Modul Energiebuchhaltung: Praxisnaher Weiterbildungstag für Gemeinden
25 Energiebeauftragte aus niederösterreichischen Gemeinden nutzten am 29. Jänner die Gelegenheit, sich im Modul Energiebuchhaltung praxisnah weiterzubilden und wertvolle Impulse für die kommunale Energiearbeit mitzunehmen.
Am 29. Jänner 2026 fand bei der Energie- & Umweltagentur des Landes Niederösterreich (eNu) in St. Pölten erstmals das Modul Energiebuchhaltung als eigenständiger, kostenloser Weiterbildungstag für Energiebeauftragte statt. Das neue Format stieß auf großes Interesse: Die Veranstaltung war mit 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus niederösterreichischen Gemeinden sehr gut besucht.
Ziel des Moduls war es, Energiebeauftragte – sowohl Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger als auch erfahrene Praktikerinnen und Praktiker – gezielt in der Anwendung der Energiebuchhaltung zu unterstützen und damit eine fundierte Basis für kommunale Energieeinsparmaßnahmen zu schaffen. Der Kurs ergänzt anerkannte Energieausbildungen wie den A-Kurs und spannt den Bogen von rechtlichen Rahmenbedingungen bis zur praktischen Umsetzung im Gemeindealltag.
Aktuelle EU-Vorgaben und Grundlagen im Fokus
Zum Auftakt gab Josef Fischer (Abteilungsleiter RU3) einen Überblick über die Energieeffizienzrichtlinie EED III und die Gebäuderichtlinie EPBD. Dabei wurde deutlich, welche Anforderungen künftig auf Gemeinden zukommen und welche Rolle Energiebeauftragte bei der Umsetzung spielen. Anschließend wurden die Grundlagen der Energiebuchhaltung behandelt – von Ziel und Nutzen über Datenquellen bis hin zu Kennzahlen und Monitoring.
Praxisnahe Workshops mit konkreten Tools
Ein zentraler Programmpunkt war der Workshop-Teil, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Tools Siemens Navigator und EBN arbeiteten. Anhand praktischer Beispiele wurden Datenerfassung, Auswertung und Visualisierung geübt. Dieser direkte Praxisbezug wurde von den Teilnehmenden besonders geschätzt, da er den Transfer in den eigenen Arbeitsalltag erleichtert.
Am Nachmittag standen der Energieeinsatz in Gemeinden, die Identifikation von Einsparpotenzialen sowie typische Herausforderungen und Lösungsansätze im Mittelpunkt. Ergänzt wurde dies durch Einblicke in Erfolgsfaktoren der Energiebuchhaltung, Aspekte der Kommunikation und des Berichtswesens sowie Best-Practice-Beispiele aus der kommunalen Praxis.
Mehrwert für die kommunale Energiewende
Das neue Modul zeigte eindrucksvoll, wie wichtig strukturierte Energiedaten für fundierte Entscheidungen und wirksame Maßnahmen in Gemeinden sind. Der intensive Austausch unter den Energiebeauftragten machte zudem deutlich, dass viele Herausforderungen ähnlich sind – und gemeinsam leichter gelöst werden können.
Mit dem Modul Energiebuchhaltung setzt die eNu einen weiteren wichtigen Schritt, um Gemeinden bei der Umsetzung der Energieeffizienz- und Klimaziele zu unterstützen. Auch künftig werden praxisorientierte Weiterbildungsangebote dazu beitragen, die kommunale Energiewende wirksam voranzubringen.