40 Jahre Tschernobyl
Am 26. April jährte sich der Reaktorunfall von Tschernobyl zum 40. Mal. Eine der größten Umweltkatastrophen der Geschichte ist gleichzeitig Mahnung und Auftrag für eine sichere, erneuerbare Energiezukunft.
Die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl hatte auch massive Auswirkungen auf Österreich und wird noch für viele kommende Generationen eine Gefahr darstellen. Auch der Unfall in Fukushima macht deutlich, dass die Risiken der Kernenergie nicht kontrollierbar sind. Keine Versicherung kann das Strahlenrisiko abdecken, was es unmöglich macht, die Gesamtkosten für produzierten Atomstrom seriös zu kalkulieren. Deutlich ist, dass die Kosten für Kernenergie höher sind als jene für erneuerbare Energien. Zudem sind Neubauten ohne staatliche Subventionen nicht finanzierbar.
Ist Kernenergie nachhaltig?
Die Einstufung der Kernenergie als “nachhaltig” ist umstritten. Als endlicher Rohstoff steht Uran langfristig nicht unbegrenzt zur Verfügung. Außerdem muss der Atommüll – je nach Material und Strahlung – über Jahrtausende absolut sicher gelagert werden. Bislang gibt es weltweit noch kein sicheres Endlager für hochradioaktiven Müll.
Niederösterreich: 100 % Strom aus Erneuerbaren
Für LH-Stv. Stephan Pernkopf ist der 40. Jahrestag von Tschernobyl nicht nur ein Anlass zum Gedenken, sondern auch ein Auftrag für die Zukunft. Niederösterreich zählt zur europäischen Spitze, wenn es um den Ausbau erneuerbarer Energie geht. Seit 2015 deckt das Bundesland bilanziell 100 Prozent seines Strombedarfs aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse. Das Ziel einer sicheren, nachhaltigen und unabhängigen Energieversorgung bleibt dabei zentral.
„Tschernobyl machte vor 40 Jahren die Gefahren der Atomkraft für ganz Europa deutlich. Während andere trotzdem auch heute noch an der Atomkraft festhalten wollen, gehen wir für Land und Leute einen sicheren Weg. Niederösterreich zeigt vor, dass es auch anders geht, wir sind die Ökostrom-Lokomotive Österreichs mit rund 160.000 Photovoltaikanlagen. Wir wollen unsere Heimat weiter unabhängig von fossilen Energieimporten machen und unsere Versorgungssicherheit stärken“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.
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