Heidi Naumann
eNu Akademie, Organisation
Hauptstraße 33, 2340 Mödling
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Als besonderes Angebot vergibt die eNu für einige Filmabende Freikarten in beschränktem Umfang. Die Vergabe erfolgt nach dem first-come, first-served Prinzip.
Eröffnungsfilm + Diskussion
Was tun, wenn man genau weiß, was auf uns zukommt und trotzdem kaum jemand zuhört? Der Dokumentarfilm begleitet drei NaturwissenschaftlerInnen, die sich dieser Frage stellen müssen. Die Glaziologin Maria, der Chemiker Sebastian und die Molekularbiologin Nana erforschen die Folgen der Klimakrise aus nächster Nähe. Alle drei verbindet die Erkenntnis, dass Wissen allein nicht genügt, wenn die Konsequenzen des eigenen Forschungsfeldes immer deutlicher sichtbar werden. Während Maria in die Lokalpolitik geht, Sebastian die Öffentlichkeit sucht und Nana sich bei „Scientist Rebellion“ engagiert, wird deutlich, wie sehr wissenschaftliches Wissen auch persönliche Konsequenzen haben kann.
Florian Heinzen-Ziob beobachtet seine ProtagonistInnen mit großer Nähe und ohne Pathos. Entstanden ist eine ebenso persönliche wie hochaktuelle Dokumentation über Wissenschaft, gesellschaftliche Verantwortung und den Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen. Ein Film, der zum Nachdenken anregt, ohne einfache Antworten zu liefern und dabei überraschend hoffnungsvoll bleibt.
Macht Mut zum Handeln. – Unbedingt im Kino anschauen. RBB RADIO EINS
Nach dem Film ExpertInnengespräch mit Jasmin Duregger (Greenpeace), Daniel Huppmann (IIASA), Florian Heinzen-Ziob (Regisseur), Moderation: Aga Trnka-Kwiecinski (Uni Wien)
Film
Fünf Filme, fünf außergewöhnliche Geschichten und unzählige Begegnungen mit dem Meer: Die International Ocean Film Tour Vol. 12 bringt die Faszination der Ozeane erneut auf die große Leinwand.
Auch in ihrer zwölften Ausgabe versammelt die Ocean Film Tour Menschen, die mit Mut, Leidenschaft und Entdeckergeist ihren eigenen Weg gehen. Sie überqueren Ozeane im Ruderboot, leben seit Jahrzehnten auf einem Segelschiff, suchen die perfekte Welle oder widmen ihr Leben dem Schutz der Meere. Dabei entstehen Geschichten über Abenteuer, Freiheit und die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur. Ein bildgewaltiges Plädoyer den faszinierenden Lebensraum zu schützen.
Film & Diskussion
Barbara Buser zählt zu den Pionierinnen des nachhaltigen Bauens. Seit Jahrzehnten setzt sich die Basler Architektin dafür ein, bestehende Gebäude zu erhalten, Materialien wiederzuverwenden und neue Formen des Zusammenlebens zu schaffen. Statt Abriss und Neubau setzt sie auf Umbau, Weiterdenken und Kreislaufwirtschaft.
Der Dokumentarfilm begleitet Barbara Buser zu ihren wichtigsten Projekten, darunter das Gundeldinger Feld und die Markthalle in Basel. Dabei entsteht das Porträt einer Frau, die konsequent ihren eigenen Weg gegangen ist, in einer Branche, die lange von Männern geprägt war. Ihre Vision von Architektur geht weit über Gebäude hinaus: Es geht um den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, um gemeinschaftliches Handeln und um die Frage, wie wir künftig leben wollen. Neben ihrem außergewöhnlichen Lebensweg zeigt der Film auch die Menschen, mit denen Barbara Buser ihre Ideen verwirklicht hat. So wird deutlich, dass nachhaltige Veränderungen nicht durch Einzelne entstehen, sondern durch Zusammenarbeit, Beharrlichkeit und den Mut, bestehende Strukturen zu hinterfragen. Ein inspirierendes Porträt einer Architektin, die beweist, dass Zukunft oft dort beginnt, wo andere nur das Ende sehen.
Ö-Premiere & Film + Diskussion
Jeden Herbst ziehen Hunderte Eisbären nach Norden und durchqueren die kleine kanadische Stadt Churchill in Manitoba, die sich selbst als „Welthauptstadt der Eisbären“ bezeichnet. Was für TouristInnen ein spektakuläres Naturereignis ist, bedeutet für die Tiere eine zunehmend schwierige Begegnung mit einer von Menschen geprägten Welt. „Nuisance Bear“ erzählt diese Geschichte aus der ungewöhnlichen Perspektive eines Eisbären, der sich seinen Weg durch ein von Beobachtung, Tourismus und Kontrolle bestimmtes Umfeld bahnen muss. Begleitet wird der Film von den Gedanken eines Inuit-Ältesten, dessen persönliche Erfahrungen und Erinnerungen den Blick auf das fragile Verhältnis zwischen Menschen und Natur erweitern.
Die RegisseurInnen Gabriela Osio Vanden und Jack Weisman hinterfragen mit ihrem eindringlichen Dokumentarfilm die gängigen Bilder von Wildtieren als reine Attraktion. Sie zeigen Eisbären nicht als Bedrohung oder Fotomotiv, sondern als fühlende Lebewesen in einer Landschaft, die sich immer stärker verändert. Ein atemberaubendes Filmerlebnis und jetzt schon Favorit für eine Oscar-Nominierung.
Nach dem Film Gespräch mit Klaus Hackländer (Univ. f. Bodenkultur, Inst. f. Wildbiologie & Jagdwirtschaft), Claudia Bieber (Veterinärmedizinische Univ. Wien, Inst. für Wildtierkunde & Ökologie), Richard Ladkani (Filmemacher, angefragt); Moderation: Wolfgang Pfefferkorn (Rosinak & Partner)
Show
Menschen haben es nicht leicht: Wir nehmen die Welt nur gefiltert wahr, interpretieren selektiv und liegen dabei erstaunlich oft daneben. Dazu kommt eine Medienlandschaft, die mit Übertreibungen, verkürzten Zahlen und Schlagzeilen zusätzlich für Verwirrung sorgt. So haben Fake News und Wissenschaftsskepsis leichtes Spiel. Doch wir sind dem nicht ausgeliefert. Mit kritischem Denken, etwas Wissen über typische Denkfehler und einem Blick für seriöse Fakten können wir der Wahrheit zumindest näherkommen, auch wenn es nicht immer bequem ist.
An diesem Abend zeigen der Physiker und Wissenschaftspublizist Florian Aigner und der Molekularbiologe Martin Moder – beide sind auch Mitglieder der Science Busters, wie Irrtümer entstehen, warum wir uns so leicht täuschen lassen und wie man Unsinn von Wissenschaft unterscheiden kann. Unterhaltsam, pointiert und mit viel Humor geht es durch erstaunliche Fakten, Denkfehler und moderne Mythen, von Wundermitteln bis Klimadebatten. Ein Abend zwischen Wissenschaft, Skepsis und satirischem Blick auf die Realität, mit dem Ziel, einander vielleicht ein bisschen klüger und zumindest ein bisschen weniger falsch informiert zu machen.
Film & Diskussion
Wie können Ortskerne wieder zu lebendigen Treffpunkten werden? Wie gelingt es Gemeinden, wertvollen Boden zu schützen und gleichzeitig lebenswerte Räume für die Zukunft zu schaffen? Und vor allem: Wer sind die Menschen, die solche Veränderungen möglich machen?
Der vierteilige Portraitfilm „Kernstücke“ rückt engagierte Persönlichkeiten aus vier österreichischen Gemeinden in den Mittelpunkt, die sich mit Überzeugung, Mut und Ausdauer für die Zukunft ihrer Orte einsetzen. Ob in Villach, Zellerndorf, Gallneukirchen oder Seeham, überall zeigen Bürgermeister, Gemeindeverantwortliche und engagierte BürgerInnen, wie nachhaltige Ortsentwicklung gelingen kann: trotz knapper Budgets, Denkmalschutzauflagen oder anfänglicher Widerstände. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht einzelne Projekte, sondern die Menschen selbst, ihre Haltung, ihre Motivation und ihre persönlichen Wege, Veränderungen anzustoßen.
Nach dem Film Gespräch mit Ulrike Feichtinger (Klimabündnis Ö), Cornelia Ohnmacht (Regisseurin, Christian Kircher (smartvoll Archtitekten), Moderation: Jasmine Bachmann (eNu)
Film & Diskussion
Der europäische Green Deal soll den Weg in eine klimaneutrale Zukunft ebnen. Elektroautos, Windkraft und erneuerbare Energien versprechen Wachstum ohne Emissionen. Doch für diese Technologien werden große Mengen an Rohstoffen benötigt und die sollen künftig verstärkt in Europa abgebaut werden. Genau dort, wo Menschen leben, arbeiten und seit Generationen mit der Natur verbunden sind. Die Dokumentation begleitet Betroffene in Spanien und Schweden, die um ihre Heimat, ihre Lebensweise und ihre Zukunft kämpfen. Während Bergbauunternehmen und PolitikerInnen den Abbau kritischer Metalle als notwendigen Schritt für die Energiewende sehen, wächst vor Ort der Widerstand. Zwischen wirtschaftlichen Interessen, Klimazielen und sozialen Fragen entsteht ein Konflikt, der weit über einzelne Minenprojekte hinausweist.
Mit ruhigem Blick und großer Nähe zu seinen ProtagonistInnen untersucht „Scars of Growth“ die Widersprüche der grünen Transformation. Der Film stellt unbequeme Fragen nach den Kosten unseres Ressourcenverbrauchs und danach, wie eine nachhaltige Zukunft gelingen kann, ohne neue Ungleichheiten zu schaffen.
Nach dem Film Gespräch mit Claudia Kemfert (Dt. Institut für Wirtschaftsforschung), Siegrid Stagl (WU Wien), Florian Maringer (IG Windkraft), Moderation: Markus Mooslechner (Terra Mater Factual Studios)
Film & Gespräch
Erwin Wagenhofer ist einer der wichtigsten Filmemacher Österreichs. Mit seinen hoch politischen Filmen wie „We feed the World“, „Let’s Make Money“, „Alphabet“ oder „But Beautiful“ beleuchtete er nicht nur Brandstellen unserer Gesellschaft, ohne zu belehren, sondern stellt vor allem auch „Mutmachendes“ in den Vordergrund.
Sein neuester Film „Atmosphere“ ist kein Film über den Klimawandel, sondern ein Film über die Folgen unseres eigenen Handelns. Er richtet den Blick auf die Veränderungen, die wir Menschen selbst verursacht haben, und stellt Fragen, die wir seit Jahrzehnten verdrängen. Der Dokumentarfilm lädt dazu ein, unsere Beziehung zur Natur und unsere Vorstellung von Fortschritt neu zu betrachten. Statt Kontrolle und Ausbeutung stehen Verbundenheit, Bewusstsein und ein anderes Verständnis unseres Platzes in der Welt im Mittelpunkt. Ein Film, der neue Perspektiven eröffnet und zum Handeln motiviert.
Nach dem Film Gespräch mit Erwin Wagenhofer (Regisseur)



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© P. Ramberger
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