Mit der Umstellung auf energieeffiziente LED-Flutlichttechnik zeigt die Marktgemeinde Fels am Wagram gemeinsam mit dem USC Fels/Wagram, wie Gemeinden Sportinfrastruktur modernisieren und gleichzeitig Energie sowie Kosten sparen können.
Die Marktgemeinde Fels am Wagram setzt gemeinsam mit dem USC Fels/Wagram ein starkes Zeichen für energieeffiziente Sportinfrastruktur. Mit der Umstellung der Flutlichtanlage am Fußballplatz auf moderne LED-Technologie wurde nicht nur die Qualität der Beleuchtung deutlich verbessert und der Energieeinsatz optimiert, sondern auch die bisherige Blendung der Anrainer deutlich reduziert. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Gemeinden gemeinsam mit Vereinen nachhaltige Investitionen erfolgreich umsetzen können.
Die wichtigsten Fakten
Standort: Marktgemeinde Fels am Wagram
Gemeindegröße: 2.500 Einwohnerinnen und Einwohner
Gebäude: Fußballplatz
Ausgangsverbraucht: 10.000 kWh – € 3.000 pro Jahr
Verbrauch nach Optimierung: 6.500 kWh – € 1.950 pro Jahr
Maßnahmen: LED-Flutlichtanlage
Investitionskosten: € 70.000
Förderung: € 44.000
Laufzeit: 2025
Ausgangslage: Veraltete Flutlichtanlage mit unzureichender Ausleuchtung
Die bestehende Flutlichtanlage des USC Fels/Wagram war technisch bereits stark veraltet. Die Beleuchtung basierte auf lediglich vier Masten, wodurch direkt unter den Lichtquellen eine sehr starke Ausleuchtung herrschte, während andere Bereiche des Spielfelds deutlich zu dunkel blieben. Die Beleuchtungsstärke schwankte je nach Zone zwischen 70 und 200 Lux. Damit konnten die Anforderungen für einen zeitgemäßen Meisterschafts- und Trainingsbetrieb nicht mehr erfüllt werden.
Neben der unzureichenden Ausleuchtung stellte auch die Lichtverschmutzung ein zunehmendes Problem dar. Vor allem die Blendung der Anrainer sorgte immer wieder für Beschwerden. Gleichzeitig lag der Stromverbrauch der bestehenden Flutlichtanlage bei rund 10.000 kWh pro Jahr, was jährliche Stromkosten von etwa 3.000 Euro verursachte.
Bereits vor dem Projekt setzte die Gemeinde auf erneuerbare Energie: Am Gebäude des Sportplatzes wurde 2022 eine Photovoltaikanlage mit 13 kWp über ein Bürgerbeteiligungsmodell errichtet. Zusätzlich erfolgt die Wärmeversorgung über eine Wärmepumpe und eine thermische Solaranlage.
Professionelle Planung als Erfolgsfaktor
Vor der Umsetzung wurde eine Energieberatung durchgeführt. Im Anschluss erarbeitete eine Ökomanagementberatung ein Konzept für die optimale Ausleuchtung sowie für den technischen Austausch der bestehenden Anlage. Gerade diese sorgfältige Planung erwies sich als wesentliche Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts.
Im Zuge der Umsetzung wurde die bestehende Anlage mit neuen, kleineren LED-Flutern ausgestattet. Insgesamt kamen 22 Fluter am Trainingsplatz sowie 38 Fluter am Meisterschaftsplatz zum Einsatz. Die vorhandene Infrastruktur konnte dabei weiter genutzt werden, wodurch zusätzliche Baukosten vermieden wurden. Die neue Anlage sorgt nun für eine deutlich gleichmäßigere Ausleuchtung der Spielfelder und erfüllt die Anforderungen für Trainings- und Meisterschaftsbetrieb wesentlich besser als zuvor.
Trotz wesentlich besserer Lichtverhältnisse sank der Energieverbrauch der Flutlichtanlage von rund 10.000 kWh auf etwa 6.500 kWh pro Jahr. Dadurch reduziert sich der Strombedarf um rund 3.500 kWh jährlich, was einer Kostenersparnis von etwa 1.050 Euro pro Jahr entspricht.
Wir unterstützen Sie dabei, Energiekosten gezielt zu senken, Einsparpotenziale aufzudecken und konkrete Maßnahmen für mehr Energieeffizienz direkt umzusetzen.
Die Gesamtinvestition belief sich auf rund 70.000 Euro. Durch die gezielte Kombination unterschiedlicher Förderprogramme konnten insgesamt rund 44.000 Euro an Bundes- und Landesförderungen sowie Subventionen genutzt werden. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem durch die KPC-Bundesförderung für LED-Umstellungen, Förderungen des Landes Niederösterreich, des NÖ Fußballverbands, der Union sowie weitere Sportförderungen. Die verbleibenden 26.000 Euro Eigenmittel konnten über KIP-Mittel abgedeckt werden.
Zusätzlich fiel für die fachliche Begleitung im Rahmen des Ökomanagements ein Eigenmittelanteil von 25 Prozent beziehungsweise rund 1.800 Euro an. Gemeinde und Verein arbeiteten bei Finanzierung und Umsetzung eng zusammen und konnten dadurch sämtliche Fördermöglichkeiten optimal ausschöpfen.
Engagierte Personen in Verein und Gemeinde sind der wichtigste Garant für erfolgreiche und sinnvolle Projekte.
Das Beispiel aus Fels am Wagram zeigt eindrucksvoll, dass auch kleinere Gemeinden mit überschaubaren Investitionen große Verbesserungen erzielen können. Gerade Sportanlagen bieten häufig großes Potenzial notwendige Qualitätsverbesserungen auch zur Energieeinsparung zu nutzen. Entscheidend sind dabei eine fundierte Planung, die Nutzung professioneller Beratung sowie die frühzeitige Einbindung möglicher Förderstellen.
Darüber hinaus verdeutlicht das Projekt, wie sinnvoll bestehende Infrastruktur weitergenutzt werden kann. Durch die Verwendung der vorhandenen Flutlichtmasten konnten zusätzliche Baukosten vermieden werden, während gleichzeitig eine moderne und energieeffiziente Lösung entstand.