Um auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet zu sein, setzt das Land Niederösterreich auf verstärkten Hochwasserschutz. Aber auch jede und jeder Einzelne kann vorsorgen – die eNu gibt Tipps dazu.
Aufgrund des Klimawandels ist zukünftig mit häufigeren und stärkeren Unwettern zu rechnen.
Frühwarnungen sind ein entscheidender Faktor, um bei drohenden Hochwässern rasch reagieren zu können. Daher werden in Niederösterreich nun die Wasserstands-Messstellen um 13 Stationen erweitert. Und auch im Bereich der Hochwasserprognosen wird derzeit an einer Reihe von Erweiterungen und Verbesserungen gearbeitet, um die Bevölkerung und Einsatzkräfte noch besser vor drohenden Hochwassersituationen warnen zu können.
So schützen Sie sich und Ihr Zuhause
Damit auch Ihre Zuhause Extremwetterereignissen mit Starkniederschlag, Stürmen, Hagel und Blitzeinschlägen trotzt, können Sie bereits beim Bauen oder Sanieren Ihres Hauses Vorsorge treffen. Klimafitte Gebäude sparen hohe Sanierungs- und Reparaturkosten und können im Ernstfall sogar Leben retten. Bereiten Sie sich deshalb schon jetzt auf mögliche Naturgefahren vor und schützen Sie so Ihre Familie und Ihr Eigentum.
Tipps zur Vorbereitung auf Naturgefahren
Bevor Sie ein Grundstück kaufen oder ein Gebäude planen, informieren Sie sich über räumliche Gegebenheiten, z. B. in der Nachbarschaft, bei der Gemeinde, etc.
Überprüfen Sie die Sicherheit Ihres Wohnortes auf hora.gv.at bzw. mit den Gefahrenzonenplänen von Gemeinden.
Reinigen Sie Dachrinnen und Fallrohre regelmäßig und lassen Sie das Dach einmal im Jahr begehen.
Schieben Sie Reparaturen nicht auf, Schwachstellen sollten schnell behoben werden.
Informieren Sie alle im Haushalt lebenden Personen über wichtige Zuleitungen: wo der Hauptwasserhahn ist und wie man ihn schließt, wie die Hauptstromzufuhr (FI-Schalter im Zählerkasten) und gegebenenfalls die Gaszufuhr unterbrochen werden kann.
Lernen Sie Ihre Nachbarn kennen und vereinbaren Sie, wie Sie einander im Falle des Falles erreichen können. Während der Notsituation kann das Leben retten, nach der Katastrophe können Sie einander unterstützen um leichter an Informationen, Ressourcen und Hilfe zu kommen.
Erstellen Sie einen Notfallplan: Treffpunkt mit Angehörigen im Ernstfall, Notfallnummern, Hilfeleistungen mit Nachbarn abstimmen, etc.
Speichern Sie Ihre Versicherungspolizze ab, so dass Sie sie bei der Hand haben, z. B. Dokument online abspeichern oder fotografieren, und in Ihre Cloud laden. Überprüfen Sie Ihre Polizzen regelmäßig und achten Sie bei einem Versicherungsabschluss auf Ihre Risikozone.
Machen Sie eine Bestandsaufnahme Ihres Besitzes, um im Schadensfall einen Nachweis für Versicherung und Behörden zu haben, z. B. mit einem Video: Gehen Sie mit dem Handy durch jedes Zimmer, öffnen Sie Kästen und dokumentieren Sie alle Gegenstände. Detaillierter wird es mit einer Liste der wertvollsten Dinge mit Kaufdatum und Preis. Speichern Sie Video und Liste so, dass sie auch nach einem Schadenfall zugänglich bleiben. Das ist auch bei Einbrüchen hilfreich.
Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Ihren Versicherungsschutz und auf Hilfsorganisationen.
Angebote der eNu
Kostenlose Broschüre mit Praxistipps Detaillierte Informationen und Tipps zu wirksamen Vorsorgemaßnahmen gegen Hitze, Sturm, Blitzschlag, Hagel und Überschwemmungen erhalten Sie im Leitfaden „Gut gewappnet fürs Wetter von morgen“.
Für Gemeinden: Vorsorgecheck Naturgefahren im Klimawandel In diesem Seminar erfahren Sie alles zum Thema Naturgefahren in Ihrer Gemeinde. Das Beratungspaket stärkt die Eigenvorsorge im Bereich Klimaanpassung. Vorsorgecheck Naturgefahren im Klimawandel