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Naturkundliche Wanderung über die Gobelsburger Heide

Die Schutzgebietsbetreuung des Europaschutzgebietes Kamp- und Kremstal lud zu einer Wanderung, bei der die Naturschätze der Gobelsburger Heide im Mittelpunkt standen. 

Gruppenbild bei der Aussichtswarte
Bei der Aussichtswarte auf der Gobelsburger Heide

Bei schönem aber etwas kühlem Wetter folgten am 16. Mai 2026 zwanzig naturinteressierte Personen aus Langenlois und Umgebung der Einladung der Schutzgebietsbetreuung des Europaschutzgebietes Kamp- und Kremstal, die Naturschätze der Gobelsburger Heide näher kennen zu lernen.

Was ist ein Trockenrasen? Welche Pflanze blüht hier? Wo leben die exotisch anmutenden Bienenfresser? Wie profitieren Insekten von den strukturreichen Lebensräumen? – Solche und andere Fragen wurden im Rahmen der zweistündigen Wanderung gestellt und beantwortet.

Die Schutzgebietsbetreuerinnen Gabriele Pfundner und Barbara Thurner, die im Auftrag des Landes NÖ tätig sind, stellten die besondere Flora der Gobelsburger Heide vor und erläuterten ihre naturschutzfachliche Bedeutung. Unterstützt wurden sie dabei vom Zoologen Dr. Josef Pennerstorfer, der dieses Gebiet seit Jahrzehnten kennt und beforscht.

Natur braucht Pflege

Eine wichtiges Thema war die dringende Notwendigkeit einer angepassten Bewirtschaftung und Pflege von Trockenrasen. Dies dient dem Erhalt der besonderen Lebensräume und die darauf angewiesenen seltenen Tier- und Pflanzenarten.

Einst als Gemeindeweide genutzt, lagen die Flächen rund um die Anhöhe des Gobelsberges lange Zeit brach. Eine dichte Gras- und Streuschicht verhindert jedoch das Keimen von licht- und wärmeliebenden Arten und die Flächen wuchsen zunehmend mit Sträuchern zu.

Durch eine bereits vor gut 20 Jahren initiierte Naturschutz-Beweidung mit Schafen konnten einige der Standorte der EU-weit geschützten Großen Kuhschelle erhalten werden. Die übrigen nicht beweideten Bereiche der ca. 5 ha großen Fläche wuchsen jedoch weiter zu.

Große Kuhschelle

Erfolgreiches Pflegeprojekt soll weitergeführt werden

Die dringend nötige Pflege kam letztes Jahr durch ein Biodiversitätsprojekt der Forschungsgemeinschaft LANIUS. Sträucher wurden entfernt, Rasen nach langer Zeit wieder gemäht und wertvolle Sonderstandorte wie Lössböschungen, Lesesteinhaufen und offene Schotteranrisse wiederhergestellt.

Da die Trockenrasen kontinuierliche Pflege benötigen, hat die Schutzgebietsbetreuung ein mehrjähriges Umsetzungsprojekt vorbereitet. Dieses unterstützt die Weiterführung der Schafbeweidung und weitet sie aus, außerdem sollen weitere Schwendungen durchgeführt werden.

Die Stadtgemeinde Langenlois, stellt die Flächen dafür langfristig zur Verfügung und unterstützt die in den nächsten Jahren geplanten Pflegemaßnahmen durch Abtransport und Kompostierung des anfallenden Schnittguts.

Extensive Weidelandschaft der Gobelsburger Heide

Ein Projekt der Schutzgebietsbetreuung des Landes NÖ, mit Unterstützung von Land NÖ und Europäischer Union.

Förderlogos - Land NÖ, Wir leben Land, kofinanziert von EU

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