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Weidenrückschnitt in Kleinreinprechtsdorf (Röschitz)

Pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen Anfang Februar wurden Weiden im Europaschutzgebiet Westliches Weinviertel für den Frühling zurechtgeschnitten.

Mehrere Personen beim Weidenschneiden


Nach Wochen mit trübem, nebeligem Wetter brachen am 7. Februar 2026 die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke, als das Weidenschneiden in Kleinreinprechtsdorf für 2026 abgeschlossen wurde. Bei zahlreicher Teilnahme der Ortsbevölkerung mit Traktoren, Leitern und Motorsägen wurde der ortsnahe Teil der Weiden professionell zurückgeschnitten. Diese Maßnahme, die schon seit Jahren – oder sind es schon Jahrzehnte? – praktiziert wird, hat das kultur- und naturgeschichtliche Kleinod bis heute erhalt.

Alles für den Eremit

Ohne Rückschnitt wären die Weiden und Pappeln durch das Gewicht der Seitenäste schon längst auseinandergebrochen. Der gefährdete Eremit, ein Käfer, der wie ein menschlicher Eremit seine Behausung, den morschen Baumstamm, fast nie verlässt, wäre dann aus diesem Gebiet verschwunden. Dankenswerterweise werden von engagierten Ortsbewohnern auch immer wieder Stecklinge nachgesetzt und gegossen, damit der Eremit umsiedeln kann, wenn die Stämme altersbedingt trotz bester Pflege umbrechen.

Weiden bereit für den Frühling!

Im Anschluss wurden die fleißigen Baumpflegerinnen und Baumpfleger mit Würstel, Kuchen und Glühwein gut versorgt. Die Aktion wird durch das Land Niederösterreich und die Europäische Union mit der Abgeltung der Maschinenkosten unterstützt. Die Weiden sind jetzt für den nächsten Austrieb bereit – jetzt kann der Frühling kommen!

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