e-Carsharing bringt doppelten Nutzen für e5-Stadt Horn
e-Carsharing bringt doppelten Nutzen für e5-Stadt Horn
Die Stadtgemeinde Horn nutzt ein e-Carsharing-Fahrzeug für dienstliche Fahrten und schafft gleichzeitig ein zusätzliches Mobilitätsangebot für Bürgerinnen und Bürger.
Dienstliche Wege gehören zum Gemeindealltag. Gleichzeitig suchen viele Gemeinden nach Möglichkeiten, klimafreundliche Mobilität zu fördern, ohne zusätzliche Fahrzeuge anschaffen und betreiben zu müssen. Die Stadtgemeinde Horn hat dafür eine Lösung gefunden: Seit 2023 steht ein e-Carsharing-Fahrzeug sowohl für die Gemeinde als auch für die Bevölkerung zur Verfügung. Das Modell ermöglicht eine effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen und zeigt, wie kommunale Mobilität und Bürgerservice erfolgreich miteinander verbunden werden können.
Die wichtigsten Fakten
Standort: e5-Stadt Horn
Gemeindegröße: 8.015 Einwohnerinnen und Einwohner
Maßnahmen: e-Carsharing für Gemeinde und Bevölkerung
Investitionskosten: rund € 500 für Ladeinfrastruktur
Laufende Kosten: € 2.350 pro Jahr für Fahrzeug und Ladestelle (entspricht den bisherigen jährlichen Kosten für Kilometergeld)
Laufzeit: seit 2023
Vom Kilometergeld zum gemeinsamen Fahrzeugangebot
Für Termine außerhalb des Gemeindeamtes nutzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Mandatarinnen und Mandatare bisher überwiegend private Fahrzeuge. Die anfallenden Kosten wurden über das amtliche Kilometergeld abgerechnet. Gleichzeitig bestand das Potenzial, ein zusätzliches Mobilitätsangebot für Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, die nur gelegentlich ein Fahrzeug benötigen oder bewusst auf ein Zweitauto verzichten möchten.
Auf der Suche nach einer wirtschaftlichen und nachhaltigen Lösung entschied sich die Stadtgemeinde Horn gemeinsam mit der TRE Thayaland GmbH für die Umsetzung eines e-Carsharing-Modells. Seit Sommer 2023 steht ein Elektrofahrzeug zur Verfügung, das sowohl für dienstliche Fahrten der Gemeinde als auch für private Fahrten genutzt werden kann. Nach einer einmaligen Registrierung können Nutzerinnen und Nutzer das Fahrzeug flexibel buchen.
Nachhaltige Lösung ohne eigenes Gemeindefahrzeug
Ein wesentlicher Vorteil des Projekts liegt darin, dass die Gemeinde kein eigenes Fahrzeug anschaffen musste. Für die Stadtgemeinde fielen lediglich rund 500 Euro für die Errichtung der Ladeinfrastruktur an. Die jährlichen Kosten betragen 1.992 Euro für die Teilnahme am Carsharing-System sowie 360 Euro für die Ladestelle. Insgesamt liegen die laufenden Aufwendungen damit bei rund 2.350 Euro pro Jahr.
Diese Kosten bewegen sich in einer ähnlichen Größenordnung wie die zuvor angefallenen Ausgaben für Kilometergeld. Gleichzeitig profitiert die Gemeinde von einem deutlich erweiterten Angebot. Neben der Nutzung für dienstliche Zwecke steht das Fahrzeug auch der Bevölkerung zur Verfügung. Dadurch wird die Auslastung erhöht und ein zusätzlicher Nutzen für die Region geschaffen.
Ein weiterer Pluspunkt: Durch die Mitgliedschaft der TRE Thayaland bei carsharing Österreich erhalten registrierte Nutzerinnen und Nutzer Zugang zu rund 70 weiteren Carsharing-Fahrzeugen in ganz Österreich.
Die Stadtgemeinde Horn bekennt sich klar zur Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen und sieht im Carsharing einen wichtigen Baustein einer zukunftsorientierten und ressourcenschonenden Mobilität. Das e-Carsharing bietet somit nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile.
Andreas Holzbrecher, Mobilitätsbeauftragter der Stadtgemeinde Horn
Wir begleiten Ihre Gemeinde auf dem Weg zur Umsetzung eines e-carsharing Projektes – mit Beratung, praxiserprobten Vorlagen und individueller Unterstützung.
Ein Modell mit Vorbildwirkung für andere Gemeinden
Das Beispiel der e5-Stadt Horn zeigt, dass Gemeinden auch ohne hohe Investitionen einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende leisten können. Besonders dort, wo regelmäßige Dienstfahrten anfallen und gleichzeitig Bedarf an einem zusätzlichen Mobilitätsangebot besteht, bietet e-Carsharing eine attraktive Lösung. Die gemeinsame Nutzung verbessert die Auslastung der Fahrzeuge, reduziert den Ressourcenverbrauch und macht klimafreundliche Mobilität im Ort sichtbar.
Gemeinden müssen dabei nicht bei null beginnen. Die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich unterstützt mit der Beratung e-Carsharing für Gemeinden bei der Planung und Umsetzung geeigneter Modelle. Von der Bedarfsanalyse über die Wahl des Betreibermodells bis hin zur Einbindung der Bevölkerung erhalten Gemeinden praxisnahe Unterstützung auf dem Weg zum eigenen Carsharing-Angebot.