ein kompletter Ausstieg soll bis spätestens 2050 erreicht werden.

Jeder Beitrag zählt

Um dieses Ziel zu erreichen sind alle Haushalte, die noch fossil heizen, gefordert, auf erneuerbare Wärmeträger umzusteigen. Die Energie- und Umweltagentur des Landes bzw. die Energieberatung NÖ unterstützt dabei. Sichern Sie sich einen Heizungs-Check mit einer firmenunabhängigen Energieberaterin oder einem Energieberater. Die Terminvereinbarung ist ganz einfach online möglich!

Außerdem können Sie beim Heizkessel-Casting mitspielen und sich mit etwas Glück eine zusätzliche Tausch-Prämie von 3.000 Euro sichern. Füllen Sie dazu einfach das Teilnahmeformular aus.

Geld sparen und 5.000 Euro Förderung abholen

Die Praxis zeigt: Der Umstieg zahlt sich auf jeden Fall aus, denn Ölheizungen sind unökologisch und verursachen hohe Heizkosten. Wenn man ein typisches Einfamilienhaus in Niederösterreich mit Öl beheizt, kostet das pro Heizsaison rund 2.390 Euro. Mit einer Pelletheizung wären das nur 1.400 Euro, mit Erdwärme 1.050 Euro. Bei Sanierungsmaßnahmen sollte man daher auf jeden Fall auf ein sauberes, nachhaltiges Heizsystem setzen. Diese Maßnahme amortisiert sich je nach Ausgangslage innerhalb einiger Jahre. Zusätzlicher finanzieller Anreiz ist der "Raus aus dem Öl"-Bonus von bis zu 5.000 Euro.  

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