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Diverse District Heating (DH) Pöchlarn

Das Projekt erforscht, wie man in Pöchlarn bereits vorhandene und in Planung befindliche erneuerbare Energieanlagen intelligent miteinander vernetzen kann.

GIS-Plan der Stadtgemeinde Pöchlarn mit 3D-Gebäuden
GIS-Plan der Stadtgemeinde Pöchlarn mit 3D-Gebäuden.

Projektbeschreibung

Aktuell hängt die Wärmeversorgung im Gemeindegebiet noch teilweise von Erdgas und Heizöl ab. Für das bestehende Fernwärmenetz wird grundsätzlich Biomasse und Abwärme genutzt.

Die Verfügbarkeit von Biomasse könnte in Zukunft sinken und es gibt viele verschiedene Energieanlagen in der Stadt, die noch völlig unabhängig voneinander Energie erzeugen und überschüssige Energie ins Netz speisen. Es fehlt eine übergreifende Strategie, um all diese Anlagen zu vernetzen und die erzeugte Energie bestmöglich lokal zu nutzen. Pöchlarn hat jedoch ideale Voraussetzungen, um ein solches System zu entwickeln, da bereits viele Energieanlagen vorhanden sind oder sich gerade in Planung befinden.

Vorhanden sind bereits:

  • eine große Agri-Photovoltaik-Anlage mit 4,1 MWp, die viel Überschussenergie erzeugt
  • eine Biogas-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (BHKW)
  • eine Biomassekesselanlage für die Fernwärme inklusive Abwärmenutzung aus einer Glasfabrik
  • Schnell-E-Ladestationen inklusive Stromspeicher
  • die Donau als mögliche Wärmequelle

In Planung befinden sich:

  • ein großes photovoltaisch-thermisches Kollektorfeld (2.000 m² PVT und 6.000 m² Solarthermie)
  • ein Langzeitwärmespeicher (8.000 m³)
  • zwei Hochtemperatur-Großwärmepumpen (je 700 kWth)
  • eine erweiterte Abwärmenutzung (1 MW)
  • ein großer Stromspeicher mit 10 MWh
  • sechs Windgeneratoren

Projektziele

Das Ziel ist klar definiert: Weg von der Abhängigkeit, hin zu regionaler Power. Dafür werden neue Strategien für eine sogenannte “sektorengekoppelte” Fernwärmeversorgung erforscht. Das bedeutet, dass verschiedene Energiebereiche (Strom und Wärme inklusive Industrie) intelligent miteinander verbunden werden, um die Abhängigkeit von einzelnen Energieträgern zu verringern und die Energieversorgung störungssicherer und langfristig kostengünstig zu machen.

Konkret sollen folgende messbare Ziele erreicht werden:

  • Reduktion des Holzeinsatzes im Biomasseheizwerk und Substitution von fossilen Brennstoffen im Umfang von 7.437 MWh/Jahr, wodurch 1.418 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.
  • Die benötigte elektrische Energie für die Wärmepumpen (ca. 1 GWh/Jahr) soll vollständig aus erneuerbaren, lokalen Quellen stammen, was zusätzliche 462 Tonnen CO2 pro Jahr einspart.
  • Insgesamt wird eine jährliche Treibhausgas-Einsparung von etwa 1.880 Tonnen angestrebt.

Hauptaufgaben der eNu

  • Unterstützende Datenrecherche und -analyse
  • Schnittstelle zur kommunalen Wärmeplanung
  • Öffentlichkeitsarbeit und Verbreitung der Projektergebnisse über vorhandene Netzwerke vor allem mit Schwerpunkt zur kommunalen Wärmeplanung

Die wichtigsten Daten zum Projekt

Projektlaufzeit

24 Monate (01.05.2025 bis 30.4.2027)

Projektwebsite

FFG-Projektdatenbank_Diverse DH Pöchlarn

Projektkoordinator

4ward Energy Research GmbH (DI (FH) DI Alois Kraußler)

Projektpartner

Logo 4ward Energy
Logo AEE Intec
Logo Austria Solar
Logo Emrich Consulting
Logo Stadtgemeinde Pöchlarn
Logo eNu

Fördergeber

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG)

Die Ausschreibung „Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt“ ist Teil des FTI-Schwerpunkts „Klimaneutrale Stadt“ (www.klimaneutralestadt.at) des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und des Klima- und Energiefonds (KLIEN). Die Abwicklung erfolgt im Auftrag des BMIMI und KLIEN durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (AWS).

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Logo des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur

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Peter Haftner

klimaaktiv, Wärme und Gebäude

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