Willkommen beim "Quick Check", dem neuen klimaaktiv Bepunktungstool für Wohngebäude Sanierungen!

Sie interessieren sich für eine energieeffiziente und ökologische Sanierung Ihres Wohngebäudes nach den hochwertigen klimaaktiv Qualitätsstandards. Mit "Quick Check" können Sie in wenigen Minuten eine Schnellabschätzung über die Qualität Ihrer geplanten Sanierungsmaßnahmen erhalten und unkompliziert die Auswirkungen verschiedener Alternativen überprüfen. Das neue klimaaktiv Tool ermöglicht Ihnen in kürzester Zeit, Ihr spezielles Sanierungsprojekt schon in der Planungsphase vordringlich in den Bereichen Energieeffizienz und ökologische Baumaterialien zu optimieren und rechtzeitig vor Ausführungsbeginn den gewünschten klimaaktiv Qualitätslevel - Gold / Silber / Bronze - für alle relevanten Punkte festzulegen.

Anleitung:
Bitte beantworten Sie alle Fragen durch Anklicken der dafür vorgesehenen Buttons. Bei einigen wenigen Fragen können auch mehrere Antworten gegeben werden. Haben Sie eine Frage beantwortet, klicken Sie auf Weiter, um zur nächsten zu gelangen. Mit Zurück und Weiter können Sie entweder zur vorherigen oder zur nächsten Frage navigieren. Insgesamt sind maximal 1.000 Punkte erreichbar. Sie finden auf jeder Seite am rechten Rand zuerst Ihre aktuelle Gesamt-Punkteanzahl und anschließend Ihre erreichten Punkte für die jeweilige Frage. Auf der letzten Seite folgt eine Zusammenfassung aller Fragen und Ihre erreichte Punkteanzahl mit dem Hinweis, welchen klimaaktiv Qualitätslevel (Gold / Silber / Bronze) Sie bereits erreicht haben bzw. wie viele Punkte Sie noch benötigen, um einen bestimmten Auszeichnungswert zu erreichen. Fachausdrücke und für die Bepunktung wesentliche Bezeichnungen werden durch Anklicken genauer erklärt und beschrieben.

Viel Erfolg bei der Entwicklung Ihres klimaaktiv Sanierungsprojektes!

HINWEIS: Das Ergebnis der „Quick-Points“ Schnellabschätzung garantiert keinen positiven klimaaktiv Deklarationsabschluss!

Allgemeine Informationen

Grundlegende Daten zu Ihrem Gebäude

Bei meinem Gebäude handelt es sich um ein


Mein Gebäude weist eine Wohnfläche von ca. m2 auf.

Ich beabsichtige, die für mein Gebäude erforderlichen Energiebedarfsberechnungen besonders ausführlich und genau mit dem speziellen Programm "PHPP" durchzuführen zu lassen.


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PLANUNG UND AUSFÜHRUNG

Planung

Infrastruktur und Anbindung an den öffentlichen Verkehr

Folgende Infrastruktur-Einrichtungen sind von meinem Wohngebäude nicht weiter als 500 Meter Luftlinie entfernt:











Wenn der Bedarf für das tägliche Leben im Umkreis von 500 bis 1000 m Luftlinie gedeckt werden kann, können Wege wie Einkäufe, Arzt- oder Schulbesuch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt werden. Autos werden seltener benötigt, das erhöht die Lebensqualität im Wohnquartier und schont die Luft, weil weniger Staub, Lärm und Abgase produziert werden.

PLANUNG UND AUSFÜHRUNG

Planung

Fahrradabstellplatz

Ich beabsichtige, auf meinem Grundstück mind. Fahrradabstellplätze zu schaffen.

Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Ziel ist es, motorisierten Individualverkehr zu vermeiden und den Energiebedarf für Mobilität zu senken. Das Einsparpotential ist sehr hoch, denn ein hoher Anteil aller Autofahrten – beispielsweise fast 50% in Vorarlberg - ist kürzer als 5 km, kann also in vielen Fällen ohne nennenswerten Zeitverlust mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Eine Voraussetzung für die regelmäßige Nutzung des Fahrrads im Alltagsverkehr ist das Angebot einer ausreichenden Anzahl attraktiver Abstellanlagen: eingangsnah, Fahrrad fahrend erreichbar, überdacht und diebstahlsicher. Ziel ist es, mit dieser Maßnahme insbesondere in Geschoßwohnbauten allen Bewohnern einen möglichst schnellen und barrierefreien Zugang zum Fahrrad zu ermöglichen.

PLANUNG UND AUSFÜHRUNG

Planung

Gebäudehülle wärmebrückenoptimiert

Ich beabsichtige, für mein Gebäude eine Wärmebrückenberechnung durchführen zu lassen.

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Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Ziel der Maßnahme ist die Vermeidung Feuchte bedingter Bauschäden und die Reduktion Wärmebrücken bedingter Wärmeverluste.
Der Kundennutzen besteht in einer hohen Bauschadenssicherheit, geringeren Gesundheitsrisiken (Schimmelfreiheit!) und verminderten Wärmeverlusten. Die Reduktion von Wärmebrücken kann oft ohne großen finanziellen Aufwand durchgeführt werden, Voraussetzung ist eine detaillierte Planung.

PLANUNG UND AUSFÜHRUNG

Planung

Vereinfachte Berechnung der Lebenszykluskosten

Ich beabsichtige, für mein Gebäude* eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchführen zu lassen.

*Verpflichtend für Gebäude ab 1.000 m² konditionierter BGF

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Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Ziel ist die wirtschaftliche Optimierung des Gebäude-Energiekonzepts. Anhand der Lebenszykluskosten der energetisch relevanten Bauteile und Komponenten kann bestimmt werden, welche Mehraufwendungen für Energieeffizienzmaßnahmen durch niedrigere Betriebskosten kompensiert werden können.

PLANUNG UND AUSFÜHRUNG

Planung

Detaillierte Überprüfung der Energiebedarfsberechnungen (PHPP)

Ich beabsichtige, die mit dem Berechnungsprogramm PHPP durchgeführte Energiebedarfsberechnung für mein Gebäude durch eine authorisierte Zertifizierungsstelle überprüfen zu lassen.

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Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Ziel ist die Qualitätssicherung für die Energiebedarfsberechnungen durch detaillierte Überprüfung.

PLANUNG UND AUSFÜHRUNG

Ausführung

Gebäudehülle luftdicht

ACHTUNG: Für einen positiven klimaaktiv Deklarations-Abschluss, ist dieser Nachweis verpflichtend!
Ich beabsichtige, für mein Gebäude einen Luftdichtheitstest durchführen zu lassen.

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Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Ziel ist die Herstellung einer luftdichten Gebäudehülle und die damit verbundene Vermeidung von Feuchte bedingten Bauschäden. Undichtheiten in der Gebäudehülle sind eine der häufigsten Ursachen für Feuchte bedingte Bauschäden. Die Undichtheiten führen dazu, dass punktuell große Mengen feuchter, warmer Luft aus dem Gebäudeinneren in die Gebäudehüllkonstruktion eindringen. Diese Luft kühlt auf ihrem Weg nach außen ab und kondensiert, die durchfeuchteten Bauteile sind Schimmelpilz gefährdet. Auch ohne Kondensatausfall besteht Schimmelgefahr, wenn die relative Feuchte längerfristig über 80% beträgt.
Die Durchfeuchtung von Bauteilen aufgrund des Feuchteeintrags durch Ritzen und Fugen führt außerdem zu einer Verschlechterung des Wärmeschutzes: die Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen ist in feuchtem Zustand in der Regel schlechter, als in trockenem Zustand.
Darüber hinaus verursacht der erhöhte Luftaustausch durch Ritzen und Fugen zusätzliche Infiltrations-wärmeverluste.
Die Ausführung einer möglichst luftdichten Gebäudehülle ist mit geringen Mehrkosten durch gute Planung und Ausführung möglich. Deshalb wird die durch Luftdichtheitstests belegte luftdichte Ausführung der Gebäudehülle bepunktet.
Der Kundennutzen besteht in einer hohen Bauschadenssicherheit, besserem Schallschutz (Undichtheiten in der Gebäudehülle sind auch Schwachstellen in akustischer Hinsicht) sowie in deutlichen Energieeinsparungen.
Wie Berechnungen für ein Beispiel-Reihenhausprojekt zeigen, verringert sich der HWB bei einer Verbesserung der Luftdichtheit von n50=3,0 h-1 auf 1,0 h-1 um etwa 12 kWh/(m²WNFa) entsprechend ca. 10 kWh/m²BGF a [Ploss].
Im Geschosswohnungsbau ist bei einer luftdichten Ausführung auch auf die Dichtheit zu den Nachbar-wohnungen zu achten. Der Nutzen dieser Maßnahme ist die Verringerung der gegenseitigen Geruchs-belästigung, wie etwa durch Rauchen.

PLANUNG UND AUSFÜHRUNG

Ausführung

Erfassung Energieverbräuche

Ich beabsichtige, für mein Gebäude die erforderliche Messeinrichtungen zu installieren um die unterschiedlichen Energieverbräuche* erfassen zu können.

*Verpflichtend für Gebäude ab 1.000 m² konditionierter BGF

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Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Die energetische Performance realisierter Gebäuden kann durch Vergleich der tatsächlichen Verbräuche mit den vorausberechneten Bedarfswerten beurteilt werden. Voraussetzung für diese Bewertung ist die separate Erfassung der relevanten Energieverbräuche nach Energieträgern und Anwendungen. Die Verbrauchserfassung dient der Überprüfung der Planungsziele, dem Kostencontrolling und kann dazu genutzt werden, eventuelle Mängel, etwa an den technischen Systemen, aufzuspüren und ggf. zu beseitigen. Des Weiteren kann durch eine genaue Kenntnis der Verbräuche der eigene Umgang mit Energie hinterfragt und angepasst werden.

ENERGIE UND VERSORGUNG

Nutzenergie

Heizwärmebedarf

ACHTUNG: Für einen positiven klimaaktiv Deklarations-Abschluss, ist dieser Nachweis verpflichtend!
Ich beabsichtige, die Qualität der Wärmedämmung meiner Gebäudehülle so zu verbessern, dass der künftige Energieverbrauch im folgenden Bereich liegt:




Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Je nach erreichtem Heizwärmebedarf sind unterschiedliche Heizungssysteme empfehlenswert:
Konkrete Empfehlungen für Einfahmilienhäuser
Konkrete Empfehlungen für Mehrfahmilienhäuser
 
Die Senkung des Heizwärmebedarfs ist eine langfristig wirksame, gut vorausberechenbare Möglichkeit zur Reduktion des Energieeinsatzes und aller Schadstoffemissionen. In den klimaaktiv Kriterienkatalogen werden daher deutlich strengere Grenzwerte vorgegeben, als durch die OIB Richtlinie 6.
Der Kundennutzen liegt in gesteigerter Behaglichkeit und den reduzierten Energiekosten.
Wie Beispiele zeigen, können die Energieeinsparungen gerade in großvolumigen Gebäuden in vielen Fällen schon heute wirtschaftlich erreicht werden, wenn die Energiesparmaßnahmen mit ohnehin notwendigen Sanierungsmaßnahmen gekoppelt und Fördermöglichkeiten berücksichtigt werden.
Die Mindestanforderungen an den Heizwärmebedarf werden wie folgt festgelegt:

•  HWBBGF,WGsan, Ref 50 kWh/m² BGF a für Gebäude mit A/V Verhältnis von 0,8 und höher (Einfamilienhaus)
•  HWBBGF,WGsan, Ref 30 kWh/m² BGFa für Gebäude mit A/V Verhältnis von 0,2 und niedriger (große MFH)

Zwischenwerte ergeben sich durch lineare Interpolation.
Die Höchstpunktzahl wird unabhängig vom A/V-Verhältnis für Gebäude mit einem HWBBGF,WGsan, Ref von maximal 17 kWh/m² BGF a vergeben.
Der Kundennutzen liegt in gesteigerter Behaglichkeit und den reduzierten Energiekosten.
Wie Beispiele zeigen, können die Energieeinsparungen gerade in großvolumigen Gebäuden in vielen Fällen schon heute wirtschaftlich erreicht werden, wenn die Energiesparmaßnahmen mit ohnehin notwendigen Sanierungsmaßnahmen gekoppelt und Fördermöglichkeiten berücksichtigt werden.
Die Mindestanforderungen an den Heizwärmebedarf werden wie folgt festgelegt:
•  HWBBGF,WGsan, Ref 60 kWh/m² BGF a für Gebäude mit A/V Verhältnis von 0,8 und höher (Einfamilienhaus)
•  HWBBGF,WGsan, Ref 40 kWh/m² BGFa für Gebäude mit A/V Verhältnis von 0,2 und niedriger (große MFH)

Zwischenwerte ergeben sich durch lineare Interpolation.
Die Höchstpunktzahl wird unabhängig vom A/V-Verhältnis für Gebäude mit einem Energiekennwert Heizwärme PHPP von maximal 25 kWh/m² a vergeben.

ENERGIE UND VERSORGUNG

End- und Primärenergie + CO2

Komfortlüftung energieeffizient

Ich beabsichtige, für mein Gebäude eine energieeffiziente Wohnraum-Lüftungsanlage einzubauen.

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Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Der Einsatz von Komfortlüftungsanlagen trägt erheblich zur Reduktion des Heizwärmebedarfs bei, ist jedoch mit einem zusätzlichen Strombedarf verbunden. Um auch primärenergetisch möglichst hohe Einsparungen zu erzielen, sollten nur effiziente Anlagen eingesetzt werden. Diese zeichnen sich durch hohe Wärmebereitstellungsgrade bei niedrigem Strombedarf aus.

ENERGIE UND VERSORGUNG

End- und Primärenergie + CO2

Primärenergiebedarf

ACHTUNG: Für einen positiven klimaaktiv Deklarations-Abschluss, ist dieser Nachweis verpflichtend!
Ich beabsichtige, für mein Gebäude den Primärenergiebedarf mittels Berechnung auf folgenden Bereich zu optimieren:




Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Ziel ist die Senkung des Primärenergiebedarfs von Gebäuden für alle Energieanwendungen und damit die Schonung der Energieressourcen.

ENERGIE UND VERSORGUNG

End- und Primärenergie + CO2

CO2 Emissionen

ACHTUNG: Für einen positiven klimaaktiv Deklarations-Abschluss, ist dieser Nachweis verpflichtend!
Ich beabsichtige, für mein Gebäude die CO2 – Emissionen mittels Berechnung auf folgenden Bereich zu optimieren:




Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Ziel ist die Senkung der Emissionen an CO2-Äquivalenten des Gebäudes für alle Energieanwendungen.

ENERGIE UND VERSORGUNG

End- und Primärenergie + CO2

Photovoltaikanlage

Ich beabsichtige, an meinem Gebäude eine Photovoltaikanlage zu installieren.

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Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Ziel der Maßnahme ist die Erhöhung des Anteils der Solarstromerzeugung.

BAUSTOFFE UND KONSTRUKTION

Baustoffe

Ausschluss von klimaschädlichen Substanzen

ACHTUNG: Für einen positiven klimaaktiv Deklarations-Abschluss, ist dieser Nachweis verpflichtend!
Ich beabsichtige, für mein Gebäude keine klimaschädlichen Baustoffe zu verwenden.

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Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

HFKW (teilhalogenierte Fluor-Kohlenwasserstoffe) sind klimaschädliche Chemikalien und daher in Österreich in vielen Anwendungen verboten (HFKW-FKW-SF6-Verordnung, BGBl. II 447/2002). Für Dämmstärken über 8 cm ist der Einsatz von HFKWs mit einem Treibhauspotential unter 300 erlaubt. Weiters gibt es zumindest eine Ausnahmegenehmigung auch für ein XPS-Produkt mit GWP größer 300 (http://www.bauxund.at/fileadmin/user_upload/media/service/bauXund_Unterscheidungsliste_XPS-Platte_bzgl_HFKW_Oktober_2010.pdf, bauXund, 27.10.2010). Der Einsatz HFKW-freier Dämmstoffe ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Die HFKW-Freiheit ist eine Mussbestimmung.

BAUSTOFFE UND KONSTRUKTION

Baustoffe

Vermeidung von PVC

Ich beabsichtige, bei meinem Gebäude auf den Einsatz von PVC in folgenden Bereichen zu verzichten:






Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Ziel ist die Vermeidung des Kunststoffes PVC sowie der Einsatz PVC-freier Materialien. Das Österreichische Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft hat sich bei den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens und in seinem klimaaktiv Programm zur Vermeidung des Kunststoffes PVC bekannt.
Der Kunststoff PVC wird seit vielen Jahren kontrovers diskutiert, da PVC aus problematischen Ausgangsstoffen hergestellt wird und problematische Zusatzstoffe enthält respektive enthalten kann. Das Ausgangsprodukt für die Herstellung von PVC ist Vinylchlorid, ein Stoff, der als eindeutig krebserzeugend eingestuft ist. Insbesondere in Weich-PVC, woraus in erster Linie Bodenbeläge, Tapeten, Folien und Kabel hergestellt werden, sind Weichmacher mit einer Gesamtmenge von bis zu 50% enthalten. Diese Stoffe aus der Gruppe der Phthalate haben sich in der Umwelt verbreitet, und der bisher am häufigsten eingesetzte Weichmacher DEHP kann heute praktisch in allen Umweltkompartimenten, selbst in Lebensmitteln, nachgewiesen werden; dieser Stoff ist von der EU Kommission als „fortpflanzungsgefährdend“ eingestuft. Trotzdem ist er in vielen PVC-Bodenbelägen noch immer enthalten. Wegen der gesundheitlichen und ökolo-gischen Risiken von DEHP wird vermehrt Diisononylphthalat (DINP) und Diisodectylphthalat (DIDP) eingesetzt (im Jahr 2004 58 % DINP/DIDP im Vergleich zu 22 % DEHP (Arbeitsgemeinschaft für PVC und Umwelt e.V.)). Aber auch DIDP und DINP stehen in Verdacht, sich in hohem Maße in Organismen anzureichern und im Boden und in Sedimenten langlebig zu sein.
PVC-Bodenbeläge werden auch mit Asthma, besonders bei Kindern, in Verbindung gebracht [Jaakkola1999], [Bornehag2004].
Im Brandfall entstehen durch den hohen Chlorgehalt Salzsäure-Gas, Dioxine und andere Schadstoffe. Diese Rauchgase sind besonders korrosiv, d.h. es werden im Brandfall sämtliche Bauteile und Innenräume stark in Mitleidenschaft gezogen.
In Österreich sind mittlerweile Stabilisatoren aus Cadmium verboten, auch Bleiverbindungen und Organozinnver-bindungen werden nicht mehr als Stabilisatoren eingesetzt. Da es aber für Blei- und Organozinnverbindungen kein gesetzlich verankertes Herstellungs-, Inverkehrsetzungs- und Importverbot gibt, können blei- oder organozinnhaltige Produkte etwa aus Asien oder aus der EU - bis 2015 (Jahr des selbstverpflichtenden Ausstiegs der PVC-Industrie) - importiert werden. Des Weiteren umfasst der freiwillige Verzicht explizit nur Stabilisatoren und nicht Pigmente, die ebenfalls bleihaltig sein können [Belazzi, Leutgeb 2008].
Mit Schwermetallen (Cadmium, Blei) und anderen Umweltschadstoffen aus der Vergangenheit wie PCBs oder Chlorparaffine belastete PVC-Abfälle werden aber noch über Jahrzehnte anfallen. Über sinnvolles und ökologisch akzeptables stoffliches Recycling von PVC wird man aber erst dann reden können, wenn keine Giftstoffe in den anfallenden Abfällen mehr enthalten sind [Belazzi, Leutgeb, 2008].
Auch die EU-Kommission hat in ihrem „Grünbuch zur Umweltproblematik von PVC“ insbesondere die Bereiche PVC-Zusatzstoffe und PVC-Abfallbewirtschaftung als problematisch und ungelöst erkannt. Bei der Abfallbewirtschaftung ergeben sich Probleme durch den zu erwartenden Anstieg der Abfallmengen, verbunden mit den Problemen, die bei den Hauptentsorgungswegen Deponierung (vor Inkrafttreten der Deponieverordnung) und Verbrennung auftreten.

BAUSTOFFE UND KONSTRUKTION

Baustoffe

Einsatz von Produkten mit Umweltzeichen

Ich beabsichtige, bei meinem Gebäude Produkte mit Umweltzeichen in folgenden Bereichen zu verwenden:






Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Ziel ist die Minimierung schädlicher Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen von Baustoffen und Produkten. Dieses Ziel wird erreicht, wenn ökologisch optimierte Baustoffe eingesetzt werden. Als ökologisch optimiert gelten solche, welche über den gesamten Lebenszyklus von der Herstellung bis zur Entsorgung überprüft wurden und zu den besten in ihrer Produktkategorie gehören. Damit ist die technische, gesundheitliche und Umwelt-Qualität dieser Baustoffe sichergestellt.
Da Produktion, Einbau und Entsorgung von Baustoffen schon aufgrund der bewegten Massen einen erheblichen Teil der Umweltbelastungen ausmachen, leistet diese Maßnahme einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Optimierung des Gebäudelebenszyklus.

BAUSTOFFE UND KONSTRUKTION

Konstruktion

Ökologischer Kennwert

Ich beabsichtige, mein Gebäude mit ökologischen Materialien zu sanieren. Die dafür erforderlichen Berechnungen der ökologischen Kennwerte werde ich für folgenden Bereich organisieren:


Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Unter ökologischer Optimierung versteht man die Minimierung der Materialflüsse, Energieaufwände und Emissionen beim Sanierungsprozess eines Gebäudes bzw. beim Produktionsprozess der eingesetzten Baustoffe. Dabei wird nunmehr nicht nur der Zeitpunkt der Sanierung in Betracht gezogen, sondern auch die je nach Nutzungsdauern der eingesetzten Konstruktionen noch erforderlichen Instandhaltungszyklen im Laufe der Gesamtlebensdauer eines Gebäudes sowie im Rückblick auch das Alter der bereits eingesetzten Produkte (Bestandsbauteile). Unter ökologischer Optimierung versteht man die Minimierung der Materialflüsse, Energieaufwände und Emissionen beim Produktionsprozess des Gebäudes und der eingesetzten Baustoffe.
Die ökologische Baustoffwahl sollte möglichst auf wissenschaftliche bzw. zumindest reproduzierbare Erkenntnisse gestützt werden. Eine gute Grundlage für Vergleiche von Baumaterialien auf möglichst objektive Art sind quantitative Methoden wie z.B. die Methode der wirkungsorientierten Klassifizierung, die u.a. zu den ökologischen Kennzahlen Treibhaus- oder Versauerungspotential führt. Dabei sollte aber immer bedacht werden, dass die ökologischen Wirkungskategorien nur einen Teil des Lebenszyklus und der Wirkungen eines Baumaterials abdecken. Um z.B. die Gesundheitsbelastungen beim Einbau und in der Nutzung abschätzen zu können, sind zusätzliche Informationen und Bewertungskriterien erforderlich (z.B. Emissions- und Schadstofffreiheit eingesetzter Produkte, etc.).
Ausführliche Zusatz-Informationen finden Sie im klimaaktiv Kriterienkatalog „Wohngebäude Sanierung V 3.0“ im Kapitel C 2. KONSTRUKTIONEN UND GEBÄUDE (C 2.1a und C 2.1b)

KOMFORT UND RAUMLUFTQUALITÄT

Thermischer Komfort

Thermischer Komfort im Sommer

ACHTUNG: Für einen positiven klimaaktiv Deklarations-Abschluss, ist dieser Nachweis verpflichtend!
Ich beabsichtige, für mein Gebäude die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um eine Überhitzung der Räume durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

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Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Ziel ist die Vermeidung von Überhitzungsproblemen im Sommer und in den Übergangszeiten. Dies führt zu einem besseren thermischen Komfort und macht den nachträglichen Kauf und Einsatz Strom verbrauchender Raumkühlgeräte unnötig.

KOMFORT UND RAUMLUFTQUALITÄT

Raumluftqualität

Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung optimiert

Ich beabsichtige, für mein Gebäude eine optimal geplante und ausgeführte Wohnraum-Lüftungsanlage einzusetzen.

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Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Ziel ist die einwandfreie Funktion der Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung und eine hohe Nutzerakzeptanz. Sollen die Anlagen diese Nutzerakzeptanz erreichen und ihre lufthygienischen und energetischen Vorteile ausspielen können, so ist eine gute Planungs- und Ausführungsqualität unabdingbar.
Für die Akzeptanz wichtige Aspekte wie Schallschutz, Lufthygiene, Vermeidung von Behaglichkeitsdefiziten und Regelbarkeit sind deshalb zu berücksichtigen und nachzuweisen.

KOMFORT UND RAUMLUFTQUALITÄT

Raumluftqualität

Einsatz emissions- und schadstoffarmer Produkte

Ich beabsichtige, in meinem Gebäude emissions- und schadstoffarme Produkte in folgenden Bereichen zu verwenden:






Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Ziel ist es, durch den Einsatz emissions- und schadstoffarmer Produkte eine gute Luftqualität im Innenraum zu gewährleisten.

KOMFORT UND RAUMLUFTQUALITÄT

Raumluftqualität

Messung der flüchtigen organischen Verbindungen (Summe VOC) und Formaldehyd

Ich beabsichtige, in meinem Gebäude nach erfolgter Sanierung die Innenraumluftqualität durch Messung folgender Schadstoffe zu überprüfen:



Die konkreten klimaaktiv Vorgaben

Die einfachste Möglichkeit, die Effizienz des Innenraumschadstoffmanagements zu kontrollieren, besteht in der stichprobenartigen Überprüfung der Raumluftqualität von Musterräumen. Die Verwendung von Bauprodukten, die die Qualität der Innenraumluft beeinträchtigen, kann damit einfach nachgewiesen werden. Wenn solch eine Messung im Rahmen der Qualitätssicherung durchgeführt wird, erhält man Klarheit darüber, wie erfolgreich die Baubeteiligten die Vermeidung von VOC- und Formaldehyd-haltigen Produkten betrieben haben.

ZUSAMMENFASSUNG
Auswertung

Achtung! Mit Ihrer Punkteanzahl liegen Sie momentan noch unter der Mindestanforderung für klimaaktiv Bronze!

Frage 1 Infrastruktur und Anbindung an den öffentlichen Verkehr
Frage 2 Fahrradabstellplatz
Frage 3 Gebäudehülle wärmebrückenoptimiert
Frage 4 Vereinfachte Berechnung der Lebenszykluskosten
Frage 5 Detaillierte Überprüfung der Energiebedarfsberechnungen
Frage 6 Gebäudehülle luftdicht
Frage 7 Erfassung Energieverbräuche
Frage 8 Heizwärmebedarf
Frage 9 Komfortlüftung energieeffizient
Frage 10Primärenergiebedarf
Frage 11CO2 Emissionen
Frage 12Photovoltaikanlage
Frage 13Ausschluss von klimaschädlichen Substanzen
Frage 14Vermeidung von PVC
Frage 15Einsatz von Produkten mit Umweltzeichen
Frage 16Ökologischer Kennwert
Frage 17Thermischer Komfort im Sommer
Frage 18Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung optimiert
Frage 19Einsatz emissions- und schadstoffarmer Produkte
Frage 20Messung der flüchtigen organischen Verbindungen (Summe VOC) und Formaldehyd

HINWEIS: Das Ergebnis der "Quick-Points" Schnellabschätzung beruht auf vereinfachten Annahmen sowie Rechenverfahren und stellt somit auch keine Garantie für einen positiven klimaaktiv Deklarationsabschluss dar!

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